Umsatz steigt in allen Bereichen Bosch will Mobilität neu denken - AutomobilKONSTRUKTION

Umsatz steigt in allen Bereichen

Bosch will Mobilität neu denken

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Mit einem Umsatzplus von 12 % ist Bosch ins neue Geschäftsjahr gestartet. Alle Unternehmensbereiche und Regionen legten teilweise deutlich zu. Die Strategie für die Zukunft bestimmen der sich verändernde Mobilitätsbereich sowie die Vernetzung über das Internet der Dinge.

Für das Gesamtjahr 2016 bilanziert die Bosch-Gruppe einen Umsatz von 73,1 Mrd. Euro. Das entspricht einem Wachstum von 3,6 %, wechselkursbereinigt um 5,5 %. Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (operatives Ebit) betrug 4,3 Mrd. Euro. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erhöhte der Konzern im Berichtszeitraum um knapp 10 % auf 7 Mrd. Euro.

Null Emissionen, null Stress, null Unfälle
Vor großen Umbrüchen stehe der Bereich der Mobilität. „Wir werden eine neue Art von Mobilität möglich machen, eine Mobilität, die emissionsfrei, stressfrei und unfallfrei sein wird“, erklärte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. „Es geht nicht mehr nur darum, bessere Autos zu bauen. Wir müssen Mobilität neu denken.“ Die Verbesserung beispielsweise der Luftqualität in Städten – wo bis 2050 70 % der Weltbevölkerung wohnen werden – bezeichnete er als gemeinsame Aufgabe von Industrie, Politik und Gesellschaft.
Mit Blick auf die aktuelle Diskussion auch um Einfahrverbote für Dieselfahrzeuge betonte der Bosch-Chef, dass sowohl Zielsetzungen als auch Maßnahmen für bessere Luftqualität technologieneutral sein müssen: „Die Kreativität unserer Ingenieure darf nicht politisch auf eine bestimmte Technologie beschränkt werden.“
Weitere Optimierung des Verbrennungsmotors
Eine wesentliche Chance sieht der Bosch-Chef in der weiteren Optimierung des Verbrennungsmotors. Die ab Herbst 2017 gültigen RDE-Messverfahren (real driving emissions) würden zur weiteren Reduzierung der Stickoxid-Emissionen von Fahrzeugen beitragen. Rund 300 RDE-Entwicklungsprojekte setzt Bosch derzeit um. Für Benziner befürwortet das Unternehmen schon länger den flächendeckenden Einsatz von Partikelfiltern.
Auch die Vernetzung des Verkehrs könne zur Verbesserung der Luftqualität beitragen. Für den Großraum Stuttgart hat Bosch einen Assistenten für den intermodalen Verkehr entwickelt. 2018 wird das Community-based Parking in Serie gehen.
Neue Geschäftseinheit für Elektromobilität
Mit großem Aufwand treibt Bosch zudem den Wandel hin zum elektrischen Fahren voran. Eine neue Geschäftseinheit für Elektromobilität bündelt alle Aktivitäten in diesem Bereich. Zusätzlich zu Milliardeninvestitionen für die Weiterentwicklung von Verbrennungsmotoren investiert das Unternehmen jährlich rund 400 Mio. Euro in den Durchbruch der Elektromobilität. Schwerpunkt sind dabei Forschung und Entwicklung im Bereich der Batterie.
Automatisierung der Mobilität schreitet voran
Technische Fortschritte und geschäftliche Erfolge erzielt Bosch auch bei der Automatisierung des Fahrens. 2016 hat das Unternehmen erstmals mehr als 1 Mrd. Euro mit Fahrerassistenzsystemen umgesetzt und Aufträge im Wert von 3,5 Mrd. Euro akquiriert. In Summe will Bosch mit Fahrerassistenzsystemen 2017 deutlich schneller wachsen als der Markt, für den 30 % Wachstum prognostiziert werden. Zwischenzeitlich beschäftigen sich bei Bosch rund 3000 Entwickler mit dem automatisierten Fahren, 500 mehr als im Vorjahr.
Gemeinsam mit Daimler treibt Bosch das vollautomatisierte und fahrerlose Fahren im urbanen Umfeld voran. Anfang der kommenden Dekade sollen Fahrzeuge in Städten vollkommen autonom fahren. Eine Schlüsselkomponente dafür ist der KI Autocomputer, ein Fahrzeugcomputer mit Künstlicher Intelligenz.
Noch in diesem Jahrzehnt will das Unternehmen mithilfe von Radarsignalen eine hochgenaue digitale Karte realisieren, eine wesentliche Voraussetzung für das automatisierte Fahren. In Entwicklungspartnerschaften mit Vodafone, Telekom, Huawei und Nokia arbeitet der Automobilzulieferer zudem an der Infrastruktur für den automatisierten und vernetzten Verkehr, beispielsweise an der Erprobung verlässlicher Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation per Mobilfunk.
Mobilität wird vernetzt
Bereits im kommenden Jahr startet die Bosch Automotive Cloud Suite, eine neue Plattform für Mobilitätsdienste wie Falschfahrerwarnung, vorausschauende Diagnose, vernetzte Parkplatzsuche oder persönliche Assistenten. „Das ist das technologische Herzstück für Dienste rund um das vernetzte Fahrzeug. Auf ihr vernetzen wir Fahrer, Auto, Hersteller und weitere Anbieter von Mobilitätsdiensten“, sagte Denner.
Die Bosch Automotive Cloud Suite kombiniert die Automotive- und IT-Kompetenz von Bosch. Bis 2022 soll der weltweite Markt für vernetzte Mobilität um jährlich fast 25 % wachsen (PwC). 250 Millionen vernetzte Fahrzeuge werden laut Gartner-Schätzungen bis 2020 weltweit auf den Straßen unterwegs sein.
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