Formula Student Germany 2015 am Hockenheimring Die Sieger heißen OSU Corvallis und TU Delft - AutomobilKONSTRUKTION

Formula Student Germany 2015 am Hockenheimring

Die Sieger heißen OSU Corvallis und TU Delft

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10 Jahre Formula Student Germany (FSG): Die Jubiläumsveranstaltung des internationalen Konstruktionswettbewerbs ist erfolgreich zu Ende gegangen. Das deutsch-amerikanische Gemeinschaftsteam Global Formula Racing der DHBW Ravensburg und der Oregon State University (OSU) sowie das Team der niederländischen TU Delft konnten die Juroren von ihren Fähigkeiten in insgesamt acht statischen und dynamischen Disziplinen überzeugen und sind damit die Sieger der Formula Student Germany 2015.
Die Mannschaft Global Formula Racing holte sich in der Formula Student Combustion (FSC), dem traditionellen Wettbewerb mit Verbrennungsmotoren, zum dritten Mal in Folge den Gesamtsieg. Das Rennteam Uni Stuttgart der Universität Stuttgart folgt wie schon im vergangenen Jahr auf dem zweiten Platz. Den dritten Platz sicherte sich Graz UAS mit dem Team joanneum racing graz.
In der Klasse der Elektrofahrzeuge, der Formula Student Electric (FSE), siegte mit dem Team der TU Delft einmal mehr der Spitzenreiter der vergangenen Jahre. Auf den zweiten Platz kam das AMZ Racing Team der ETH Zürich, das im vergangenen Jahr noch den Sieg davon getragen hatte. Dritter wurde das GreenTeam Uni Stuttgart der Universität Stuttgart, das im vergangenen Jahr noch den zweiten Platz erreicht hatte.
In diesem Jahr nahmen 110 Teams aus aller Welt am internationalen Konstruktionswettbewerb für Studierende teil. Die Nachwuchsingenieure konstruierten ein Jahr lang einen Rennwagen und stellten während der zehnten FSG ihr Können in Disziplinen wie Beschleunigung, Ausdauer, Treibstoff-/Energieeffizienz, Design und Finanzplanung unter Beweis.
Das Gemeinschaftsteam der DHBW Ravensburg und der Oregon State University bot bei der Formula Student Combustion das beste Gesamtpaket. Im finalen 22-Kilometer-Ausdauerrennen (Endurance) hielten sie als eines der Topteams durch und überzeugten zudem mit guten Rundenzeiten.
Bei der fünften Formula Student Electric, die von Jahr zu Jahr beliebter wird, gingen 39 Teams an den Start. Sie traten dabei in den gleichen Wettbewerbsdisziplinen wie die Verbrenner an. Das Team der TU Delft, das sich im vergangenen Jahr noch den Schweizer Studierenden der ETH Zürich und der Universität Stuttgart geschlagen geben musste, holte sich den Gesamtsieg 2015 überzeugend zurück.
Die Ergebnisse im Überblick:
Formula Student Germany (Combustion)
  • 1. Corvallis OSU (Oregon State University & DHBW Ravensburg)
  • 2. Universität Stuttgart (Rennteam)
  • 3. Graz UAS
Alle Ergebnisse der FSC 2015
Formula Student Germany (Electric)
  • 1. TU Delft
  • 2. ETH Zürich
  • 3. Universität Stuttgart (Greenteam)
Alle Ergebnisse der FSE 2015
10 Jahre FSG : Auf einem Bierdeckel fing alles an
Die Geschichte der Formula Student Germanybeginnt in einem englischen Pub 2005. Teammitglieder der Formula-Student-Rennteams aus Stralsund und Braunschweig saßen nach dem Rennevent mit Dr. Ludwig Vollrath zusammen, der damals Geschäftsführer des Fachbereichs Fahrzeug- und Verkehrstechnik im VDI Verein Deutscher Ingenieure war. Erste Ideen, den Wettbewerb nach Deutschland zu holen, wurden auf einem Bierdeckel festgehalten. Schnell folgte die erste Infoveranstaltung, um für Sponsoren zu werben und den Wettbewerb Studierenden vorzustellen.
  • 2006 wurde der Wettbewerb erstmals vom Formula Student Germany e. V. am Hockenheimring ausgerichtet. Ideeller Träger der Veranstaltung war und ist der VDI. Damals fuhren elf Teams aus Deutschland, Österreich, Finnland und Italien mit. In den ersten Jahren des Events konnten alle 40 gemeldeten Teams an den Start gehen, heute nehmen 110 Teams aus aller Welt an der FSG teil.
  • 2008 wurde die Gewichtung der Treibstoffeffizienz verdoppelt und das Berechnungsprinzip angepasst. Seitdem findet die Treibstoffeffizienz wesentlich stärkeren Eingang in die Entwicklungsarbeit der Teams. Parallel wurde auch die Cost-Bewertung verändert und ein Real-Case eingeführt, der die Teams wesentlich realitätsnäher mit industriellem Kostendruck konfrontiert.
Ein Meilenstein in der Geschichte der FSG war die weltweit erste Einführung der Wettbewerbsklasse Formula Student Electric (FSE) im Jahr 2010. Dafür brauchte es vor allem eine passende Infrastruktur, um die Elektroboliden zu laden. Der logistische Aufwand hat sich gelohnt, denn die FSE erfreut sich bis heute großer Beliebtheit und wurde erfolgreich von anderen Ländern in ihre Formula-Student-Wettbewerbe integriert.
2011 wurde die dynamische Disziplin des Wet Pad eingeführt. Die selbstgebauten Rennwagen durchfahren einen Parcours in Form einer Acht. Jeder Kreisring wird zweimal nacheinander umrundet. Gemessen wird jeweils die zweite Runde. Die Rundenzeit zeigt, welche statische Querbeschleunigung das Fahrzeug erreichen kann. Die Oberfläche des Parcours wird kontinuierlich bewässert (daher Wet Pad), um sicherzustellen, dass die Bedingungen für alle Teams gleich sind.
Unterstützt wird der Wettbewerb von der Fahrzeugindustrie, sowohl Hersteller als auch Zulieferer sind vor Ort. Den Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie dient die Formula Student Germany als Indikator für die Ausbildungsqualität von Ingenieuren und als direkte Recruiting-Plattform. Über Sponsoring, Awards und die Entsendung von Jurymitgliedern knüpfen sie mit engagierten jungen Ingenieuren persönliche Kontakte
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