Assistenzsysteme werden immer leistungsfähiger

Sicher und entspannt ans Ziel

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Menschen verbringen viel Zeit im Auto. Die Fahrzeugdichte steigt und damit auch die Gefahr von Unfällen. Bosch entwickelt seit vielen Jahren immer leistungsfähigere Sicherheits- und Assistenzsysteme, um den Fahrer weiter zu entlasten. Mit neuen Funktionen und verbesserten Sensoren will das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter vorantreiben.

Der Beitrag wurde erstellt nach Informationen des Unternehmensbereichs Kraftfahrzeugtechnik der Bosch-Gruppe, Stuttgart

Autofahrer in Deutschland, Frankreich und Italien sind vertraut mit modernen Fahrerassistenzsystemen. Dies ist das Ergebnis einer Marktstudie, die Bosch in diesen Ländern durchgeführt hat. Rund zwei Drittel aller Befragten sind der Meinung, dass entsprechende Systeme die Sicherheit und den Komfort beim Autofahren erhöhen. In allen drei Ländern wird das vorausschauende Notbremssystem auf Fußgänger als persönlich wichtigste Fahrerassistenzfunktion eingestuft. Und auch das automatisierte Fahren findet bereits viele Anhänger. Rund die Hälfte aller Befragten kann sich einen elektronischen Chauffeur vorstellen – sofern man ihn ausschalten kann.
„Assistenzsysteme machen das Autofahren sicherer, entspannter und umweltfreundlicher“, schlägt Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control, in die gleiche Kerbe. Bereits heute kennen elektronische Helfer die beste Route zum Ziel, unterstützen in kritischen Situationen und parken am Ende der Fahrt nahezu selbsttätig ein. Bosch entwickelt nicht nur neue Systeme, sondern vernetzt bestehende miteinander und realisiert damit neue Funktionen. Sie sollen eine besonders vorausschauende Fahrweise ermöglichen und den Fahrer in definierten Situationen zunehmend entlasten. Noch mehr Perspektiven eröffnet die Kommunikation der Fahrzeuge untereinander. „Mit jeder Innovation rückt das unfallfreie und automatisierte Fahren ein kleines Stück näher“, prognostiziert Steiger.
Kombinierte Systeme können Unfallrisiko und -schwere senken
Auswertungen von Unfalldatenbanken zeigen, dass neben dem Schleuderschutz ESP insbesondere automatische Notbremssysteme die Unfallzahlen und -schwere deutlich reduzieren können. So zeigt eine Auswertung der deutschen Unfalldatenbank Gidas, dass das 2010 in Serie gegangene Notbremssystem das Potenzial hat, über 70 % aller Auffahrunfälle mit Personenschaden zu verhindern. Seit 2011 hat Bosch die Funktion so erweitert, dass sie auch bei niedrigen Geschwindigkeiten durch automatisches Bremsen unterstützt. Wird der Radarsensor durch einen Videosensor ergänzt, kann das System nicht nur Fahrbahnmarkierungen und Verkehrsschilder erkennen, sondern in Verbindung mit der elektrischen Lenkunterstützung vor dem Verlassen der Fahrspur warnen oder selbsttätig gegenlenken. „Durch die Fusion der Radar- und Videodaten lassen sich auch Fußgänger und deren Bewegungsrichtung erkennen“, erläutert Steiger einen weiteren Vorteil der Sensorkombination.
Bosch verfolgt bei der Entwicklung neuer Sicherheits- und Assistenzsysteme zwei grundlegende Strategien: Einerseits erlebbaren Kundennutzen schaffen durch neu entwickelte Assistenzsysteme, die das Autofahren noch sicherer und komfortabler machen. Andererseits bestehende Systeme mit Innovationen noch kostengünstiger zu gestalten, damit sie sich auch in preisgünstigen Fahrzeugen und in den Schwellenländern durchsetzen. „Nur weit verbreitete Sicherheitstechnik“, betont Steiger, „bringt den notwendigen Beitrag auf dem Weg zum unfallfreien Fahren.“
Für jedes Fahrzeug die passende Anwendung
Und die Entwicklung neuer Systeme schreitet voran: 2014 geht ein neuer Stereo-Videosensor von Bosch in Serie, der unter anderem eine schnelle, genaue 3D-Messung von Objekten sowie eine ausreichende Abstandsmessung bis zu Geschwindigkeiten von rund 100 km/h bieten soll. So wird ein verbesserter Fußgängerschutz möglich, und zusätzlich lassen sich neue Funktionen wie ein Ausweich- oder Baustellenassistent realisieren. „Mit unserem Stereo-Videosensor lassen sich alle von EuroNCAP geforderten Sicherheitsfunktionen auf wirtschaftliche Weise erfüllen“, verweist Steiger auf den Kostenvorteil des neuen Produkts.
Ebenfalls 2014 bringt Bosch ein Radarsystem für Heckanwendungen auf Basis des 77-GHz-Frequenzbandes auf den Markt. Der entsprechende Mid-Range-Radarsensor MRR rear soll bei einem führenden europäischen Fahrzeughersteller starten und Fahrzeuge im toten Winkel sowie sich von hinten nähernde Autos präzise orten. Mit einer bis zu dreifach höheren Objekttrennung und bis zu fünfmal genaueren Geschwindigkeits- und Abstandsmessung misst der Sensor im Vergleich zu aktuellen 24-GHz-Lösungen deutlich genauer. „Mit bis zu 100 Metern Reichweite und bis zu 150 Grad Öffnungswinkel kann der Sensor Gefahrensituationen im rückwärtigen Bereich des Fahrzeugs frühzeitig erkennen“, erklärt Gerhard Steiger. „Seine hervorragende Entfernungsauflösung und die genaue Geschwindigkeitsmessung setzen den Fahrer präzise ins Bild.“
Zwei Sensoren, je einer links und rechts verdeckt im hinteren Stoßfänger platziert, überwachen den Raum neben und hinter dem Fahrzeug. Befindet sich ein anderes Auto im toten Winkel oder nähert sich sehr schnell von hinten, kann ein Spurwechselassistent rechtzeitig den Fahrer warnen. Das Rückwärts-Ausparken verliert ebenfalls seinen Schrecken, selbst wenn dem Fahrer die Sicht durch Hindernisse versperrt ist: Zuverlässig meldet der MRR rear entsprechenden Querverkehr.
Vollautomatisch in die Parklücke
Das erste vollautomatische Fahren werden Autofahrer beim Einparken erleben. Bereits heute lenken Fahrzeuge in enge Lücken, und der Fahrer muss nur noch sanft Gas geben und bremsen. Bosch arbeitet bereits intensiv an vollautomatischen Systemen, die auch das noch übernehmen.
Jede weitere Fahrzeugführung, die über die Reichweite der Sensoren hinausgeht, erfordert exakte Navigationsdaten. Diese verbesserten Karteninformationen, der sogenannte elektronische Horizont, ermöglichen künftig eine weit umfassendere Unterstützung des Fahrers – beispielsweise die Warnung bei zu hoher Geschwindigkeit vor engen Kurven oder die Assistenz für eine besonders spritsparende Fahrweise. Künftig reduzieren an das Fahrzeugmodell und die Topologie der Strecke angepasste Routenempfehlungen Fahrzeit und Verbrauch. Im Nutzfahrzeug ist dieses System mit dem Namen Eco.Logic motion heute schon Realität.
Bosch, Tel.: 07062 911-2400, E-Mail: juergen.mueller17@bosch.com
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