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VW und BMW innovativste Automobilhersteller 2012

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VW und BMW innovativste Automobilhersteller 2012

von links: Prof. Dr. Stefan Bratzel, Center of Automotive Management; Prof. Dr. Jürgen Leohold, VW Leiter Konzernforschung; Dr. Heinz-Jakob Neußer, VW Leiter Volkswagen Aggregateentwicklung; Felix Kuhnert, PwC Partner und Leiter Automotive Deutschland und Europa; Dr. Roman Schindlmaister, Audi Leiter Fahrzeugkonzepte; Toshiaki Yasuda, Präsident Toyota Deutschland; Dr. Michael Würtenberger, BMW Leiter Connected Drive; Bill McAndrews, BMW Leiter Unternehmenskommunikation; Dr. Christoph Skudelny, PwC Partner und Geschäftsführer PricewaterhouseCoopers PRTM Management Consultants GmbH
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Der „Automotive-Innovations-Award 2012“ in der Kategorie „Innovationsstärkster Automobilkonzern“ geht an Volkswagen. Der Wolfsburger Konzern überzeugte unter anderem durch Anzahl, Qualität und Reifegrad der gezeigten Neuerungen. Im Wettbewerb „Innovationsstärkste Marke“ setzt sich dagegen BMW durch.

Entscheidungsgrundlage für den diesen Award ist eine Studie auf Basis der Innovationsdatenbank des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach. Im siebten Jahr in Folge werden sämtliche fahrzeugtechnischen Innovationen von 20 globalen Automobilkonzernen mit 54 Marken systematisch erhoben und nach quantitativen und qualitativen Kriterien bewertet. Als Innovationen gelten Neuerungen, die einen spürbaren zusätzlichen Kundennutzen bieten. Außerdem müssen die Neuerungen bereits verfügbar oder zumindest in entwickelten Prototypen vorgestellt worden sein. Im Jahr 2011 gingen insgesamt 955 Innovationen der Automobilhersteller in die Bewertung ein.
Deutsche Automobilkonzerne haben die Nase vorn
Der Automotive-Innovations-Award wird erstmals vom Center of Automotive Management gemeinsam mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in sieben Kategorien vergeben: Innovationsstärkster Automobilkonzern, Innovationsstärkste Automobilmarke, Konventionelle Antriebe, Alternative Antriebe, Sicherheitssysteme, Vernetztes Fahrzeug und Fahrzeugkonzepte.
„Die deutschen Automobilkonzerne haben im Vergleich mit dem Wettbewerb ihre Position als Innovationsführer deutlich ausgebaut“, erläutert Prof. Dr. Stefan Bratzel vom CAM. „Eine hohe Innovationskraft ist insbesondere in Zeiten eines technologischen Paradigmenwechsel eine wichtige Voraussetzung für zukünftiges profitables Wachstum. 2013 werden wir erstmals auch Automobilzulieferer in die Analyse einbeziehen, um zu sehen, wer dort für sich die Innovationsführerschaft behauptet.“
In der Rangliste der innovationsstärksten Konzerne im Jahr 2012 befinden sich erstmals seit Beginn der Studienreihe im Jahr 2005 auf den ersten drei Plätzen ausschließlich deutsche Automobilkonzerne. Volkswagen landet mit 125 Indexpunkten knapp vor der BMW Group auf Rang 2 mit 119 Punkten gefolgt vom Daimler Konzern auf Rang 3 mit 108 Punkten.
Auch im Vergleich von 54 Automobilmarken sind deutsche Hersteller vorn. Unter den fünf innovationsstärksten Marken befinden sich drei aus Deutschland: BMW, Vorjahresdritter, landet mit 110 Indexpunkten vor dem Vorjahressieger, Mercedes (98 Punkte). Rang 3 belegt Ford und auf den Rängen 4 und 5 folgen Toyota und die Marke Volkswagen. Damit meldet sich im Vergleich zum Vorjahr Toyota wieder in den Kreis der innovationsstärksten Hersteller der Welt zurück.
Toyota fährt bei alternativen Antrieben voraus
Der Innovationspreis in der Kategorie „Alternative Antriebe“ geht 2012 an den Toyota-Konzern. Dabei punktet Toyota insbesondere dank der Seriennähe der Innovationen: So sollen noch in diesem Jahr ein Kleinwagen sowie ein SUV (Sport Utility Vehicle) mit reinem Elektroantrieb auf den Markt kommen.
In der Kategorie „Konventionelle Antriebe“ erreichte wiederum Volkswagen den Spitzenplatz. Der Konzern führte nicht nur die meisten Innovationen ein, sondern realisierte auch erhebliche Effizienzgewinne, beispielsweise durch den Einsatz neuer Motoren mit Zylinderabschaltung und Start-Stopp-Automatik. Eine erhebliche Zunahme der Innovationsaktivitäten ist mit 379 Innovationen allein im Technologiefeld Antrieb festzustellen (Vorjahr: 294 Neuerungen). Die Hersteller reagieren damit sowohl auf Kundenwünsche nach Fahrzeugen mit niedrigeren Verbräuchen und versuchen sich für bevorstehende Regulierungen im Umweltbereich zu wappnen. Neben neuen alternativen Antriebskonzepten entfällt ein Großteil der Innovationen auf Maßnahmen zur Effizienzsteigerung von konventionellen Benzin- und Dieselmotoren, wobei Start-Stopp-Systeme bei fast allen Herstellern eine wichtige Rolle spielen.
Volkswagen bei Fahrzeugkonzepten vorne
Auch im Bereich „Fahrzeugkonzepte“ setzte sich Volkswagen als innovativster Konzern durch. Darunter werden etwa völlig neue Arten von Fahrzeugen oder neuartige Karosseriekonzepte gefasst. Die Volkswagengruppe punktet etwa mit Studien wie dem Audi Urban Concept oder etwa dem VW Nils, die exemplarisch für die City-Mobilität der Zukunft stehen.
Die BMW AG erhielt sowohl in den Kategorien „Sicherheitssysteme“ als auch „Vernetztes Fahrzeug“ die beste Bewertung. Beispielsweise ist die Entwicklung eines Glättesensors hervorzuheben – dieser erkennt vereiste oder verschmierte Fahrbahnabschnitte frühzeitig und leitet die Informationen an Fahrer und elektronische Assistenzsysteme weiter. Die Zahl der Innovationen im Bereich Vernetztes Fahrzeug steigt von 203 in 2010 auf 345 Innovationen im Jahr 2011. Darunter fallen Innovationen im Bereich Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme, Informations- und Telematiksysteme sowie Bedien- und Anzeigekonzepte.
„Die Spitzenpositionierungen deutscher Hersteller in sechs der sieben Preiskategorien unterstreichen die technologische Kompetenz und Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie. Allerdings ist der Vorsprung insbesondere vor japanischen und koreanischen Autoherstellern teilweise knapp. Es bleibt daher nicht viel Zeit, die Innovationsführerschaft in Markterfolge umzusetzen“, kommentiert Felix Kuhnert, Leiter des Bereiches Automobilindustrie von PwC in Deutschland und Europa.
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