Bertrandt Ingolstadt baut Fahrzeugakustik-Zentrum

High-End-Akustik im Gesamtfahrzeug

Skizze des neuen Fahrzeugakustik-Zentrums. Hier werden auf rund 3.000 Quadratmetern kundenindividuelle Entwicklungen und Versuche betreut
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Die Bauarbeiten für das neue Bertrandt-Fahrzeugakustik-Zentrum am Standort Gaimersheim sind in vollemGange. Im Herbst 2014 sollen Bertrandt-Ingenieure in der Wankelstraße 2 auf rund 1.200 m2 Versuchsfläche die Akustik in modernen Fahrzeugen überprüfen und optimieren, wie beispielsweise den Geräusch- und Schwingungskomfort. Zusätzlich entstehen 1.800 m2 Bürofläche. Highlight des neuen Zentrums ist ein Akustik-Rollenprüfstand für Gesamtfahrzeuge, der Tests an front-, heck- und allradgetriebenen Pkw ermöglicht. Auf dem neuen Prüfstand können Straßenfahrten unter reproduzierbaren Bedingungen simuliert und störende Geräusche an Fahrzeugkomponenten optimiert werden. Weiterer Bestandteil des Komplexes ist ein Semi-Freifeld-Raum in

dem neben Systemen und Einzelkomponenten auch Gesamtfahrzeuge im Stand akustisch analysiert werden können.
Stimmige akkustische Umgebung
Der Qualitätseindruck, den ein Fahrzeug vermittelt, hängt auch von der akustischen Wahrnehmung ab. Nicht nur ein „satter Motorsound“ bei gleichzeitig hoher Laufruhe, sondern auch Geräusche, die der Mensch eher unterbewusst wahrnimmt – wie Sitzverstellung, Warnsignale oder
Sprachbedienung – tragen zu einer stimmigen akustischen Umgebung bei. Sie sollten daher zielgerichtet entwickelt und optimiert werden. Um dies zu gewährleisten, führt Entwicklungsspezialist Bertrandt seine Kompetenzen
rund um die Fahrzeugakustik in der Wankelstraße 2 in Gaimersheim zusammen. Zukünftig sorgen im neuen Fahrzeugakustik-
Zentrum Versuchsingenieure dafür, dass moderne Mobilität nicht nur sicher ist, sondern auch angenehm klingt. Das Leistungsspektrum reicht von akustischen Untersuchungen in den Bereichen Dämmung, Antriebsstrang, Fahrwerk oder Abgasanlage bis hin zur Gesamtfahrzeuganalyse. Die Messungen werden von Bertrandt-Ingenieuren eigenständig vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet. Auf Kundenwunsch können auch Fahrzeugumbauten betreut werden. Mit diesem Komplettangebot will Bertrandt für seine Kunden Mehrwerte schaffen. Dabei profitieren sie im Besonderen von modernster Ausstattung, langjähriger Erfahrung und hoher Flexibilität.
Allrad-Akustik-Rollenprüfstand: Straßenfahrten simulieren
Das Highlight des künftigen Fahrzeugakustik-Zentrums ist ein Allrad-Akustik-Rollenprüfstand mit einem aero-akustischen Blaskanal zur Fahrtwindkühlung. Damit können Akustikprüfungen an front-, heck- und allradgetriebenen Personenkraftwagen durchführt werden. Der Prüfstand wird aus vier einzeln angetriebenen Laufrollen mit einer Gesamtleistung von 650 kW bestehen und kann mit einer Maximalgeschwindigkeit von
bis zu 250 km/h betrieben werden. Weiterhin wird er mit einem Mehrkanal-Schwingungsmessgerät ausgestattet sein. Hintergrund sind steigende Anforderungen an die Fahrzeugakustik, beispielsweise aufgrund eines erhöhte Schwingungseintrags in die Karosserie durch stetig steigende Motorleistungen oder der Zunahme mechanischer Motor- und Verbrennungsgeräusche.
Auf dem Prüfstand können Straßenfahrten simuliert und störende und sich verändernde Umgebungseinflüsse, wie sie bei einer realen Messfahrt auftreten, minimiert werden. Während einer „Prüffahrt“ kann die Akustik des Fahrzeugs messtechnisch objektiv erfasst und ausgewertet werden. Anschließend erfolgt eine subjektive Beurteilung des Fahrzeugs durch erfahrene Versuchsingenieure.
Semi-Freifeld-Raum: Fahrzeugsysteme akustisch untersuchen
Der Semi-Freifeld-Raum ermöglicht es, akustische Untersuchungen an Systemen durchzuführen, wie zum Beispiel an Heiz-Klima- und Sitzkomfort-Systemen. Weiterhin können Einzelkomponenten und Gesamtfahrzeuge im Stand vibroakustisch optimiert werden. Kernfunktionen des Semi-Freifeld-Raums sind die Schwingungsentkopplung zur Umgebung, die Schalldämmung gegen Umgebungsgeräusche und die Schallisolierung im Innenraum, die die Schallreflexionen des Untersuchungsobjekts an der Decke und den Wänden unterbinden. Der Boden ist hier „schallhart“
ausgeführt. So können Randbedingungen wie im realen Betrieb,
jedoch ohne störende Umwelteinflüsse geschaffen werden. In der Realität steht beispielsweise ein Fahrzeug auf der schallharten Straße, der Schall wird also reflektiert. Alle anderen Fahrzeugaußenbereiche können hingegen reflexionsfrei abstrahlen.
Bertrandt,
Tel.: 07034 656-4037,
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