CTI-Forum Abgastechnik in Nürtingen zeigt aktuelle Trends

Zauberformel CO2

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Wer das CTI-Forum Abgastechnik 2008 besucht hat, dem ist klar geworden, Weiterbildung ist elementar. Ca. 100 Teilnehmer ließen sich diese Chance nicht entgehen und konnten sich in puncto Niedrigemission auf den neuesten Stand bringen. Unser Bericht geht speziell auf die Abgasnachbehandlung von Otto-und Dieselmotoren ein.

Das 6. Internationale CTI-Forum Abgastechnik hatte sich das Thema „Herausforderungen und Weiterentwicklungen bei Niedrigemissionssysteme auf die Fahnen geschrieben. Speziell ging es dabei um folgende Punkte:

  • Emissionsgesetzgebung im internationalen Vergleich
  • Alternative Kraftstoffe und ihre Auswirkungen auf die Schadstoffemissionen
  • Perspektiven von Otto-und Dieselmotoren zur Erfüllung herausfordernder Abgasgrenzwerte
  • Weltweite Emissionsstrategie für Pkw Dieselantriebe
  • Aktuelle Systeme zur Partikel-und NOx-Minderung im Vergleich
Aus der Vielzahl der Vorträge greift AutomobilKONSTRUKTION den Block „Potenziale beim Otto-und Dieselmotor“ auf. Der Chefingenieur Brennverfahren und Applikation Ottomotoren der Ricardo Deutschland GmbH in Schwäbisch Gmünd, Dr. Christian Trapp, hatte seinen Vortrag unter das Thema CO2-Potenziale heutiger und zukünftiger Ottomotore gestellt. Durchaus realitätsnah hatte Trapp Abgasnachbehandlungssysteme auch unter Kostengesichtspunkten betrachtet. Im folgenden lesen Sie eine Zusammenfassung seiner Aussagen: Die Automobilindustrie müsse zukünftig auf hochwirksame Otto-Motore setzen, um die weltweite CO2-Herausforderung zu meistern. Allein mit Diesel-Fahrzeugen sei dieses Ziel nicht zu erreichen. Zwar böten neue Technologien für Ottomotoren das Potenzial, die geforderte CO2-Reduzierung zu erreichen, aber nur zu ebenfalls erhöhten Kosten.
Für Automobilentwickler bestehe die Aufgabe, nicht nur bei CO2, sondern auch bei HC, NOx und CO niedrigere Emissionen gemäß Sulev und Euro V/VI zu realisieren. Für Ottomotoren, die in großen Teilen des Kennfeldes mager betrieben werden (hier stecke das größte CO2-Einsparpotenzial der aktuell für einen Serieneinsatz verfügbaren Technologien) seien gegenwärtig LNT-Systeme (Lean NOx Trap, NOx-Speicherkatalysatoren ) im Einsatz. Die SCR-Abgasbehandlung (Selective Catalytic Reduction) werde als Option für die Zukunft betrachtet. Mit LNT-und SCR-Systemen sei die verlangte Stickoxidreduktion dann zu erzielen, wenn die Abgastemperatur vor Katalysator in einem definierten Arbeitsbereich zwischen etwa 200° und 550 °C bleibe. Die zur Unterbringung des zur selektiven katalytischen Reak- tion benötigten Harnstoffs etwa in Form einer wässrigen Lösung notwendigen Tanks im Fahrzeug werde auch in Zukunft eine Herausforderung sein, insbesondere, wenn diese nur bei den jährlichen Wartungsintervallen wieder gefüllt werden sollen.
In dem Vortrag von Dr. Frank Weberbauer, Gruppenleiter für Systemvorausentwicklung Dieselmotoren im Zentralbereich Forschung und Vorausentwicklung der Robert Bosch GmbH, ging es um „Homogene Dieselverbrennung – Herausforderung unter fahrzeugnahen Randbedingungen“. Hier die wichtigsten Statements:
  • Die homogene Dieselverbrennung hat das Potenzial, den Stickoxidausstoß von Dieselmotoren drastisch zu reduzieren. Dies wird durch die Entkoppelung von Einspritzvorgang und Verbrennung sowie durch hohe Abgasrückführraten (AGR) erreicht.
  • Durch den Einsatz einer effektiven AGR-Kühlung und Hochaufladung kann der Betriebsbereich der homogenen Dieselverbrennung innerhalb des Motorkennfelds deutlich erweitert werden.
  • Aufgrund der hohen Sensitivität des Brennverfahrens bzgl. Geräusch- und Schadstoffemissionen ist zur Darstellung des dynamischen Betriebs eine Verbrennungsregelung nötig.
Informa Group; Telefon: 069/244 327-0 ; E-Mail: carsten. stammen@informa.com
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