Ladeluftschlauch für Drücke von mehr als 3 bar

Ohne Abstriche

Diese Leitungen für die Turboladekühlung wurden lötfrei entwickelt
Anzeige
Die Anforderungen an Flüssigkeitsleitungen steigen. Umweltfreundlichkeit ohne Abstriche bei Leistung und Komfort – das erwarten die Kunden von den kommenden Automobilgenerationen. Mit neuen Materialien und Fertigungsverfahren treibt man in Hannover den Fortschritt voran. Lesen Sie, wie mit verbesserter Stricktechnik Schläuche höheren Druckbelastungen ausgesetzt werden.

Sowohl beim Turbolader und der Kraftstoffeinspritzung als auch im Kühlkreislauf werden an die Flüssigkeitsleitungen künftig höhere Anforderungen hinsichtlich Druck-, Temperatur- und Medienbeständigkeit gestellt. Für hoch aufgeladene Motoren werden flexible und temperaturbeständige Schläuche benötigt, die für Überdrücke oberhalb von 3 bar geeignet sind – und das bei unterschiedlichen Durchflussmedien. Deshalb hat ContiTech einen Ladeluftschlauch entwickelt, der all diesen Anforderungen gleichermaßen gerecht wird. Dabei können für unterschiedliche Temperaturen unterschiedliche Gestrick- und Kautschukwerkstoffe kombiniert werden.

Gestrick und Stricktechnik
Hightech-Strickschläuche von ContiTech sind mit der E-Klasse von Mercedes-Benz in Serie gegangen. Gestrick und Stricktechnik wurden eigens für den zweistufig aufgeladenen Vierzylinder-Common-Rail-Motor entwickelt. Auch diese Schläuche sind für Druckbelastungen von 3,2 bar ausgelegt, ohne dass Abstriche bei der Kontur gemacht werden mussten. So hergestellte Ladeluftkrümmer sind für Überdrücke oberhalb 3,5 bar vorgesehen. Der Schlauch wurde sogar schon mit 4 bar Überdruck geprüft.
Bei der Herstellung sogenannter Rigid Tubes zur Turboladerschmierung setzt ContiTech auf Robotertechnik. Das Ergebnis sind hohe Qualität, Reinheit, niedrige ppm-Zahlen verbunden mit Kostenvorteilen. Durch eine reduzierte Komplexität sinkt das Fehlerpotenzial, und es müssen weniger Teile vorgehalten werden. Bewegliche Ringstücke erlauben den Toleranzausgleich am Motor ohne das bisher übliche Schlauchstück. Auch das spart Kosten. Für die Turboladerschmierung hat ContiTech zudem Edelstahlwellrohre entwickelt, die sich leichter montieren lassen als die bisherigen Schlauchleitungen. Dennoch nehmen diese thermodynamische Bewegungen und Schwingungen auf.
Lötfreie Entwicklung
Bei der Turboladerkühlung ist es gelungen, Leitungen aus Aluminiumrohren mit Schlauchanteil lötfrei zu entwickeln. Der Wegfall des Lötens bietet einen deutlichen Kostenvorteil, weil die Prozesskette nicht mehr unterbrochen wird. Die Leitungen lassen sich automatisiert fertigen und können so im Wettbewerb mit Niedriglohnstandorten überzeugen. Kraftstoffschläuche von ContiTech Fluid Technology mit großem Volumen dehnen sich bei Druckspitzen aus und dämpfen dadurch die Geräuschentwicklung. Erreicht wird die Dehnfähigkeit über den Festigkeitsträger. Dieser ist flexibel und hält zugleich dem Druck stand. Außerdem werden zur Geräuschdämpfung Flachschläuche angeboten. Diese nehmen ihre runde Form erst unter Druck an. So wird schon vor der Garndehnung eine Dämpfung erzielt.
Auch für Kühlung
Die Schläuche können nicht nur im Kraftstoffbereich eingesetzt werden. Entsprechende Lösungen wurden auch für die Motoröl- und Getriebekühlung entwickelt, außerdem hochvolumige Servoleitungen. Bei den Getriebeölkühlerleitungen sind Kunststoffleitungen auf dem Vormarsch. Sie sind leichter und preisgünstiger als bisherige Elastomerverbindungen. Die Hannoveraner bietet sowohl ein- als auch mehrlagige Lösungen. Die mehrlagige mit extrudiertem Kunststoffrohr, Haftvermittler und aufextrudierter Außenschicht bietet nahezu die gleiche Flexibiltät wie ein Elastomerschlauch. Mit Schlauchsystemen für den Kühlkreislauf in Brennstoffzellenfahrzeugen hat ContiTech Fluid Automotive ein weiteres Zukunftsprodukt entwickelt. Sie sind beständig in hochreinem Kühlwasser, um die Funktionsfähigkeit der Brennstoffzellen nicht zu gefährden. Dazu musste neben Neuentwicklung der Mischung zusätzlich noch das Mischungsfelltrennmittel und bei der Extrusion das Rohlingstrennmittel entfallen. Auch bei der Vulkanisation sind besondere Bedingungen notwendig.
Contitech; Telefon: 0511 938-1304;
Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Titelbild AutomobilKONSTRUKTION S5
Ausgabe
S5.2019
LESEN
ARCHIV
ABO

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Whitepaper aller unserer Industrieseiten

Video-Tipps

Unser aktueller Video-Tipp: 100 Jahre BMW

Weiterbildung

Weiterbildungsangebote für den Konstruktions- und Entwicklungsingenieur

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de