Experten im Gespräch

Fahrzeug- elektronik im Visier

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Dem perfekten Auto ein Stück näher kommen, will man bei Bosch. Für die Tochter Bosch Engineering bedeutet das: mehr Fahrspaß bei weniger Kraftstoffverbrauch und geringeren Emissionen. Dazu werden die Fahrzeuge „auf die Rolle gehoben“ und aus den gewonnenen Erkenntnissen neue Entwicklungsansätze ermöglicht.

Herr Haller, wer ist Bosch Engineering?

Haller: Bosch Engineering ist ein Ingenieurdienstleister und 100-prozentige Tochter des Bosch-Konzerns. Wir beschäftigen uns mit der kompletten Elektronik von Fahrzeugen, bieten also Software und -funktionalitäten rund um Motor- und Getriebesteuerungen, Bremsregelsysteme, Insassenschutz und Elektronik.
Sie sind speziell im Bereich Prüfstände tätig. Wie sind diese ausgestattet?
Haller: Wir haben hier einen Bereich mit rund 8000 Quadratmetern Prüffläche mit Rollenprüfständen für Abgas-, Kälte-, Leistungs- und Komponentenmessungen.
Welche Tests werden konkret durchgeführt?
Haller: Wir führen vorwiegend Abgasmessungen nach unterschiedlichster nationaler Gesetzgebung durch – egal ob für die USA, Japan oder Europa. Zusätzlich bieten wir individuelle Tests innerhalb der Abgasthematik. So fahren wir beispielsweise kundenspezifische Prüfzyklen. Hinzu kommen Applikationsarbeiten für interne Projekte. Beispielsweise bringen wir Fahrzeuge in bestimmte Belastungs-, Temperatur- oder elektronische Zustände. Dass heißt, ein Fahrzeug wird unter definierten Bedingungen so gefahren, dass eine Beharrung oder ein Effekt eintritt, den wir nachweisen oder optimieren.
Wie gewährleisten Sie die Geheimhaltung?
Haller: Die einzelnen Prüfstandsbereiche sind abgetrennt – auch durch Sichtschutz – und unsere Informationsflüsse sorgen für optimalen Umgang mit externen Kunden. Zudem gibt es natürlich Zugangsberechtigungen: Für Externe, aber selbst für Bosch-Mitarbeiter ist es unmöglich in den Prüfstandsbereich zu kommen, ohne von einem Bosch Engineering-Mitarbeiter begleitet zu werden. Begleiten unsere Kunden ein Projekt vor Ort, werden diese natürlich vorher angemeldet. Informationen dazu fließen zentral über eine oder zwei Personen.
Mit wachsenden Fahrzeugfunktionalitäten steigen die Ansprüche an Dienstleistungen. Wie wird Bosch Engineering dem gerecht?
Haller: Die Abgasgesetzgebung wird immer strenger und umfangreicher. Wir als Prüfstandsbetreiber müssen gewährleisten, dass diese Fahrzeugeigenschaften prüfbar gemacht werden. Mit unseren Sulev-Anlagen haben wir das entsprechende Messequipment. Sulev steht für Super Ultra Low Emission Vehicle. Mit deren Genauigkeit können wir beispielsweise entsprechend der Gesetzgebung die Grenzwerte nach Euro 5 und höher abprüfen. Komplexe Funktionen bedeuten auch, dass wir Fahrzeuge mit umfangreicher Messtechnik ausrüsten müssen. Dazu ist ein Werkstattbereich notwendig, der den Platz und die Möglichkeiten dazu bietet. Auch ein automatisierter Prüfstand ist wichtig, um die Wiederholbarkeit zu gewährleisten.
Bosch Engineering will dem perfekten Auto näher kommen. Was ist das perfekte Auto?
Haller: In der Bosch-Welt gibt es die drei „S“: Sicher, sauber und sparsam. Wir verfeinern dies, indem wir sagen, mehr Fahrspaß bei weniger Kraftstoffverbrauch und weniger Emissionen. Hinzu kommt eine hohe Zuverlässigkeit über eine entsprechende Kilometerleistung.
Geringe Emissionen sind das derzeit größte Schlagwort. Was kann man noch tun?
Haller: Es gibt viele Strategien. Für uns steht als oberstes Ziel, alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Wir sehen Potenziale in der eigentlichen Verbrennung, in der Motronik, im Energiemanagement oder in der Abgasnachbehandlung.
Bosch Engineering; Telefon: 07062/911-6372; E-Mail: achim.haller@de.bosch.com
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