Modell- und Formenbau auf Basis von Composite-Werkzeugen

Fugenlos feine Flächen

Kunststoff-Gussform für den Vollguss. Die Form ist in Vorbereitung, hier noch ohne Kern- einsatz
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Entgegen einem im Augenblick vielbeobachteten Trend, nämlich Messeteilnahmen abzusagen, konnte die Composites Europe mit Bertrand und Rampf neue Aussteller gewinnen. Die Unternehmen präsentieren gemeinsam ihre Kompetenz im Vorrichtungsbau.

Um fugenfreie Oberflächen für Design- und Mastermodelle anbieten zu können, baut die Bertrandt AG, Ehningen, derzeit ihre Kompetenzen im Bereich Vollgusstechnologie aus. Beim Vollguss wird konturnah eine definierte Wandstärke gegossen und damit eine fugenlose Oberfläche realisiert. „Der Einsatz von Composite-Teilen erfolgt bei uns vornehmlich im Prototypenaufbau, nämlich bei Datenkontrollmodellen und Funktionsteilen“, erläutert Anja Schauser, Pressesprecherin Technik.

Der Entwicklungsdienstleister Bertrandt setzt Design und Berechnung in verschiedenen Verfahren in greifbare Teile um. Auf der Composites Europe präsentiert das Unternehmen Mastermodelle für die Herstellung von Werkzeugen und Formen für die Automobil- und Luftfahrtindustrie. Auf einem Gemeinschaftsstand mit der Rampf Holding GmbH & Co. KG, Grafenberg, wollen beide Unternehmen ihre Kompetenz im Vorrichtungsbau darstellen. Rampf entwickelt und produziert Reaktionsharzsysteme und deren Applikationstechnologie. Zur Unternehmensgruppe gehören die Bereiche Automation, Dosiertechnik, Gießharze, Ecosystems, Tooling und Mineralgusstechnik. „Wir informieren über unser erweitertes Leistungsspektrum in der Projektierung und Herstellung größerer Kunststoff-Modelle und Vorrichtungen“, erklärt Schauser. „Zusätzlich nutzen wir die Veranstaltung als Akquise-Plattform und zum Netzwerk-Ausbau in Fachkreisen. Die Composites Europe ist ein gutes Umfeld, um das Leistungsspektrum rund um den Kompetenzbereich Modellbau vorzustellen.“
Bertrandt ist zum ersten Mal Aussteller auf der Fachschau. „Wir beobachten die Composites aber bereits seit der ersten Veranstaltung. Da wir die Messe als gute Plattform für intensive Kundengespräche und die Präsentation unseres Leistungsspektrums sehen, haben wir uns jetzt für eine Teilnahme entschieden. Positiv ist auch die räumliche Nähe zu unserem Standort in Ehningen, wo sich das Ber-trandt-Technikum befindet“, sagt die Pressesprecherin.
Als Entwicklungsdienstleister bietet Bertrandt ein breites Spektrum individueller Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Produktentstehung mit allen vor- und nachgelagerten Leistungen. Das Unternehmen verfügt über Know-how in den Disziplinen Design, Modellbau, Elektronik sowie Homologation und damit dem Erreichen der Serienreife.
Im Fachbereich Rapid-Technologies werden RP-Prozesse wie Stereolithographie, Lasersintertechnik und Printing-Verfahren eingesetzt. Dabei werden die konstruierten Bauteile in verschiedenen Verfahren aus Polyamid-Pulver auf Basis der CAD-Daten physikalisch aufgebaut. „Werden höhere Stückzahlen gebraucht, können wir mit den klassischen Technologien wie Vakuumguss oder Niederdruckinjek- tion die konstruierten Teile in allen Größen herstellen“, weiß Schauser.
Im Modell und Formenbau bildet Fräsen die Basis für diverse Folgeprozesse bis hin zu Composite-Werkzeugen und Bauteilen. Im Bertrandt-Technikum befindet sich eine Fräs-Halle, die auf konstante 21 °C klimatisiert ist. Mehrere CNC-5-Achs-Fräsmaschinen mit Tischgrößen bis 6 m x 3,5 m x 2 m sind dort verfügbar. „Unser Modellbau ist die Basis für viele weiterführende Fertigungstechnologien. Wir verfügen neben großen Fräsmaschinen über ein breites Spektrum modellbauspezifischer Herstellungsverfahren“, berichtet Schauser.
„Darüber hinaus fertigen wir Werkzeuge für das Kunststoff-Spritzguss- oder Tiefziehverfahren sowie Mastermodelle für Galvanoformen und CfK-/GfK-Werkzeuge“, zählt sie auf. Auch in Zeiten moderner digitaler Systeme habe der Modellbau einen hohen Stellenwert. Das Spektrum bei Bertrandt reicht von Datenkontrollmodellen über Durchsichts- und Teilbereichsmodelle bis hin zu Mock-up- und Ausstattungsmodellen.
Inzwischen ist das Unternehmen in der Lage, formgebende Kunststoffwerkzeuge für Bauteile in einer Größe von 12 m x 3 m x 1,5 m herzustellen. Da fugenloses Design ein wichtiger Aspekt in der Automobilindustrie ist, erschließen sich dem Werkstoff damit zusätzliche Einsatzgebiete. „Die Hersteller nutzen Design-Elemente und Oberflächen-Beschaffenheiten im Interieur zunehmend als wichtiges Differenzierungsmerkmal. Design ist dabei eine Brücke zwischen Funktion und Emotion“, erklärt die Pressesprecherin, die allerdings aufgrund der bestehenden Geheimhaltungsvereinbarungen mit den Bertrandt-Kunden keine Auskunft über konkrete Projekte geben kann.
Halle C2, Stand A04
Reed Exhibitions; Telefon: 0211 90191-225; Web: www.composites-europe.com
Bertrand; Telefon: 07034 6564057; E-Mail: info@de.bertrandt.com
Rampf ; Telefon: 07123 93421600; E-Mail: info@rampf-tooling.de

Composites Europe 2009

Vom 27. bis 29. Oktober öffnet die 4. Composites Europe, Europäische Fachmesse und Forum für Verbundwerkstoffe, Technologie und Anwendungen, in Stuttgart ihre Tore. 350 internationale Aussteller präsentieren Technologien und Produkte rund um die gesamte Wertschöpfungskette der faserverstärkten Kunststoffe. Gezeigt werden innovative Lösungen für Anwendungen in der Fahrzeug-, Luft- und Raumfahrtindustrie sowie für Bau und Konstruktion – maßgeschneidert auf die aktuellen Anforderungen an Materialeigenschaften wie Leichtbau, Energieeffizienz oder verbesserte Korrosionsbeständigkeit. Den Auftakt bilden dieses Jahr die Internationale AVK-Tagung und der 2. Biowerkstoffkongress. Veranstaltet wird die Copmposites Europe von Reed Exhibitions in Kooperation mit dem europäischen Branchenverband EuCIA und der internationalen Fachzeitschrift Reinforced Plastics. Die AVK, Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e. V., unterstützt die Messe.
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