Neuer Automobilstahl für Crashbauteile

15 Prozent leichter

Der Stahl DP1000HY kommt bei der Herstellung von Crashbauteilen für Fahrzeuge zum Einsatz. Hier in blau hervorgehoben A- und B-Säulenverstärkungen, Türschwellen und Querträger Bild: Tata Steel
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Als einer der ersten seiner Art vereint der ultra-hochfeste Stahl DP1000HY-GI von Tata Steel hohe Festigkeit mit guter Umformbarkeit. Damit lassen sich Gewichtseinsparungen von bis zu 15 % erreichen, ohne dass dazu der Verarbeitungsprozess angepasst werden muss.

Der Autor: Sander Heinhuis, Marketing Manager Automotive, Tata Steel, Velsen-Noord, Niederlande

Tata Steel, Europas zweitgrößter Stahlhersteller, hat mit DP1000HY-GI einen neuen Dual-Phasen-Stahl auf den Markt gebracht, der den steigenden Bedarf der Automobilindustrie nach festeren und leichteren Stählen bedient. Im Markennamen DP1000HY-GI steht DP für Dual-Phase, die englische Bezeichnung für Zweiphasen-Stahl. Dieser Zweiphasen-Stahl besteht aus einer ferritischen und einer martensitischen Gitterstruktur. Die Zahl 1000 bezieht sich auf die Zugfestigkeit von 1000 MPa und HY steht für „High yield“ und gibt einen Hinweis auf die hohe Streckgrenze des Stahls. GI dient als Hinweis auf die abschließende Zinkbeschichtung.
Hohe Festigkeit und gute Umformbarkeit
Durch seine hohe Streckgrenze hält DP1000HY höheren Belastungen im Umformprozess stand und kann so mehr Aufprallenenergie absorbieren. Aufgrund seiner Eigenschaften bezüglich der Umformbarkeit können auch komplexe Formen abgebildet werden. Damit eignet sich der Stahl für die Herstellung von Crashbauteilen wie A- und B-Säulenverstärkungen, Türschwellen, Türrahmen und Querträger. Entwickler benötigen aufgrund seiner hohen Festigkeit außerdem weniger Material für die Herstellung eines Bauteils und können so dessen Gewicht je nach zu ersetzender Stahlgüte zwischen 8 und 15 % verringern.
Zur Steigerung der Festigkeit und Härtbarkeit enthält DP1000HY Kohlenstoff und Mangan. Bei der Entwicklung des neuen Stahls war darüber hinaus entscheidend, dass Anwender ihre bestehenden Anlagen zur Verarbeitung des Stahls nicht anpassen müssen. Um dies zu gewährleisten, arbeitete Tata Steel eng mit Kunden bei der Bestimmung einer geeigneten chemischen Zusammensetzung zusammen.
Crash-Schutz im Einklang mit VDA-Richtlinien
Um die stringenten Sicherheitsstandards zu erfüllen, die weltweit von Fahrzeugherstellern gefordert werden, entwickelte Tata Steel den Stahl speziell nach den Anforderungen des Verbands der deutschen Automobilindustrie (VDA). „Die Sicherheit von Fahrzeuginsassen hat den wichtigsten Stellenwert bei der Entwicklung eines Fahrzeugs. Hersteller stehen gleichzeitig unter dem steigenden Druck, ihre CO2 Emissionen zu reduzieren. Der Einsatz leichter Materialien ist für sie daher von zentraler Bedeutung“, erklärt Sander Heinhuis, European Marketing Manager Automotive bei Tata Steel. „Bei der Entwicklung von DP1000HY haben wir hohe Dehnbarkeit mit hoher Zugfestigkeit und guter Umformbarkeit vereint. Wir geben Fahrzeugherstellern damit die Möglichkeit, das Gewicht durch dünnere Stähle zu verringern, die gleichzeitig einen eindrucksvollen Crash-Schutz bieten.“
Der Stahl ist in unterschiedlichen Abmessungen erhältlich: mit Dicken bis zu 2 mm und Breiten bis zu 1400 mm. Durch eine abschließende feuerverzinkte Beschichtung bietet das Produkt einen guten Korrosionsschutz und macht es zu einer kostengünstigen Lösung für die Karosseriestruktur. Tata Steel hat im Juni mit der Produktion von DP1000HY begonnen und bedient Anfragen von neuen und bestehenden Kunden über sein Werk in IJmuiden in den Niederlanden. Durch die neue Stahlgüte erweitert das Unternehmen sein Dual-Phasen-Portfolio und bietet Stähle in drei Zugfestigkeitsstufen mit 600, 800 und 1000 MPa.
Tata Steel, Tel.: +31 251 496336
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