Co-Simulationstool ICOS 2.0 beschleunigt Fahrzeugentwicklung

Simulationswelten rücken enger zusammen

Die unabhängige Co-Simulations-Plattform ICOS des Virtual Vehicle Forschungszentrums ermöglicht es, verschiedene gängige Simulationswerkzeuge zu integrieren, zu koppeln und zu synchronisieren
Anzeige
Von der Batterie über thermische oder elektrische Netzwerke bis hin zu Antriebsstrang oder Fahrdynamik – durch die umfassende Weiterentwicklung der erfolgreichen Co-Simulationsplattform ICOS des Virtuel Vehicle Forschungszentrums können Fahrzeugentwickler Simulationsmodelle aus unterschiedlichen Fachbereichen nun umfassender und effizienter miteinander verknüpfen.

Die rasche, ressourcen- und kostensparende Entwicklung nachhaltiger, effizienter und umweltschonender Fahrzeuge ist nur durch den Einsatz von hoch spezialisierten Simulationsprogrammen machbar. Besonders die hohe Anzahl an Gesamtfahrzeug-Hardware-Prototypen treibt Entwicklungszeit und -kosten stark nach oben. Das Problem: Für jede der technologischen Teilbereiche und Komponenten eines Fahrzeugs existiert eine Vielzahl von Hard- und Software-Tools, die sich nur eingeschränkt bis gar nicht miteinander verknüpfen lassen. Das Vernetzen und Verstehen verschiedener notwendiger Simulationen ermöglicht es, teure Hardware-Prototypen zu reduzieren. Denn nur dadurch können die immer komplexeren Komponenten und Teilsysteme eines Fahrzeugs schon frühzeitig in der Entwicklung entworfen und überprüft werden.
Die unabhängige Co-Simulations-Plattform ICOS (Independent Co-Simulation) des Virtual Vehicle Forschungszentrums ermöglicht genau das: verschiedene gängige Simulationswerkzeuge zu integrieren, zu koppeln und vor allem zu synchronisieren. Konkrete Beispiele in der Anwendung von ICOS wie die Optimierung der Lebensdauer von Batterien in Hybrid-Fahrzeugen oder in der Analyse von integralen Sicherheitssystemen erzielen deutliche Einsparungen in Bezug auf Entwicklungszeit und Entwicklungskosten von Fahrzeugen.
Die aktuellten Erkenntnisse aus der laufenden Forschung und Entwicklung neuer Möglichkeiten der Simulation komplexer, dynamischer Systeme werden nun in der Version 2.0 berücksichtigt. Dr. Josef Zehetner, Leiter der Forschungsgruppe Co-Simulation, erklärt die wesentlichen Neuerungen: „Mit den von Martin Benedikt im Rahmen seiner Dissertation am
Virtual Vehicle entwickelten neuartigen Kopplungsalgorithmen ermöglicht ICOS als erste Co-Simulationsplattform die Kompensation der Fehler, welche systemimmanent durch die nichtiterative Co-Simulation entstehen. Somit können erstmals exakte Simulationsergebnisse erzielt werden – auch mit Co-Simulation. Im Besonderen lassen sich nun Modelle und Systeme mit unterschiedlicher Dynamik koppeln, wobei vor allem die robuste Co-Simulation von hochdynamischen Prozessen (z.B. Adams Fzg.Modell + Matlab Regler) die Zuverlässigkeit der Ergebnisse nochmals deutlich erhöht.“ Auch die Handhabung und Konfiguration wurde durch eine neue Benutzeroberfläche und einen übersichtlichen Co-Simulations-Workflow weiter verbessert. Die Erstellung der Co-Simulationsmodelle auf Basis einer umfangreichen Modellbibliothek und sowie von Systemmodellen mittels ICOS ist nun ebenso möglich wie die Anbindung von 16 verschiedenen Simulationswerkzeugen, entweder direkt am lokalen Rechner oder über das Netzwerk, wobei auch Rechenclustern eingebunden werden können.
Dr. Jost Bernasch, Geschäftsführer des Virtual Vehicle, bringt die Vorteile auf den Punkt: „Der Einsatz von Simulationen bringt einen entscheidenden Kosten- und Zeitvorteil, setzt jedoch auch ein Verständnis des Gesamtfahrzeuges voraus. Das Verknüpfen und Verstehen verschiedener notwendiger Simulationen hat sich als „Königsklasse“ der virtuellen Entwicklung herausgestellt, und ermöglicht es, teure Hardware-Prototypen zu reduzieren. In dieser Königsklasse der Entwicklung hat es sich in den letzten Jahren erfolgreich an der Spitze etabliert und arbeitet daran, seinen Vorsprung weiter auszubauen.“
Prof. Hermann Steffan, wissenschaftlicher Leiter des Virtual Vehicle: „Wir erzielen durch Simulation eine Reduktion der Entwicklungszeit und Entwicklungskosten und können teure Prototypen vermeiden. Die übergreifenden Fragen in der Simulation beantwortet das Tool stets mit dem Gesamtfahrzeugverständnis im Hinterkopf.“
Virtual Vehicle Kompetenzzentrum (ViF); Telefon: +43 (0)316 8739001; E-Mail: wolfgang.wach mann@v2c2.at
Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Whitepaper aller unserer Industrieseiten

Video-Tipps

Unser aktueller Video-Tipp: 100 Jahre BMW

Weiterbildung

Weiterbildungsangebote für den Konstruktions- und Entwicklungsingenieur

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de