Branchengipfel der Automobilzulieferindustrie

IZB schließt mit Rekordergebnis

Die 7. Internationale Zuliefererbörse in Wolfsburg zog zahlreiche Fachbesucher an
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Ein Plus bei Fachbesuchern und Ausstellern, gute Geschäftsabschlüsse und eine erneut hohe internationale Beteiligung – die 7. Internationale Zuliefererbörse (IZB) in Wolfsburg hat ihre Position als Kommunikations- und Businessplattform der Automobilzulieferindustrie gefestigt. 49.000 Besucher verzeichnete der Veranstalter Wolfsburg AG. Die 776 Aussteller aus 28 Nationen, darunter die diesjährigen Partnerländer Argentinien und Brasilien, zeigten sich sehr zufrieden. Hochkarätig besetzte Delegationen aus Wirtschaft, Politik und Verbänden besuchten die Messe. Mit dieser durchweg positiven Bilanz schloss die europaweit führende Leistungsschau der Automobilzulieferbranche.

„Nach 2010 stieg in diesem Jahr die Wertigkeit der ausgestellten Produkte und die Internationalität der Aussteller und Gäste nochmal deutlich“, resümierte Thomas Krause, Vorstand der Wolfsburg AG, in seiner Messebilanz und zielte damit auch auf die hohe Dichte von Entscheidern aus aller Welt, die an den Ständen der Zulieferer oder als Besucher zugegen waren.

„Dass acht der zehn weltweit umsatzstärksten Automobilzulieferer hier auf der IZB ausgestellt haben, zeigt in beeindruckender Weise den Stellenwert der Messe für die Branche“, ergänzte Stephan Böddeker, IZB-Projektleiter der als Veranstalter agierenden Wolfsburg AG. Für über 90 % der Aussteller ist der Messestandort Wolfsburg wichtig oder sehr wichtig für ihre Entscheidung zur Messeteilnahme. Drei Viertel der Unternehmen sind mit Vertretern ihrer Unternehmensleitung vor Ort. Nach den Messetagen fahren mehr als 90 % der Aussteller mit einem sehr guten oder guten Gesamteindruck von der IZB nach Hause. Ein Fünftel der rund 49.000 Besucher kamen aus dem Ausland.
Thomas Aurich, Leiter Unternehmenskommunikation Delphi Deutschland GmbH: „Die IZB ist eine ganz wichtige Messe für uns. Wir fühlen uns hier gut aufgehoben als Zulieferer und als Partner des Volkswagen Konzerns. Aus diesem partnerschaftlichen Verständnis heraus haben wir anders als auf anderen Messen hier eine Lounge eingerichtet, wo Gespräche auf wichtiger Ebene geführt werden können. Mit dem Messe-Fernsehen bekommen wir hier eine hohe Awareness. Gleichzeitig unterstreichen wir mit den Interviews, die wir hier unter anderem auch mit unseren südamerikanischen Top-Managern führen, die Bedeutung, die wir der Messe und deren Partnerländern beimessen.“ In der Delphi-Lounge war auch das Messe-Fernsehstudio eingerichtet.
Enno Pflug, External Communications, Continental Interior Division: „Die diesjährige IZB hat erneut die wachsende Bedeutung dieser speziell auf die Zulieferer zugeschnittenen Messe bestätigt. Gerade die Integration international relevanter Themen bringt einen deutlichen Mehrwert. Der direkte Austausch mit dem Fachpublikum zeichnet die Veranstaltung in Wolfsburg aus.“
Neben den wichtigsten Zulieferern waren auch Vertreter fast aller großen Fahrzeughersteller nach Wolfsburg gekommen, um sich über Trends und Neuheiten zu informieren. Aber auch Start-ups nutzten die Chance, sich auf der IZB der Welt vorzustellen. So wie die israelische Arilou Information Security Technologies LTD, die mit einem Schutz vor Cyber Attacken eine der insgesamt 14 Weltpremieren auf der IZB präsentierte. So äußerte sich Ziv Levi, CTO und Gründer des Unternehmens: „Als Start-up-Unternehmen versuchen wir hier die richtigen Kontakte zu knüpfen um zukünftig als Hersteller und Zulieferer von völlig neuen Sicherheitssystemen für die Automobilindustrie tätig zu werden. Die IZB ist eine interessante und gut organisierte Messe, die uns die Möglichkeit gibt, Markt und Mitbewerber besser kennenzulernen.“
Nachhaltige Produktion, alternative Antriebe und Werkstoffe sowie „das vernetzte Fahrzeug“ waren die zentralen Themen der IZB, die an den Ständen der Messe und auf vielen Foren und Kongressen des Rahmenprogramms diskutiert wurden. Karosserie- und Interieurbauteile aus nachwachsenden Rohstoffen, Leichtbauträger, die eine Gewichtsersparnis von bis zu 40 % ermöglichen, neue Range-Extender zum Wiederaufladen von E-Fahrzeug-Batterien während der Fahrt. Diese und zahlreiche weitere Entwicklungen zeigten die Innovationskraft der Branche.
Partnerländer Argentinien und Brasilien
Viel Gesprächsbedarf gab es auch an den über 60 Ausstellerständen der diesjährigen IZB-Partnerländer Argentinien und Brasilien. Beide Nationen sind wichtige Wachstumsmärkte mit steigenden Einkommen und wachsender Konsumneigung. Insbesondere für die Automobilindustrie sind die Prognosen optimistisch. Entsprechend hoch war das Interesse europäischer Zulieferunternehmen an den Rahmenbedingungen für ein Engagement in Südamerika.
Juan Manuel Becerra, Commercial Manager, Industria del Plastico y Metallurgica Albano Cozzuol S. A.: „Ich bin sehr von der Größe, der Anzahl der Aussteller und Besucher der Messe beeindruckt. Die IZB gibt uns Gelegenheit, unsere bereits sehr guten Beziehungen zu unserem Kunden Volkswagen weiter zu intensivieren und neue Kontakte zu knüpfen. Darüber hinaus möchten wir uns in Deutschland bekannt machen und zeigen, dass argentinische Zulieferer deutschen Unternehmen in nichts nachstehen.“
Jürgen F. W. Schwan, Sales & Marketing Director Europe WHB Foundry S. A.: „Ich finde es sehr gut, dass man sich hier in diesem Rahmen präsentieren kann. Und natürlich hat mir gefallen, dass sich während der VIP-Tour auf unserem Stand bereits spürbar Anknüpfungspunkte ergeben haben. In Brasilien sind wir mit unseren Powertrain-Parts Marktführer und Volkswagen ist dort mit einem Anteil von 25 % unser größter Kunde. Unser Hauptanliegen ist – und deshalb sind wir hier: Wir wollen nach Europa exportieren.“
Die Region zeigte ihre Kompetenz
Mit 80 ausstellenden Unternehmen präsentierte sich Niedersachsen als Wirtschaftsstandort für die Automobilindustrie. „Das Automotive Cluster und die Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen der Metropolregion haben mit ihrer Kompetenz auf der IZB Maßstäbe gesetzt“, ergänzte Krause auch mit Blick auf die 30 Wolfsburger und zehn Braunschweiger Firmen, die auf der Messe ihre Neuheiten präsentierten. „Die Zulieferindustrie der Region hat ihre Leistungsfähigkeit erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt und baut ihre Führungsposition in der Branche noch weiter aus.“ Für Südostniedersachsen ist die Internationale Zuliefererbörse alle zwei Jahre ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. „Wir gehen von einer Wertschöpfung in Höhe von rund 15 Millionen Euro bei den beteiligten Dienstleistern, Hotels, Messebauern und Gastronomen aus“, sagte Krause.
Der Wolfsburger IT-Dienstleister H&D International Group gab mit seiner Standpräsentation „Discover the Future Workplace“ einen Einblick in die Arbeitswelt von morgen und zeigte Lösungen, die eine unternehmensweite Kommunikation ohne Grenzen ermöglichen. Wolfgang-Joachim Schmälzle, Geschäftsführer H&D International Group: „Für uns ist diese Messe traditionell sehr wichtig, weil wir als IT-Dienstleister hier unsere langjährigen Kontakte zur Forschung und Entwicklung von Volkswagen pflegen. Die Messe, die von der Wolfsburg AG hervorragend organisiert wird, ist mehr als nur eine Plattform für Trends und Innovationen – sie hat sich zu einem unverzichtbaren Branchen- und Networkingtreff etabliert.“
Mit der ATOS ScanBox zeigte die Braunschweiger Gesellschaft für Optische Messtechnik mbh, GOM, eine neue Komplettlösung zur automatisierten Form- und Maßanalyse. GOM Product Manager Jan Thesing: „Wir sind schon seit der ersten IZB mit dabei und haben hautnah miterlebt, wie die Messe an Größe und Relevanz gewonnen hat. Sie gibt uns die Möglichkeit sehr nah am Werk zu sein. So können wir unsere Kontakte zu unserem Kunden Volkswagen pflegen, wie auch zu anderen Firmen aus der Region.“
Den Jobbörsentag, der bereits zum 4. Mal stattfand, nutzten mehr als 1500 Studenten, Absolventen und Young Professionals, um sich bei den Personalverantwortlichen der nationalen und internationalen Aussteller nach Praktikumsplätzen, Einstiegs-, Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu erkundigen. Auch der Bewerbungsmappen-Check, den die Wolfsburg AG in diesem Jahr wieder kostenlos anbot, erfreute sich einer großen Nachfrage.
Lange im Vorfeld ausgebucht war mit über 200 Teilnehmern der Internationale Automobilkongress Argentinien/Brasilien, der die aktuellen strategischen Herausforderungen in Südamerika, Konzepte und Lösungsansätze erfolgreicher Automobilhersteller und Zulieferer vor Ort sowie Perspektiven für eine nachhaltige Mobilität auf dem südamerikanischen Automobilmarkt thematisierte. Diese Veranstaltung war der Auftakt zu einem hochkarätig besetzten Rahmenprogramm aus Kongressen, Tagungen und Meetings, das die IZB begleitete.
Die 8. Internationale Zuliefererbörse wird im Herbst 2014 in Wolfsburg erneut ihre Tore für die internationale Automobilzulieferindustrie öffnen.
Wolfsburg AG, Tel.: 05361 897-1312, E-Mail: izb@wolfsburg-ag.com
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