Fachmesse Composites Europe in Düsseldorf

So leicht geht das

Hintersitzschale des BMW i3 aus Carbonsfaser-Recyclingmaterial Bild: Hennecke
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Für kohlefaserverstärkte Kunststoffe ist die Automobilindustrie der größte Wachstumstreiber. Das zeigt auch die internationale Fachmesse Composites Europe, deren Aussteller einen Einblick in die Verbundwerkstoff-Innovationen für die Automobilproduktion gewähren.

Der Bedarf an Leichtbaustoffen seitens der OEMs und Komponentenhersteller kräftigt die Nachfrage nach Kunst- und Faserverbundwerkstoffen für den Automobilbau in Europa. Leichtbau-Anwendungen aus Hochleistungskunststoffen erwirtschafteten im Jahr 2013 im europäischen Automobilmarkt einen Umsatz von 4,22 Mrd. US-$. Bis zum Jahr 2019 soll der Wert auf 7,26 Mrd. US-$ anwachsen, so das Ergebnis der Studie „Light-weighting Role of Performance Plastics in the European Automotive Market“, die das Beratungsunternehmen Frost & Sullivan im Januar veröffentlichte. Das enorme Potenzial für Verbundwerkstoffe im automobilen Leichtbau zeigt auch die Composites Europe vom 7. bis 9. Oktober in Düsseldorf, wenn die Fachmesse wieder innovative Faserverbundkunststoff-Lösungen für Fahrzeuge in den Fokus rückt.

Verbindung von Leichtbau und Nachhaltigkeit
Vor allem Elektromobile sind Paradebeispiele für die Innovationsbemühungen der Composites-Industrie und ihrer Zulieferer. Denn gerade die „Stromer“ sind dringend auf Leichtbauwerkstoffe angewiesen: Zum einen, weil es prinzipiell darum geht, den Energieverbrauch möglichst gering zu halten und somit die Reichweite zu erhöhen. Zum anderen müssen die Gewichtsnachteile, die die Fahrzeuge aufgrund ihrer schweren Batterien haben, kompensiert werden. Allen voran BMW im Allgemeinen und das neue E-Mobil i3 im Besonderen illustrieren den Siegeszug der Verbundwerkstoffe. So kommt bei der Fertigung der selbsttragenden Hintersitzschale des BMW i3 die PUR-CSM-Sprühtechnologie vom Aussteller Hennecke zum Einsatz. Das Bauteil besteht überwiegend aus Carbonfaser-Recyclingmaterial, das bei der Herstellung der Karosserie des Fahrzeugs anfällt – eine konsequente Verbindung von Leichtbau und Nachhaltigkeit.
Die Maschinen- und Anlagentechnik für Strukturbauteile aus faserverstärktem Kunststoff des BMW i3 wiederum stellt KraussMaffei zur Verfügung. 20 Anlagen für Hochdruck-Resin-Transfer-Molding (HD-RTM) des Münchner Maschinenbauers liefern in den BMW-Werken Leipzig und Landshut Bauteile aus Reaktivharzen für die tragenden Strukturen, beispielsweise den Seitenrahmen. Die Hochdruckinjektion erlaubt das Verarbeiten von schnell reagierenden Harzsystemen, um kurze Zykluszeiten zu erreichen, und ermöglicht einen hohen Benetzungsgrad der Fasern.
Insgesamt erwarten die Veranstalter 440 Aussteller aus 25 Nationen. Die Composites Europe bildet die ganze Bandbreite der Verbundwerkstoffe ab. Die parallel stattfindende Fachmesse Aluminium 2014 rechnet mit mehr als 950 Ausstellern.

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