Generation von Knieairbag-Systemen problemlos in den Innenraum integriert

Submarining war gestern

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Verschiedene Unfallszenarien und diverse Fahrzeugumgebungen machen es notwendig, ein hoch komplexes System für den Insassenschutz zu entwickeln. Neben dem Einsatz anderer, sehr unterschiedlicher Produkte zur Steigerung der Sicherheit im Fahrzeug hat sich mittlerweile auch der Knieairbag als Standard durchgesetzt. Das hier vorgestellte Unternehmen hat aus dem einstmals schwierig integrierbaren Modul eine neue Generation von Knieairbag-Systemen entwickelt: Der „Low Mount Kneeairbag“ macht jedem Innenraumdesigner das Leben leichter, ohne an Rückhaltewirkung einzubüßen.

Bei einem Frontalaufprall führt ein Knieairbag im abgestimmten Zusammenspiel mit den anderen Rückhaltekomponenten zu einer deutlichen Reduzierung der Insassenbelastung. Durch seine Massenträgheit verlagert sich der Insasse während eines Unfalls in Fahrtrichtung nach vorne. Durch das Eintauchen des Oberkörpers in Fahrer- und Beifahrerairbag, beziehungsweise der unteren Extremitäten in die Knieairbags, wird Energie gezielt abgebaut. Das Frontairbagsystem reduziert die Wahrscheinlichkeit von einem Kontakt mit Innenraumteilen, beispielsweise dem Dachrahmen. Darüber hinaus führt der Knieairbag zu einer vorteilhafteren Kinematik der Vorverlagerung und minimiert das Durchrutschen unter den Gurt, das sogenannte Submarining. Die Gesamtbelastung des Insassen reduziert sich erheblich. Seit Beginn der Knieairbag-Entwicklung verfolgt Autoliv kontinuierlich das Ziel, mit dem Produkt höchsten Ansprüchen gerecht zu werden. Zum einen soll die Rückhaltefunktion weiter optimiert, zum anderen Gewicht, Bauraum und Kosten im Vergleich zu konventionellen Produkten um bis zu 25 % gesenkt werden. Diese Ziele werden mit der neuen Generation von Knieairbags, den so genannten Low Mount Kneeairbags erreicht.

Sollen alle Ziele erreicht werden, stellt sich unter anderem die Frage nach einer geeigneten Positionierung. Wo in der Instrumententafel liegt der ideale Anbindungsort für den Bag? Da das Interieur sehr stark den Zwängen von Design und Styling unterliegt, bietet sich an, das Modul außerhalb der Sichtzone der Insassen zu verbauen. Autoliv positioniert es deshalb deutlich unterhalb der herkömmlichen Lage, im Bereich der unteren Instrumententafel und entkoppelt damit Design und Funktion. Der Vorteil einer wesentlich höheren Designfreiheit bei der Gestaltung des Cockpits ist die Folge.
Ein Modul für alle Märkte
Die Herausforderung für die Entwicklung liegt darin, sicherzustellen, dass sich der Luftsack definiert, das heißt zielgerichtet entfaltet: von unten nach oben, entlang der Instrumententafel . Diverse Patente schützen das Autoliv System. Zusätzlich zur Designfreiheit im Cockpit bietet das Konzept weitere Vorteile:
  • Möglichkeit das Modul als „Plug and Play“ Produkt einzusetzen: Im global vernetzten Automobilmarkt werden Knieairbags oft nur optional angeboten. Da der Low Mount Kneeairbag kein Teil der Instrumententafel mehr ist, muss der OEM für unterschiedliche Märkte keine unterschiedlichen Varianten von Instrumententafeln mehr konstruieren und herstellen.
  • Direkte Kosteneinsparung durch Standardisierung und Vereinheitlichung des Knieairbags: Durch den symmetrischen Aufbau von Bauteilen wie Öffnungsklappe oder Gehäuse ist das Modul für Fahrer und Beifahrer sowie Links- und Rechtslenker im Wesentlichen baugleich. Aufgrund der Variantenreduzierung fallen geringere Entwicklungs- und Bauteilkosten an.
  • Vereinfachung von Unterkomponenten: Die Öffnungsklappe beispielsweise kann als einfarbiges, ungenarbtes und unlackiertes Bauteil konstruiert werden.
1996 hat das Unternehmen den weltweit ersten Knieairbag präsentiert und die Technologie seither kontinuierlich weiterentwickelt.
Eine Konzeptvariante des Low Mount Knee- airbag ging bereits Ende 2008 im neuen BMW 7er in Serie.
Autoliv; Telefon: 08131 295-0;
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