Technische Bürsten gegen Marderbisse, als Staubwedel, zum Entgraten, Transportieren und Schützen

Borstige Helfer

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In der Automobilindustrie gewinnen technische Bürsten zunehmend an Bedeutung: In den Fahrzeugen selbst werden sie als Sichtschutz, Schmutzabdichtung, zum Abdecken der Cabrioverdeckmechanik oder als Sicherheitszubehör gegen Marderbisse eingesetzt. In der Produktion helfen sie beim Reinigen und Abdichten, beim Transportieren, Tragen oder Fixieren sensibler Bauteile oder beim Entgraten von Alufelgen. Und in der Lackierung sorgen riesige, schwenkbare Straußenfederwalzen vor dem Lackiervorgang für eine staubfreie Karosserie.

Der Beitrag stammt von der August Mink KG, Göppingen

Revierkämpfe unter der Motorhaube, zerbissene Kabel und Gummischläuche – etwa 160 000 Mal pro Jahr – bevorzugt nachts im Frühjahr und Spätsommer – schlagen Marder in Deutschland zu und verursachen Schäden in Millionenhöhe. Ein Tatbestand, der den Autobesitzern in Zukunft keine schlaflosen Nächte mehr bereiten wird, denn Mink hat in enger Zusammenarbeit mit VW einen optimalen mechanischen Marderschutz entwickelt.
Bereits bei Versuchen in Marderzuchtanlagen hat sich die Mink-Fasertechnologie als marderresistent bewährt: In den vorderen Radkästen montierte Bürstenvorhänge verhindern zuverlässig das Eindringen der Tiere. Die Vorrichtung verhindert somit Bisse in Bremsleitungen, Kühlwasserschläuche, Zündkabel und Motordämmungen.
Moderne Staubwedel
Die schonende und schnelle Entstaubung beziehungsweise Reinigung von Werkstücken ist ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung. In der Automobilindustrie besteht die besondere Herausforderung darin, die Karosserieoberflächen vor der Decklackierung absolut staubfrei zu bekommen. Erschwert wird die Entstaubung durch elektrostatische Aufladung, durch die die Staubpartikel förmlich an der Karosserie kleben. Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, auf der hochempfindlichen Grundlackierung nicht die geringste Schleifspur oder gar Kratzer zu hinterlassen.
Nach vielen Versuchen und intensiver Entwicklungsarbeit erinnerte man sich bei Mink eines bewährten Prinzips – dem des Staubwedels. Bei der Suche nach dem optimalen Material fiel die Wahl auf ein Naturprodukt: die Straußenfeder, die auf Grund ihrer feinen Verästelung und Weichheit als Feinst-Entstaubungselement nicht zu übertreffen ist. Weiterer Pluspunkt: Durch ihre eigene elektrostatische Aufladung „saugt“ die Straußenfeder den Staub von der zu bearbeitenden Oberfläche an – und gibt ihn erst durch eine entsprechende Absaugung oder Reinigung wieder ab.
Ähnlich wie in Autowaschanlagen werden Mink-Straußenfederronden als riesige Rotorbürsten in Entstaubungsanlagen eingesetzt. Die Federn, die aus Südafrika* bezogen werden, halten dabei auch extremem Abrieb stand: Da die grundierten Autokarosserien bei der Lackierung weder eine Verglasung noch Verkleidung an Front und Heck haben, sind die Straußenfedern beim Entstaubungsvorgang teilweise messerscharfen Kanten ausgesetzt.
Scharfe Kanten schnell entgratet
Bei der Bearbeitung von Leichtmetallfelgen vor dem Lackieren besteht das Problem der Gratbildung an den gegossenen und dann mechanisch bearbeiteten Rädern. Teller- und Rundbürsten, beborstet mit Schleiffasern, entgraten und verrunden die scharfen Kanten der Aluminiumfelgen zuverlässig, schnell sowie wirtschaftlich und dennoch schonend.
Der Schleifeffekt ergibt sich durch die harten und scharfen Spitzen des Schleifmaterials Siliciumcarbid, das in den Kunststofffasern eingeschlossen ist. Bei der Bearbeitung von Werkstücken wird durch den Verschleiß des Polyamids immer eine bestimmte Menge des Schleifmittels freigegeben und somit materialschonend eingesetzt. Diese Eigenschaften befähigen die Schleiffasern, Oberflächen und Kanten genau den Konturen eines Werkstücks folgend zu glätten, zu entgraten beziehungsweise zu verrunden.
Tausendfüßler für schwebenden Transport
Kotflügel, Dächer oder ganze Fahrzeug-Seitenteile werden über weite Strecken in stählernen Ladungsträgern transportiert, dennoch bedeutet häufig der kleinste Kratzer direkt kompletten Ausschuss. Transportsicherungen aus Styropor, Schaumstoff oder Gummi weisen erhebliche Schwachstellen aus: Die Fixierungen sind nur mäßig flexibel und eingelagerte Schmutzpartikel können die empfindlichen Oberflächen des Transportgutes beschädigen.
Mink hat deshalb wirtschaftliche alternative Transportlösungen entwickelt: Tausende Fasern gewährleisten eine optimale Anpassung an das Transportgut und lassen sich in ihrem Haltegrad durch Faserdichte, -länge und -durchmesser nahezu beliebig variieren. Schmutzpartikel fallen zwischen die Faserbündel und durch die punktuelle Auflage auf vielen feinen Fasern, die einen nahezu „schwebenden“ Transport ermöglichen, können die Reibwerte gegenüber der vollflächigen Auflage auf ein Minimum reduziert werden. Kratzer, Mattierungen und Glanzstellen auf den Oberflächen werden zuverlässig verhindert. Die elastischen Toleranzbereiche der technischen Bürsten ermöglichen den Einsatz für verschiedene Modelltypen der Automobilhersteller und sparen so teure und zeitaufwändige Anpassungen ein. Der Einbau erfolgt zudem kostengünstig und ist unkompliziert in bereits bestehende Transportkonstruktionen möglich.
Alles dicht
Im Kfz-Innenraum bewähren sich technische Bürsten als Sichtschutz, Schmutzabdichtung, Schalthebel- und Pedalabdichtung sowie als Kühler- und Motorraumabdichtung, die für eine effizientere Kühlleistung sorgt. Ein aktuelles Beispiel ist das Mercedes SLK Cabrio, wo Mink-Technologie den Funktionsdurchlass für die Verdeckmechanik schützt. Damit dienen die flexiblen Fasern nicht nur zur optischen Abdeckung der Cabrio-Verdeckmechanik, sie verhindern zudem ein Hineingreifen – und damit mögliche Verletzungen. Die gewellte Faserausführung sowie die Bestückung der Bürste mit unterschiedlicher Dichte, Faserhöhe und Faserstärke erlauben eine ideale Anpassung je nach Einsatzort. Dabei erweisen sich nicht nur die Fasern als äußerst flexibel: Durch die hauseigene Spritzgussabteilung bei Mink in Göppingen kann auch der Bürstenkörper in Form und Geometrie den spezifischen Anforderungen angepasst werden. In Verbindung mit der großen Auswahl an Fasern kann so eine optimale Abdichtung gegen Schmutz und andere Partikel erreicht werden.
* Die Tiere werden wegen ihres Fleisches, nicht wegen der Federn getötet
Mink; Telefon: 07161 4031-0; E-Mail: info@mink-buersten.de
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