Verbundwerkstoffe bieten vielfältige Isolationsmöglichkeiten Textiler Hitzeschild - AutomobilKONSTRUKTION

Verbundwerkstoffe bieten vielfältige Isolationsmöglichkeiten

Textiler Hitzeschild

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Technischer Fortschritt im Automotive-Bereich bedeutet zu einem guten Teil Fortschritt in der Werkstofftechnologie. Innovative Zulieferer wie die Frenzelit Werke, Technologieführer auf dem Gebiet von Technischen Textilien, Dichtungsmaterialien und Isolationen, arbeiten Hand in Hand mit der Automobilindustrie.

Der Autor ist Ilkay Özkisaoglu, MBA MSc, Vertriebsleiter Geschäftsbereich Technische Textilien bei der Frenzelit Werke GmbH, Bad Berneck

Mit seinen hochtemperaturbeständigen Nadelvliesen und Geweben ist Frenzelit an vielen Stellen im Auto präsent. So stecken die aus hochtemperaturresistenten Glas- und Silikatfasern bestehenden Nadelvlies-Produktlinien Isoglas (Tmax bis 550 °C), Isotherm 800 (Tmax bis 750 °C), Isotherm 1000 (Tmax bis 850 °C), Isotherm S (Tmax bis 1050 °C) oder Isotherm BCT (Tmax bis 1100 °C) in fast jeder deutschen Automarke. Eingesetzt werden sie etwa als thermische und/oder akustische Isolation in Hitzeschildern im Motorraum, in der Motorhaube, an der Stirnwand des Motorraums, im Unterboden oder als Isolierung in der Emissionskontrolle.
Preisgekrönte Innovation
Mit Mtex entwickelte das Unternehmen einen preisgekrönten Metall-Textil-Verbundwerkstoff, der Maßstäbe für die Zukunft setzen soll. In einem neuen Beschichtungsverfahren werden textile Trägermaterialien aus anorganischen oder organischen Faserstoffen primär mit Aluminium beschichtet. Heraus kommt ein flexibler Verbundwerkstoff, der so drapierfähig wie ein Textil ist, dabei aber Hitze wie ein Metall reflektiert. Mtex findet beispielsweise als thermische Abschirmung von hitzeempfindlichen Sensoren im Motorraum oder zum Schutz vor wärmeempfindlichen Bauteilen (z. B. Magnetschalter) und Leitungen entlang der Abgasstrecke einschließlich Dieselpartikelfilter Verwendung. Die temperaturpermanente Beschichtung bleibt auch bei über 650 °C beständig. Das Gewebe enthält keine brennbaren Bindemittel, es entstehen also weder Qualm noch Geruch.
Vom vielproduzierten Halbzeug bis zum hochindividuellen Kundenprodukt
Damit Isolierungen richtig funktionieren, sind präzise Abmessungen Voraussetzung. Dafür stehen bei Frenzelit drei verschiedene Produktkonfigurationsmöglichkeiten zur Auswahl: Zweidimensionale Isolationskomponenten werden gestanzt, geplottert oder mit Wasserstrahl geschnitten. Darüber hinaus können aus dem Basismaterial hergestellte Vlieszuschnitte dreidimensional unter Zuhilfenahme der Precursor-Technologie in Form verpresst werden. Der Nutzen liegt auf der Hand: Wurden Isoliermatten bisher zeitaufwändig von Hand am Bauteil an der Montagelinie in Form gebracht, erübrigt sich dies nun und sichert so eine höhere Taktfrequenz.
Die Oberfranken liefern aber nicht nur Halbzeuge, sondern produzieren auf Anfrage auch textile Hitzeschilder und Nähteile fertig geformt oder genäht und montagebereit konfektioniert. Die Prototypen werden am Bauteil exakt mit den richtigen Maßen ausgelegt. Wärmeberechnungen stellen eine effektive Isolierung mit entsprechendem Lagenaufbau sicher. Bei Bedarf mit Ösen, Haken und wiederverschließbaren Druckknöpfen oder anderen Verschlusssystemen versehene konfektionierte Isolierteile sind für eine sofortige Montage und im Wartungsfall Demontage bereit.
Das textile Hitzeschild ist auch finanziell eine Option für alle Volumen, da teure, massive Werkzeuge entfallen. Falls der Anwender doch einmal noch kurz vor Serienanfang bemerkt, dass ein Hotspot bis zu 1100 °C in der immer komplexer werdenden Fahrzeugkonstruktion übersehen wurde, können textile Hitzeschilder im Normalfall binnen weniger Tage ausgelegt und erstbemustert werden, durchlaufen zügig sowohl den PPAP- als auch den Run@Rate-Prozess und können direkt danach in Serie gehen.
Frenzelit, Tel.: 09273 72-0, E-Mail: info@frenzelit.de
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