Elektromobilität: Continental präsentiert AllCharge-Lösung Fit für jede Ladetechnik - AutomobilKONSTRUKTION

Elektromobilität: Continental präsentiert AllCharge-Lösung

Fit für jede Ladetechnik

Das bidirektionale AllCharge System eröffnet völlig neue Nutzungsmöglichkeiten für die in der Fahrzeugbatterie gespeicherte Energiemenge, beispielsweise am Campingplatz Bild: Continental
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Einen Weg aus der uneinheitlichen Ladeinfrastruktur für Elektroautos zeigt Continental auf seiner Tech Show im Juni und zur IAA 2017 im September. Der Grundgedanke ist einfach: Anstelle zusätzliche Ladetechnik für die unterschiedlichen Arten von Ladestationen ins Auto zu packen, macht Continental den elektrischen Antriebsstrang selbst zum Ladegerät.

Dabei wird aus den Komponenten (Elektromotor und Inverter: Wandler, der zwischen Gleich- und Wechselstrom hin und her wandelt) eines konventionellen elektrischen Antriebs ein komplettes Ladesystem – das sogenannte AllCharge-Ladesystem. Alle dafür notwendigen Fähigkeiten besitzen die beteiligten Komponenten bereits, denn auch innerhalb des elektrischen Antriebsstrangs wird ständig zwischen Gleich- und Wechselstrom verschiedener Spannungslagen hin und her gewandelt. Diese Eigenschaft nutzt Continental nun, um damit die Anforderungen unterschiedlicher Ladetechniken im Fahrzeug abzudecken.
So kann der Fahrer nicht nur an jeder im Moment im Einsatz befindlichen Ladestation vorfahren und mit bis zu 800 V und bis zu 350 kW Ladeleistung „tanken“ – er hat bei Bedarf im Fahrzeug 230 V Wechselstrom zur Verfügung. Mit seiner Vehicle-2-Device Technologie kann das AllCharge-System mobile elektrische Geräte wie Laptop, Kühlschrank oder Bohrmaschine aus der Fahrzeugbatterie mit Strom versorgen.
„Heute steht der Fahrer eines Elektroautos oft vor der falschen Ladesäule und kann nicht so schnell laden, wie er möchte“, erklärt Dr. Oliver Maiwald, Leiter Technology & Innovation Division Powertrain bei Continental. Mit dem AllCharge-Antrieb müsse er sich um die Ladetechnik keine Gedanken mehr machen. Sein Fahrzeug sei auf alles vorbereitet, von einphasigem über das dreiphasige AC-Laden bis zum schnellen DC-Laden. „Der größte Vorteil des Systems macht sich bei urbanen AC-Ladestationen bemerkbar, hier ist ein bis zu 12-mal schnelleres Laden als heute möglich“, ergänzt Maiwald.
Das Nachladen einer Fahrzeugbatterie ist derzeit noch nicht so praktikabel, wie man sich das im Alltag wünschen würde: Entweder kann die Ladestation nur langsames, einphasiges Wechselstromladen (AC-Laden) oder die Ladestation bietet vielleicht schnelles DC-Laden (Gleichstromladen) – aber das Fahrzeug hat nicht die entsprechende Technologie zum DC-Laden.
Fünf Minuten Ladezeit für bis zu 150 km Reichweite
Von einem einzigen Kabelanschluss am Fahrzeug aus führen zwei Strompfade zur Batterie: Entweder fließt Wechselstrom von der Ladesäule durch den Elektromotor zum Inverter, wo er in Gleichstrom gewandelt wird, der weiter zur Batterie fließt; oder Gleichstrom von der Ladesäule fließt direkt durch den DC/DC-Wandler zur Batterie. Egal, welche Ladetechnik angezapft wird, kann das AllCharge-System bis zu 800 V Spannung und Leistungen von derzeit 150 kW und perspektivisch bis zu 350 kW für Premiumanwendungen annehmen. „350 kW DC-Ladeleistung bringen immerhin rund 150 km Reichweite in fünf Minuten Ladezeit“, sagt Dr. Martin Brüll, verantwortlicher Experte für das neue Ladesystem bei Continental. „Das zeigt, was mit unserem Ladesystem zukünftig möglich ist.“
Direkt zum Erklärfilm „Schnell und einfach Strom tanken“: http://hier.pro/71gih
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