Automobil-Industrie in der Innovationsoffensive

Klimaschutz treibt an

Dr. Thomas Weber, Vorstand der Konzernforschung bei Daimler AG: „Unser strategisches Ziel ist es, Diesel so sauber wie Benziner und Benziner so effizient wie Diesel zu machen“
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Geringere CO2-Emissionen sowie die Herausforderungen durch die globalen Märkte bestimmten die Diskussionen auf der 15. Handelsblatt-Jahrestagung „Die Automobilindustrie“, die im Dezember 2007 in Frankfurt stattfand.

„Wir müssen die Zukunft des Autos neu definieren“, so der Konzernforschungs-Vorstand der Daimler AG, Dr. Thomas Weber, zum Auftakt des Branchentreffs. „Der konventionelle Verbrennungsmotor wird noch Jahrzehnte die dominante Antriebsquelle auf der Welt sein“, betonte er. „Unser strategisches Ziel ist es, den Diesel so sauber wie den Benziner und den Benziner so effizient wie den Diesel zu machen“. Die Techniken der Bluetec-Modelle und des „Diesotto“ würden den Verbrauch von Luxuswagen auf unter 6 l begrenzen. Für 2010 kündigte er Brennstoffzellen an, die auch in Serie gehen könnten. Die Kostenseite bei der Entwicklung CO2-armer Techniken betonte auch der Vorsitzende der Geschäftsleitung von Opel, Hans Demant. Opel sei Pionier bei Erdgas-Autos und werde diesen Weg weiter verfolgen. Gemeinsam mit Saab seien bereits 11 000 Saab Bio-Power-Fahrzeuge auf Bioethanol-Basis im Jahr 2006 verkauft worden. In Brasilien tankten bereits 90 % der von General Motors verkauften Autos Bioethanol. Versuche mit der Brennstoffzelle seien erfolgreich angelaufen, allerdings sei der Kostenaufwand noch enorm. Momentan müsste ein Brennstoffzellen-Wagen um die 500 000 € kosten, betonte der Opel-Chef. Aus seiner Sicht sind E-Motoren die Antriebe der Zukunft. Opel biete mit der E-Flex-Technik bereits eine Lösung an.
Matthias Wissmann, Präsident des VDA erklärte, dass massiv an der Batterieentwicklung gearbeitet werden müsse, da alle Hybrid-Antworten nur mit besseren Batterien Zukunft hätten. Neben der Weiterentwicklung der Hybrid-Technik versuche Toyota bei den Eco-Cars auch Diesel, Gas, Elektrizität und Hybrid zu verbinden, so Präsident Keiji Sudo. Nach seiner Einschätzung spielt Elektrizität für die Zukunft des Autos eine große Rolle.
Für BP heißt das Motto nicht „Weg vom Öl“, sondern „Weg vom CO2“, betonte Dr. Dieter Walther. Die Reduzierung von Emissionen sowie eine Emanzipation aus der Ölabhängigkeit versuche BP durch die Beimischung von Biokraftstoffen zu erreichen. Bis 2015 wolle man bereits 75 % Biofuel zusetzen. Zudem setze BP auf die Entwicklung einer neuen Permentationstechnologie für die Produktion von Biobutanol als Alternative zu Ethanol. Bei Diesel versuche man Pflanzenöl zu hydrisieren und zu isomerisieren. Die Weltnachfrage würde immer stärker aus den Schwellenländern getrieben und in Russland würden schon bald mehr Fahrzeuge verkauft werden als in Deutschland. Getrieben würde das Wachstum durch Billig-Auto-Konzepte wie dem Dacia. Deutsche Hersteller seien momentan hier noch nicht zu finden. Man sollte diesen Markt aber nicht ignorieren, er werde bis 2015 auf 30,3 % steigen.
Euroforum; Tel. 0211/96863387;
E-Mail: nadja.thomas@ euroforum.com
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