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Autofahrer wünschen sich umweltfreundlichere Angebote

Automobilindustrie umweltfreundlicher gestalten
Petronas-Studie: Verbraucher wollen mehr nachhaltige Mobilität

Petronas-Studie: Verbraucher wollen mehr nachhaltige Mobilität
Europäer sind bereit, 11 bis 20 % mehr für nachhaltigere Produkte zu bezahlen. Bild: Blue Planet Studio/stock.adobe.com

Petronas Lubricants International (PLI) hat die Ergebnisse einer neuen europäischen Studie veröffentlicht, in deren Rahmen 7.000 Verbraucher aus sechs verschiedenen Ländern befragt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Verbraucher zwar oft wissen, welche Maßnahmen für nachhaltige Mobilität notwendig sind, es ihnen aber schwer fällt, diese in die Praxis umzusetzen. Dennoch geben 80 % der Deutschen an, dass sie zu einer umweltfreundlicheren Autoindustrie beitragen wollen. Rund zwei Drittel der Befragten (67 %) wären bereit, mehr für alternative Produkte zu bezahlen.

Unterschiedliche Bereitschaft für mehr Nachhaltigkeit

Steigende Energiepreise und Lebenshaltungskosten führen dazu, dass die Verbraucher weltweit immer weniger Geld zur Verfügung haben. Dies erschwert es ihnen, sich für nachhaltige Lösungen zu entscheiden. Aus der Studie geht hervor, dass viele europäische Länder durchaus bereit sind, für umweltfreundlichere Produkte mehr zu bezahlen. In Deutschland gaben 41 % der Befragten an, dass sie 11 bis 20 % mehr für nachhaltige Produkte ausgeben würden. Im Vereinigten Königreich hingegen ist diese Bereitschaft allerdings am geringsten.

Auch zwischen den Generationen gibt es Unterschiede: 76 % der Generation Z in Deutschland würden mehr bezahlen, um einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Dagegen sind knapp die Hälfte der über 55-Jährigen der Meinung, dass die Preise nicht steigen sollten (49 %). Dies spiegelt die Einkommens- und Ausgabenbelastungen in verschiedenen Lebensphasen wider, wie Hypothekenzahlungen, Renten und Fahrzeugbesitz. Zudem verdeutlicht es die Kluft zwischen den Generationen, wenn es um die grundlegende Einstellung zum Thema Nachhaltigkeit geht.

Einflussfaktoren auf die CO2-Bilanz

Wie Fahrzeuge die CO2-Bilanz verschlechtern, ist weitgehend bekannt. Dennoch besteht die Gefahr, dass darauf nicht geachtet wird, um kurzfristig Geld zu sparen. Für die deutschen Befragten gehören folgende Faktoren zu den fünf wichtigsten Einflüssen: 

1. Verwendung des richtigen Kraftstoffs (76 %)

2. Alter des Fahrzeugs (78 %)

3. Fahrgewohnheiten (79 %)

4. Wartung des Fahrzeugs (70 %)

5. Öl (74 %)

Auch wenn sich der Großteil über die Auswirkungen dieser Aspekte bewusst ist, gibt es sowohl zwischen den Ländern als auch den Generationen Differenzen im Verständnis darüber, wie gehandelt werden kann. Im Durchschnitt sind sich 12 % der Europäer über die Möglichkeiten zur Reduzierung der CO2-Emissionen ihres Autos im Unklaren. Während in Deutschland nur 5 % nicht wissen, welche positiven Maßnahmen sie selbst ergreifen können, sind es im Vereinigten Königreich sogar 30 %.

Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit

Diese Ergebnisse zeigen eine Chance für die führenden Unternehmen der Branche, ihren Kunden einen klaren Leitfaden an die Hand zu geben, um fundiertere Entscheidungen für eine nachhaltigere Mobilität treffen zu können. Dabei gibt es neben der Wahl des richtigen Kraftstoffs noch weitere Aspekte, die berücksichtigt werden müssen. Beispielsweise zählt auch die passende Wahl der verwendeten Schmiermittel dazu – einige Produkte können bis zu 3 % Kraftstoff einsparen. Zudem können sie den thermischen Wirkungsgrad optimieren, was zu allgemeinen Einsparungen und einer besseren Fahrzeugleistung führt. Auch die Verpackung von Produkten, wie beispielsweise Bag-in-Box oder recycelter Kunststoff, kann eine positive Auswirkung auf die CO2-Bilanz haben.

40 % aller Befragten (in Deutschland 25 %) meonen, dass die Automobilindustrie Fahrzeuge noch nachhaltiger gestalten muss. Angesichts des hohen CO2-Austoßes, sind 81 % der Meinung, dass die Unternehmen die Einführung von E-Fahrzeugen stärker fördern müssen, um den ökologischen Fußabdruck von Autos zu verringern. Auch hier sind die Kosten ein wesentliches Hindernis für das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen. In diesem Zusammenhang fordern 39 % niedrigere Preise und eine bessere Auswahl für Menschen mit unterschiedlichen Fahrzeuganforderungen (28 %). (kf)

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