Experten im Gespräch

Leichtbau ganzheitlich präsentieren

Henrik Häcker, Geschäftsführer der Messezentrum Salzburg GmbH „In Salzburg wird eine Messebeteiligung auch für kleine Unternehmen mit innovativen Leichtbaulösungen erschwinglich“
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Vom 30. Januar bis 1. Februar 2013 veranstaltet die Messe Salzburg die Hilight – Fachmesse für Leichtbau und innovative Technik. Geschäftsführer Henrik Häcker sprach über das Konzept dieser neuen Plattform für leichtgewichtige Lösungen und was sie Ausstellern sowie Besuchern aus der Automobilindustrie bietet.

Das Interview führte Doris Schulz, Journalistin (DJV), Korntal

Salzburg war vor einigen Jahren schon einmal Standort einer Leichtbaumesse. Was hat Sie veranlasst, dieses Thema wieder aufzugreifen?
Häcker: Leichtbau spielt heute eine größere Rolle denn je. Eine aktuelle McKinsey-Studie prognostiziert, dass der Anteil an Leichtbauteilen in Fahrzeugen bis zum Jahr 2030 von 30 auf rund 70 Prozent steigt. Dies soll die Zunahme des Fahrzeuggewichts durch Elektroantrieb und kraftstoffeffiziente Motorentechnik kompensieren. Trotz dieser immensen Bedeutung insbesondere für die Automobil- und Zulieferindustrie gibt es keine Plattform, die sich ausschließlich diesem Thema widmet. Leichtbau wird bei verschiedenen Fachmessen zwar thematisiert, aber immer nur am Rande und immer nur spezifisch mit dem Fokus der jeweiligen Veranstaltung. Unser Ziel ist es, mit der Hilight eine europäische Fachmesse zu etablieren und ständig weiterzuentwickeln, die das Spektrum des Leichtbaus ganzheitlich interdisziplinär abdeckt.
Was spricht für Salzburg als Messestandort?
Häcker: Salzburg liegt zentral in Europa und ist aus allen Himmelsrichtungen gut erreichbar. Dann haben wir in den direkt angrenzenden Ländern Deutschland und Italien eine starke Automobil- und Zulieferindustrie. Aber auch in Staaten wie Tschechien, Polen, Slowakei und Ungarn wächst der Anteil der Unternehmen, die in diesen Bereichen tätig sind, kontinuierlich. Und nicht zuletzt ist es der Kostenaspekt. Salzburg schneidet hier im europäischen Vergleich gut ab. Dadurch wird eine Messebeteiligung auch für kleine Unternehmen mit innovativen Leichtbaulösungen erschwinglich.
Sie erwähnten es schon, Leichtbau wird insbesondere im Automobilbau zu einem immer gewichtigeren Thema. Welche Bereiche bildet die Hilight hier ab?
Häcker: Das reicht von der Konzeption und Konstruktion über die Werkstofftechnik bis hin zu Fertigungstechnologien, Oberflächentechnik und der Serienfertigung. Natürlich sind auch die Bereiche Bauteil- und Materialprüfung Themen bei der Hilight.
Welche für die Automobilindustrie relevanten Unternehmen spricht die Hilight als Aussteller an?
Häcker: Das Spektrum ist sehr breit und beginnt bei Software für die Produktentwicklung, Design und Simulation. Dann natürlich Lieferanten von Werkstoffen und Halbzeugen in den Bereichen Metalle, beispielsweise Stahl, Aluminium, Magnesium, Composites, Kunststoffe, Honeycombs und Smart Materials. Der Prototypen- und Modellbau, Anbieter innovativer Fertigungstechnologien und Serienfertiger, Füge- und Verbindungstechnik, Oberflächentechnik und Bionik sind weitere Bereiche.
Was verbirgt sich hinter dem Hilight-Campus?
Häcker: Das ist ein spezielles Ausstellungsformat für Universitäten, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen und andere wissenschaftliche Institutionen, die auf dem Campus innovative Lösungen präsentieren können. Dann verfolgen wir mit dem Hilight-Campus das Ziel, Wissenschaft und Industrie näher zueinander zu bringen, um innovative Entwicklungen voranzutreiben.
Parallel zur Hilight findet ein zweitägiger Leichtbaukongress statt. Was sind die Themen bei dieser Veranstaltung?
Häcker: Das Programm für den 1. Salzburger Leichtbau-Kongress wird in Kooperation mit dem Leichtbau-Cluster Landshut zusammengestellt. Das Call for Papers dafür läuft noch bis Mitte September, sodass ich die konkreten Themen derzeit noch nicht nennen kann. Fest steht aber bereits, dass in den Vorträgen die Bereiche Stoff-, Form- und Fertigungsleichtbau sowie Aspekte des Systemleichtbaus behandelt werden. Dabei wird es an beiden Tagen jeweils zwei Themenschwerpunkte geben. Wir gehen davon aus, dass das Programm Anfang bis Mitte Oktober steht und auf unserer Homepage www.hilight-salzburg.com abgerufen werden kann.
Mit wie vielen Ausstellern und Besuchern rechnen Sie bei der ersten Hilight?
Häcker: Bei einer Premierenveranstaltung ist das immer schwer zu sagen, wir gehen von 80 bis 100 ausstellenden Unternehmen aus und rechnen mit mindestens 2000 Besuchern.
Messezentrum Salzburg, Tel.: +43 662 2404-0, E-Mail: office@messezentrum-salzburg.at
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