Additive Fertigung/Dienstleister

Solidteq bringt beim 3D-Druck Erfahrung aus Großindustrie mit

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Der 3D-Druck in Metall läutet eine neue Epoche in der Metallverarbeitung und industriellen Fertigung ein. Dienstleister Solidteq aus Neuss ist ein innovatives Start-Up-Unternehmen, das durch moderne Techniken und traditionelles Fachwissen als Treiber dieser neuen Fertigungsverfahren fungiert.

Jürgen Goroncy, freier Journalist und Mitarbeiter der KEM Automobilkonstruktion, Besigheim

Bisher wurden Metall-Werkstücke oft aus Vollmaterial mit Werkzeugen wie etwa Bohrer und Fräser herausgearbeitet. Nun können mit additiven Fertigungsverfahren immer mehr Teile aus Metallpulver einfach gedruckt werden. Wobei – ganz so trivial ist die Sache nicht. 3D-Metalldruck erfordert sehr viel Know-how. Know-how, das Solidteq aus Neuss aufweist, ein interessanter Player im Feld der additiven Fertigung. Denn das 2017 gegründete Unternehmen ist aus der Prototypenfertigung von Pierburg hervorgegangen und vereint das Beste aus zwei Welten. Pierburg ist Teil des Automobilzulieferers Rheinmetall Automotive, der Solidteq heute als Start-Up führt. „Zum einen haben wir die schlanken Strukturen und die Agilität eines Start-Ups, zum anderen profitieren wir von über Jahre angesammelten Praxiserfahrungen eines globalen Technologiekonzerns“, verdeutlicht Stefan Pörtner, Leiter Fertigung und Technologie bei Solidteq. „Bei unserem Expertenfokus auf metallischen 3D-Druck profitieren wir sehr von dem über Jahrzehnte generierten Wissen im Musterbau.“

Beispielsweise arbeitet das Start-Up mit anerkannt hohen Automotive-Standards wie der ISO-9001:2015-Zertifizierung. Was aber nicht heißt, dass Solidteq nur Automotive-Kunden im Blick hat. Ebenso zielt das Angebot auf Unternehmen im Maschinenbau und in verwandten Bereichen ab. Hauptzielgruppe sind insbesondere Unternehmen, die bei Prototypen und Kleinserien bis zu etwa hundert Teilen Vorteile bei Entwicklungszeit, Werkzeugen und Kosten realisieren wollen. Diesen Kunden offeriert Solidteq neben dem breiten Fachwissen ein umfangreiches Serviceangebot. Stefan Pörtner: „Wir wissen, dass für manche Konstrukteure der „design-driven manufacturing process“ der additiven Fertigung – im Vergleich zur konventionellen fertigungsorientierten Herangehensweise – noch eine Herausforderung darstellt. Wir wollen ihnen die durchgehende Kultur des „additiven Denkens“ – mit all ihren Möglichkeiten hinsichtlich Materialeinsatz, Designfreiheit, Produktfunktionalität und Produktgeometrie – näherbringen.“

Deshalb hat das junge Unternehmen ein engmaschiges Dienstleistungsnetz geflochten, das Kunden in allen Phasen der Komponentenentwicklung konkrete Hilfestellung bietet: von der ersten Skizze, über CAD-Modelle und Simulation, den 3D-Druck bis zur Nachbearbeitung. Letztere umfasst zum Beispiel Prozesse wie Drehen, Bohren, Fräsen, Honen oder Erodieren sowie Services wie Qualitätsmanagement, Materialprüfung, Beschichten und Lackieren. Getragen wird dieses umfassende Serviceangebot von einem ganzheitlichen Verständnis der Solidteq-Mitarbeiter, die aus dem „Baukasten“ der additiven Prozesskette jeweils die passenden Elemente zur Erfüllung der Kundenwünsche auswählen.

Ein treffendes Beispiel ist das Flügelrad für eine vollvariable mechanische Kühlmittelpumpe. Dieses fertigte Solidteq für die Vorentwicklung des Automobilzulieferers Pierburg. Durch die werkzeuglose Erstellung innerhalb von 24 Stunden hatten die Entwickler die Möglichkeit, schnell Iterationsschleifen zu durchlaufen und ohne großen Aufwand Veränderungen beziehungsweise Verbesserungen vorzunehmen.

Mindestens genauso interessant aber war, wie bei der Fertigung des Flügelrads die unterschiedlichen Fertigungsphasen ineinander griffen. Das Bauteil wurde zwar im 3D-Druck hergestellt, war danach aber noch nicht ganz funktionsfähig. So wurden die Flügelräder nach dem Druckvorgang noch gedreht und gebohrt. Zwar werden die Serienbauteile der Flügelräder der vollvariablen mechanischen Kühlmittelpumpe noch im Druckgussverfahren hergestellt, da die additive Fertigung derzeit noch längere Prozesszeiten aufweist. Die Produktion der Vorserienteile mithilfe des additiven Verfahrens konnte die Entwicklungszeit aber bereits nachhaltig verkürzen, da kein aufwändiger Formenbau mehr erforderlich war, der mehrere Wochen dauern und dementsprechend kostspielig sein kann.

Der Maschinenpark von Solidteq ist in der Lage, Komponenten bis zu 480 mm x 270 mm x 306 mm Größe herzustellen. Zudem sind auch kleinere Werkzeugformen oder Gießkerne realisierbar, die aus Werkstoffen wie Aluminium-Silizium-Magnesium-Legierungen, Edelstahl oder Inconel bestehen können. Gleichzeitig hat das Start-Up uneingeschränkten Zugang zu den Ressourcen der Muttergesellschaft Rheinmetall Automotive – ob in den Bereichen Qualitätssicherung oder Simulation, in der Analyse, im Labor oder bei der Produktveredlung sowie der mechanischen Bearbeitung. Mit diesem Background ist es Solidteq möglich, bei eingehenden Aufträgen teilweise schon am nächsten Tag erste Prototypen an den Kunden zurückzusenden. Aber auch umfangreichere Aufträge mit zusätzlichen Optimierungsschleifen in der Konstruktion bis hin zu einer aufwändigen Nachbearbeitung werden dank einer perfekt ineinander greifenden Prozesskette innerhalb mehrerer Wochen rasch bearbeitet.

„Dieses Konzept kommt“, so Pörtner, „gut an. Das gute Feedback der internen und externen Kunden bestätigt unsere Unternehmensphilosophie. Diese besteht darin, nicht nur zu drucken, sondern ein umfangreiches Dienstleistungspaket aus einer Hand anzubieten. Dadurch verzeichnen wir beispielsweise bei externen Kunden eine kontinuierlich steigende Nachfrage.“ Die Kontaktaufnahme und Akquise erfolgt dabei entweder über das eigene Vertriebsteam, über bestehende Kontakte von Rheinmetall, durch Networking innerhalb der 3D-Fertigungswelt oder über Messeauftritte und die eigene Homepage. Die Marktposition von Solidteq im Bereich Selective Laser Melting soll durch eine umfassende Industrialisierung dieser Technologie und in engem Schulterschluss mit den Partnern vorangetrieben werden.

www.solidteq.com

Details zum Serviceangebot des Unternehmens…
http://hier.pro/CCkKB

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