Elektrofahrzeuge mit einer speziellen EVPowerAPP auch fern von der häuslichen Steckdose laden

Elektrofahrzeuge per Handy laden

Das Smartphone dem Erfolg der Elektroautos auf die Sprünge helfen
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Hannover, den 1. April 2012: Eine der größten Herausforderungen der Elektromobilität hat jetzt der internationale Automobilzulieferer Continental mit einer bahnbrechenden App für Smartphones gelöst.

Wo bislang die mitgeführte Batterie in einem Elektrofahrzeug maßgeblich die Reichweite bestimmte, wird das Smartphone dem Erfolg der Elektroautos auf die Sprünge helfen. Die Continental EVPowerAPP – demnächst verfügbar für alle gängigen Smartphone-Typen – ermöglicht es Elektrofahrzeugen während der Fahrt die Traktionsbatterien über das Smartphone zu laden. Im ersten Schritt nutzt die EVPowerAPP den USB-Anschluss des Smartphones für den Stromtransfer. Das Mobiltelefon zieht den Strom für die Fahrzeugbatterie aus dem UMTS-Netz oder dem nächstgelegenen WLAN (nach dem neuesten Standard IEEE 802.11n/1.04). In der nächsten Generation sorgen dann schnurlose Schnittstellen (Bluetooth und Near Field Communication) zwischen Handy und Auto für noch mehr Komfort beim mobilen Laden per Handy.

Laden per Mobilfunknetz mit Superkondensatoren
Zusätzlich arbeitet Continental an einer weiteren Innovation für die nächste Generation der Elektrofahrzeuge. Reicht die UMTS-Stromversorgung über die Luftschnittstelle nicht aus, können in Funklöchern SD-Karten mit ihrer immer größeren Speicherfähigkeit für zusätzliche Reichweite sorgen und arbeiten im Einklang mit neuen speziell für SD-Karten optimierten Superkondensatoren von Continental.
Der erste Autoreifen, der beim Rollen Energie produziert
Auch der neue, speziell für Elektrofahrzeuge entwickelte Continental High-Tech Reifen, ContiChargeContact, sorgt für größere Reichweiten. Nicht nur dass der Reifen mit seinem optimierten Rollwiderstand den Energieverbrauch um bis zu fünf Prozent senkt. Während der Fahrt kann der Reifen dank des Piezoeffekts dem Fahrzeug sogar Energie zurückführen. Dabei nutzt er die Verformungsenergie, die beim Abrollen entsteht. Ein geheimer Werkstoff aus Piezoelementen fließt hierfür mit in die Reifenmischung ein und wandelt die Verformungsenergie in elektrische Energie um. Diese wird dann direkt von den Drucksensoren an der Reifeninnenwand aufgenommen und über den internationalen Standard A2DP an den Akku weitergegeben. Die Reichweite eines Elektrofahrzeugs wird so um bis zu 15 Prozent erhöht.
Schlauchleitung mit Mikroturbine erzeugt zusätzlichen Ladestrom
Die Division ContiTech hat eine spezielle Schlauchleitung für Elektrofahrzeuge entwickelt, die während der Fahrt Energie erzeugt. Dazu wurde eine Mikroturbine in die Leitung für die Akkukühlung integriert, die den Strömungsdruck des Kühlmediums in nutzbare Energie umsetzt. Im Flachland sind so bis zu zwei Prozent mehr Reichweite möglich, bei stark abschüssigen Strecken konnten bei Tests bis zu fünf Prozent längere Strecken zurückgelegt werden, weil die Fließgeschwindigkeit im Schlauch dann größer ist.
Rhythmische Handybewegungen erzeugen den Notfall-Strom
Sollte aber tatsächlich einmal der Fall eintreten, dass noch mehr elektrische Energie benötigt wird, sorgt die EVPowerAPP schließlich dafür, dass die Bewegungssensoren im Smartphone ihren Dienst als Mini-Dynamos antreten können. Rhythmische Bewegungen machen das Handy zum Strom-Generator und ermöglichen die Überbrückung der letzten Meter zum nächsten gut versorgten UMTS-Sendegebiet. Continental weißt jedoch jetzt schon darauf hin, dass der Fahrer eines Fahrzeugs in den meisten Ländern während der Fahrt seine Hände am Steuer behalten muss und für die Ladetätigkeit das Mobiltelefon besser in die Hand eines Mitfahrers geben sollte. Während der gesamten Fahrt überwacht das Energiemanagement von Continental den tatsächlichen Energiebedarf aller Systeme und sorgt so dafür, dass die Fahrerassistenzsysteme jederzeit voll einsatzbereit bleiben.
Continental Automotive; Tel.: +49 6196 87–2515; enno.pflug@continental-corporation.com
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