VDI-Kongress Kunststoffe im Automobilbau: 13./14.3.2013 Leichtbau durch Kunststoff - AutomobilKONSTRUKTION

VDI-Kongress Kunststoffe im Automobilbau: 13./14.3.2013

Leichtbau durch Kunststoff

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Im nachfolgenden Interview mit Prof. Rudolf C. Stauber, Fraunhofer-Institut für Silicatforschung, wird auf die Schwerpunkte des diesjährigen Kongresses eingegangen. Außerdem nimmt Prof.Stauber Stellung zu der Frage, wo deutsche Unternehmen im Vergleich zur internationalen Konkurrenz stehen.

AutomobilKONSTRUKTION: Wo steht der Bereich Kunststoffe im Automobilbau aktuell?

Stauber: Kunststoffe sind heute bewährte und etablierte Konstruktionswerkstoffe in allen Teilbereichen von modernen Pkws und Nutzfahrzeugen. Kunststoffe unterstützen gezielt den automobiltechnischen Leichtbau und die Energieeffizienz von Kraftfahrzeugen und ermöglichen exzellentes Crashverhalten von Fahrzeugen und Fußgängerschutz. Darüber hinaus sorgen sie für bestmögliche Aerodynamik und unterstützen modernes Design im Exterieur und Interieur. Die Hochwertigkeit von Fahrzeuginnenräumen wird ganz wesentlich durch innovative Kunststoffe und Kunststofftechnologien beeinflusst. Darüber hinaus ermöglichen Kunststoffe in vielen Fällen besonders wirtschaftliche Bauteilkonzepte und technische Lösungen.
AutomobilKONSTRUKTION: Wo liegen die aktuellen Herausforderungen des Marktes? Auf welche künftigen Entwicklungen müssen Hersteller und Zulieferer reagieren?
Stauber: Die deutsche Automobilindustrie ist national und international erfolgreich und ausgesprochen wettbewerbsfähig. Verantwortlich dafür sind innovative Fahrzeugkonzepte, die wiederum durch die geeigneten Werkstoffkonzepte und damit auch Kunststoffkonzepte unterstützt und ermöglicht werden. Der Standort Deutschland ist auch deshalb einzigartig, weil die komplette Wertschöpfungskette vom Rohstoff (Kunststoffindustrie) über Hersteller von Kunststoffverarbeitungsmaschinen und den Zulieferern bis hin zu den Fahrzeugherstellern vorhanden ist. Daraus resultieren die bestmögliche Bündelung von Ingenieurkapazitäten und kurze Entscheidungswege.
AutomobilKONSTRUKTION: Welche Rolle spielen deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb?
Stauber: Weltweit gehört Deutschland zu den Vorreitern, was den Einsatz von Kunststoffen im Automobilbereich betrifft. Dies hängt auch mit den guten Bedingungen des Standortes zusammen, aber auch mit dem immensen Innovationspotenzial der Unternehmen. Bei Themen von Leichtbau, Energieeffizienz über maßgeschneiderte Fahrzeugkonzepte für den Kunden bis hin zu wirtschaftlichen Bauteilen und ressourcenoptimierter Fahrzeugherstellung haben deutsche Unternehmen sich eine hervorragende Position im Weltmarkt erarbeitet.
AutomobilKONSTRUKTION: Welche Trends beobachten Sie hinsichtlich neuer Anwendungen und Technologien?
Stauber: An erster Stelle sind sicherlich Hybrid- und Elektrofahrzeuge zu nennen. Hier befinden wir uns auf einem guten Weg, auch wenn noch viele Fragen im Bereich der Elektromobilität geklärt werden müssen. Hinzu kommen Themen wie verbrauchsoptimierte und wartungsarme Fahrzeuge, Kunststoffverscheibungen, der Einsatz von CFK-Werkstoffen und farbgebende Folien als Lack-Ersatz sowie Naturstoffe im Innenraum.
AutomobilKONSTRUKTION: Wo liegen die thematischen Schwerpunkte der diesjährigen Tagung?
Stauber: Im Vordergrund stehen die Themen Leichtbau durch Kunststoff, Hochwertigkeit im Interieur, Multifunktionalität, Ressourceneffizienz und Wirtschaftlichkeit, denen die Gäste auf der zweitägigen Veranstaltung in zahlreichen Vorträgen begegnen werden. Auch auf der begleitenden Fachausstellung spiegeln sich die genannten Themen wider.
AutomobilKONSTRUKTION: Welche Höhepunkte bietet die Tagung „Kunststoffe im Automobilbau 2013“?
Stauber: Bei der Vielzahl der hochkarätigen Referenten und Themen fällt eine Auswahl schwer. Sicherlich werden die Vorträge rund um das Thema CFK-Technik sich besonderer Aufmerksamkeit erfreuen, denn hier steht die Frage im Raum, wie sich hochfeste Fasern industriell verarbeiten lassen. Aber auch bei Themen wie Zuliefererkette, Hybridbauweisen oder wirtschaftliche Bauteilfertigung erwarte ich mir wertvolle Informationen über den aktuellen Stand der Technik.
Lebenslauf Rudolf C. Stauber
Nach dem Chemiestudium in Mainz und Würzburg mit anschließender Promotion auf dem Gebiet der Organischen und Analytischen Chemie arbeitet Prof. Rudolf Stauber bis 2012 bei der BMW Group München in unterschiedlichen Funktionen, zuletzt als Hauptabteilungsleiter für Werkstoffentwicklung und Betriebsfestigkeit im Kraftfahrzeugbau. Seit 2012 ist Stauber Geschäftsführer der Projektgruppe IWKS, Hanau/Alzenau am Fraunhofer Institut für Silicatforschung (ISC), Würzburg. Bereits seit 1999 leitet er den VDI-Fachbereich „Kunststoffe im Automobilbau“.
VDI Wissensforum, Tel.: 0211 6214–426,
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