Schaeffler erhält Stahl-Innovationspreis 2012 für das Fliehkraftpendel

Reduzierung von CO2-Emissionen

Zweimassenschwungrad mit Fliehkraftpendel
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Schaeffler erhält den Stahl-Innovationspreis 2012 in der Kategorie „Produkte aus Stahl“ für das Fliehkraftpendel. Seit mehr als 20 Jahren werden von dem Stahl-Informations-Zentrum alle drei Jahre herausragende Produktinnovationen aus Stahl mit dem Stahl-Innovationspreis ausgezeichnet.

Diesmal richtete sich der Blick der Fachjury auf das von der Schaeffler-Marke LuK entwickelte Fliehkraftpendel, das bereits in verschiedenen modernen und effizienten Automobilen mit Verbrennungsmotoren zum Einsatz kommt. Dr. Wolfgang Reik, verantwortlich für die Automotive-Vorentwicklung bei der Schaeffler Gruppe und die Entwicklung bei der Schaeffler-Marke LuK, nahm die Auszeichnung entgegen. „Mit der Integration eines Fliehkraftpendels in das Zweimassen-Schwungrad (ZMS) ist Schaeffler ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Schwingungsdämpfung gelungen. Diese Innovation trägt zu signifikanten Komfort-, Verbrauchs- und Emissionsverbesserungen bei“, erklärt Dr. Wolfgang Reik. „Downsizing und Downspeeding sind zwei Ansätze, um den Kraftstoffverbrauch im Verbrennungsmotor zu reduzieren. Der Trend geht zu Motoren mit geringerer Anzahl von Zylindern und auch die Absenkung des Drehzahlniveaus steht bei den Entwicklern im Focus. Das führt indes zu einer höheren Drehungleichförmigkeit, die wiederum neue Dämpfungskonzepte nötig macht. Hier ist das Fliehkraftpendel eine innovative Schlüsseltechnologie, um die Schwingungsprobleme bei niedrigen Drehzahlen zu bewältigen. Die Auszeichnung des Fliehkraftpendels verdeutlicht den Stellenwert innovativer Detailarbeit und des Produktions-Know-hows von Schaeffler. Sie ist uns zugleich eine wertvolle Bestätigung unserer – von den Kunden höchst geschätzten – Innovationskraft.“
Beim Einsatz eines Fliehkraftpendels kann der herkömmliche ZMS-Innendämpfer entfallen. Der drehzahladaptive Tilger ohne feste Eigenfrequenz wird dabei am Flansch des ZMS montiert. Die effektive Steifigkeit des Pendels wird im Betrieb mittels Fliehkraft erzeugt. Die effiziente Tilgung der ausgewählten Anregungsordnung – zum Beispiel der Zündfrequenz des Motors – kann somit durch entsprechende Abstimmung erfolgen. Dabei genügen bereits relativ geringe Pendelmassen, um Schwingungen am Getriebe um weitere 70 Prozent zu reduzieren. Die Grundisolation der Schwingungen wird weiterhin durch das Feder-Masse-System des ZMS ausgeführt. Insgesamt ergeben sich damit Isolationsgrade von bis über 90 Prozent.
Seine Premiere feierte das Zweimassen-Schwungrad mit Fliehkraftpendel übrigens 2008 mit Markteinführung des BMW 320 d Efficient Dynamics Edition, der mit einem bis dato ungekannten Laufkomfort auch beim Fahren auf niedrigstem Drehzahlniveau aufwartet. Mittlerweile ist die LuK-Produktpalette auch um Drehmomentwandler mit Fliehkraftpendel erweitert. Damit hat diese Produktinnovation zur Minderung der Schwingungen im Antriebsstrang – und somit zur verbrauchs- und emissionssenkenden Drehzahlreduktion – auch den Weg in Fahrzeuge mit wandlergesteuerten Automatikgetrieben gefunden.
Schaeffler, 09132 82-7557, joerg-wlz@schaeffler.com
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