Integrierte elektronische Parkbremse spart Platz und Kosten

Potenzial aus dem Baukasten

EPB-System mit eigenem Steuergerät (a) und EPBi System mit TRW‘s elektronischer Stabilitätskontrolle der neuesten Generation EBC460 IIS (b)
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Automobilzulieferer stehen zunehmend unter dem Druck, Komplexität, Gewicht und Kosten zu reduzieren, ohne dabei an Funktionalität zu sparen. Das hier vorgestellte Unternehmen, ein Anbieter aktiver und passiver Sicherheitssysteme, hat eine Parkbremse entwickelt, welche die Anforderungen der Automobilhersteller nach Kosten- und Gewichtsreduzierung erfüllt und gleichzeitig die Kundenansprüche bezüglich Design, Komfort und Verbraucherfreundlichkeit berücksichtigt. Dies ist ein wichtiger Beitrag zu einer höheren Integration von Regelsystemen.

Im Jahr 2002 brachte TRW Automotive die weltweit erste bremssattelintegrierte elektronische Parkbremse (EPB) auf den Markt, die die konventionelle Feststellbremse seitdem schrittweise ablöst. Aufgrund der elektronischen Steuerung und der Vernetzung mit anderen Steuergeräten im Fahrzeug können neben der klassischen Funktion einer Feststellbremse zusätzliche Komfort- und Sicherheitsfunktionen realisiert werden. Kürzlich hat der Marktführer für Elektrische Parkbremssysteme die zehnmillionste EPB produziert. Die neueste Parkbremslösung ist die integrierte Parkbremse EPBi (i = integriert).

Funktionen der elektronischen Parkbremse
Die EPB verfügt über die Funktionen einer manuellen Feststellbremse, unterstützt den Fahrer jedoch mit zusätzlichen Sicherheits- und Komfortfunktionen. Die wichtigsten im Überblick:
  • Statisches Bremsen erlaubt das Betätigen und Lösen der Parkbremse über einen Taster durch den Fahrer oder über eine Betätigungsanforderung durch ein anderes Steuergerät, wenn das Fahrzeug steht
  • Notbremsassistent- Erste Stufe: Notbremsung durch Zusammenwirken mit der Elektronischen Stabilitätskontrolle (ESC). Die Bremsung erfolgt bei Betätigung des EPB Tasters geregelt durch das ESC über alle vier Räder. Zweite Stufe: Im Falle eines Ausfalls der Hydraulik erfolgt die Bremsung ausschließlich über die Parkbremse an der Hinterachse. Um ein Blockieren der Hinterräder zu verhindern und eine stabile Verzögerung zu gewährleisten, überwacht EPB die Raddrehzahlen und regelt die Bremskraft entsprechend radindividuell ein
  • Die Wegrollverhinderung überwacht und steuert die Bremskraft insbesondere bei heißen Bremsen und verhindert so das Wegrollen des Fahrzeugs
  • Der Anfahrassistent unterstützt den Fahrer beim Anfahren am Berg. Er ermittelt aus dem Zusammenspiel von Gaspedal und Kupplung den optimalen Lösezeitpunkt
Integrierte elektronische Parkbremse EPBi
Die integrierte Lösung unterscheidet sich von der konventionellen EPB vorwiegend durch die Systemarchitektur. Die Funktionalität entspricht der EPB und wird vom Fahrer entsprechend gleich erlebt. Bildlich dargestellt ist der Aufbau beider Systeme im Vergleich.
EPB und EPBi erzeugen die erforderliche Bremskraft über zwei in die Hinterachsbremssättel integrierte, elektromechanische Aktuatoren. Betätigt werden diese entweder über einen Taster durch den Fahrer oder automatisch über eine intelligente Regelung. Wird für diese bei der EPB noch ein separates Steuergerät benötigt, integriert EPBi die benötigten, elektronischen Komponenten und die Software in ein bereits bestehendes Steuergerät im Fahrzeug. Damit wird ein Steuergerät im Systemverbund eingespart.
Die größten Vorteile werden hier durch die Integration der EPB in die elektronische Stabilitätskontrolle erzielt. EPB und ESC genügen einerseits vergleichbaren Anforderungen hinsichtlich der Systemsicherheit – bauen also auf ähnlichen Elektronikarchitekturen auf –, andererseits können sich beide Systeme große Teile von Regelungen und Algorithmen zur Fahrzeug- und Bremsenüberwachung teilen. Damit wird ein Maximum an Synergien erzielt, welches sich insbesondere positiv auf die gemeinsame Nutzung von Rechenleistung und Speicherbedarf im Steuergerät auswirkt.
TRW Automotive; Telefon: 0261 895-0;
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