Kamerabasiertes Cockpit-Konzept

Fahrer und Straße im Auge

Gegen die zunehmende Ablenkung des Fahrers: Mithilfe mehrerer Kameras im Fahrzeug behält das Cockpit-Konzept sowohl den Fahrer als auch die vorausliegende Fahrbahn zu jeder Zeit im Auge Bild: Visteon
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Visteon begegnet dem steigenden Ablenkungspotenzial beim Führen eines Fahrzeuges mit einem neuen kamerabasierten Cockpit-Konzept. Mithilfe mehrerer im Fahrzeug installierter Kameras werden sowohl der Fahrer als auch die vorausliegende Fahrbahn zu jeder Zeit im Auge behalten.

Das Cockpit-Konzept von Visteon Electronics nutzt Kameras für die automatische Priorisierung und Vergrößerung von Fahrerinformationsdaten. So lässt sich die Reaktionszeit zur Betätigung der entsprechenden Funktionen senken. Die dadurch erzielte Bedienoptimierung reduziert unmittelbar die Ablenkung des Fahrers und minimiert gleichzeitig das Gefahrenpotenzial. Mittels Insassenerkennung sorgt das System für die automatische Anpassung der persönlichen Fahrerkonfigurationen. Zudem ist die Elektronik darauf ausgelegt, Diebstahl vorzubeugen. In den Entwicklungsprozess des kameragestützten Cockpit-Designs flossen Marktforschungsergebnisse aus Konsumentenbefragungen ein.

Das Cockpit zeichnet sich laut Herstellerangaben insbesondere durch nutzerfreundliche Bedienoberflächen und deren nahtlose Integration ins Fahrzeug aus. „Fahrzeughersteller suchen nach effektiven Lösungen, um das auf den Fahrer einwirkende Ablenkungspotenzial zu minimieren und dabei gleichzeitig das Anwendererlebnis, also die Interaktion von Fahrer und Technologie, zu optimieren“, erklärt Anthony Ciatti, Electronics Innovator bei Visteon. „Die Vorteile der zukünftigen Cockpit-Generation hinsichtlich Bedienbarkeit und Sicherheit führen zu einer Entlastung des Fahrers, der nun seine volle Konzentration auf die Verkehrssituation richten und Objekte schneller erfassen kann.“
Kameras an verschiedenen Positionen
In einer kürzlich von Visteon durchgeführten Konsumentenbefragung bewerteten 80 % der Probanden das kamerabasierte Cockpit-Konzept von Visteon positiv. Um optimale Sichtwinkel zu gewährleisten, ist die Integration von Kameras an verschiedenen Positionen im Fahrzeug möglich. Die Kameras registrieren die jeweilige Blickrichtung des Fahrers, ein Mikroprozessor verarbeitet die Kameradaten. Damit lässt sich präzise ermitteln, welche Information der Fahrer auf dem zentralen Display fokussiert. Auf Basis der ausgewerteten Daten vergrößert das System die abgerufenen Fahrerinformationen unmittelbar, um sie schneller erfassbar zu machen.
Eine Frontkamera erfasst Objekte entlang der Fahrbahn wie Fußgänger oder Straßenschilder. Der Mikroprozessor verarbeitet die Daten der Front- und Fahrerkameras schnell und verlässlich, dabei ermittelt das System einerseits die Blickrichtung des Fahrers, andererseits stellt es fest, ob die Objekte gesehen wurden oder nicht. Entsprechend kann der Fahrer mit einem akustischen Signal oder einem optischen Hinweis im Cockpit-Display gewarnt werden.
Grundeinstellungen lassen sich personalisieren
Auf Grundlage der ermittelten Daten lassen sich auch Grundeinstellungen wie Sitzposition oder Seitenspiegel für unterschiedliche Fahrer personalisieren. Zusätzlich kann das System vor Diebstahl schützen, indem es dafür sorgt, dass sich der Motor im Falle eines Einbruchs nicht starten lässt und Bilder des Eindringlings aufgezeichnet werden.
Visteon Electronics stellt das Cockpit-Konzept aktuell verschiedenen Fahrzeugherstellern zur Integration in künftige Fahrzeugmodelle vor. „Das kamerabasierte Cockpit ist für uns der nächste logische Schritt der Symbiose zwischen Fahrer und Instrumentenelektronik und beruht auf unseren langjährigen Erfahrungen im Bereich der Cockpit-Entwicklung“, sagt Ciatti. Einen Blogbeitrag von Electronics Innovator Anthony Ciatti zum kamerabasierten Cockpit-Konzept von Visteon gibt es unter http://blog.visteon.com/.
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