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„Korrosionsschutz lässt sich konstruktiv beherrschen“

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Die Verbindungstechnik spielt eine wichtige Rolle beim Korrosionsschutz von Automobilen. Dr.-Ing. Cornelia Heermant, Laborleiterin des physikalisch-technischen Labors der Böllhoff Verbindungstechnik GmbH in Bielefeld, spricht in diesem Interview über korrosionshemmende Verbindungselemente, die sie auch auf der VDI-Fachkonferenz „Korrosionsschutz im Automobilbau“ Ende Juni präsentieren wird.

Autor: Das Interview führte Jürgen Goroncy

Cornelia Heermant, Böllhoff, über korrosionshemmende Verbindungselemente
Welche Korrosionsarten treten bei Verbindungselementen auf?
Die meisten Verbindungselemente sind aus Stahl, da dieser gut umformbar, spanbar, kostengünstig und durch die vielen Festigkeitsklassen in seinen Eigenschaften gut an die Anwendungen anpassbar ist. Einziger Nachteil dieses Werkstoffs ist seine Korrosionsanfälligkeit. Wir unterscheiden zwischen Flächenkorrosion, also dem gleichmäßigen Abtrag, und lokalen Korrosionsarten wie etwa Lochkorrosion, Spaltkorrosion, Kontaktkorrosion (Bimetallkorrosion) und Spannungsrisskorrosion.
Was sind besonders korrosionsanfällige Verbindungskombinationen?
Problematisch sind aktuell Leichtbau-Werkstoffe wie Magnesium in Verbindung mit Stahl, sowie CFK-Verbindungen. Böllhoff arbeitet bei Magnesium mit Aluminium-Verbindungselementen oder mit Zinnbeschichtungen auf Edelstahloberflächen. Dadurch sind die Potenzialunterschiede nicht so groß. Bei CFK empfehlen wir unter anderem Edelstahl- oder Kunststoffschrauben. Wir haben dafür Onsert-Klebebolzen entwickelt und jetzt in verschiedenen Dimensionen im Portfolio. Ein Kunststoffplättchen mit integriertem Metallgewindebolzen, das auf ein CFK-Bauteil geklebt wird und kein Vorbohren von Löchern erfordert. An diese aufgeklebten Metallgewindebolzen kann dann ein anderes Bauteil angeschraubt werden.
Wie wichtig sind Fachkonferenzen wie „Korrosionsschutz im Automobilbau“ für den Wissenstransfer?
Solche Veranstaltungen wie die VDI-Fachkonferenz am 28. und 29. Juni in Neuburg/Donau bieten eine sehr gute Plattform, den hochkarätigen Teilnehmern die Vielfalt unserer Verbindungselemente zu präsentieren. Viele kennen nicht die ganze Palette der DIN-Normteile, geschweige denn das breite Angebot von Böllhoff an Sonderlösungen. Hier kann man im Vortrag oder im persönlichen Gespräch einiges an Wissen und Lösungskompetenz weitervermitteln. Die Teilnehmer erhalten einen guten Überblick über derzeitige und zukünftige Korrosionsschutzmaßnahmen und Prüfungen. Nach dem Besuch dieser Spezialtagung sind die Teilnehmer auf den neuesten Stand bezüglich Korrosionsschutz am Automobil. Umgekehrt erfahre ich auf solchen Fachkonferenzen auch, wo unsere Kunden der Schuh drückt und in welche Richtung Böllhoff darauf reagieren sollte. Außerdem sehe ich Konferenzen und Tagungen als eine komprimierte Form des allgemeinen Wissenstransfers: Ich erfahre an einem oder zwei Tagen viel darüber, welche Themen in der Branche aktuell sind, welche Lösungen die Wettbewerber entwickeln und wie ich unser Labor bei Böllhoff für die Zukunft ausrichten muss.
Das komplette Interview lesen Sie in Ausgabe 3 der AutomobilKonstruktion

Zur Person
Dr.-Ing. Cornelia Heermant studierte Werkstofftechnik in Chemnitz und promovierte an der TU Berlin. Danach arbeitete sie als Prüfingenieurin und später als Laborleiterin für die Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH. 2005 wechselte sie zur Böllhoff Verbindungstechnik GmbH in Bielefeld als Leiterin des akkreditierten Prüflabors. 2010 übernahm sie dann die Gesamtleitung des physikalisch-technischen Labors von Böllhoff.
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