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ZF präsentiert neue Frontkamera für automatisiertes Fahrzeuge

CES-Premiere für Smart Camera 6
ZF präsentiert neue Frontkamera für automatisiertes Fahrzeuge

ZF präsentiert neue Frontkamera für automatisiertes Fahrzeuge
ZF präsentierte auf der CES 2023 mit der Smart Camera 6 die nächste Generation seiner Frontkamera. Bild: ZF Friedrichshafen AG

ZF hat auf der CES 2023 in Las Vegas die Smart Camera 6 vorgestellt. Die neue Frontkamera für autonome Fahrzeuge verfügt über eine höhere Rechenleistung und mit 8 Megapixeln auch über eine mehr als vierfach höhere Bildauflösung im Vergleich zum Vorgängermodell, der Smart Camera 4.8. Gleichzeitig steigt das horizontale Sichtfeld von 100 auf 120 Grad. Das hilft entgegenkommende oder kreuzende Objekte frühestmöglich zu erkennen, insbesondere im Stadtverkehr oder in engen Kurven. Für die Smart Camera 6 nutzt ZF die neue EyeQ6-Prozessor-Generation des langjährigen Lieferanten Mobileye. System-Upgrades, wie beispielsweise zur Leistungsverbesserung oder zur Aktivierung neuer Funktionen, sind bei der Smart Camera 6 über Over-the-Air-Updates möglich. Das Modell hilft Fahrzeugherstellern, Sicherheitsvorschriften wie GSR2 („Verordnung zur allgemeinen Sicherheit“ der Europäischen Union) zu erfüllen und unterstützt darüber hinaus Systemarchitekturen, die internationale Automotive-Grade-Anforderungen wie die funktionalen Sicherheitskriterien gemäß ASIL-B erfüllen. 

Skalierbare Steuereinheit reduziert die Komplexität im Fahrzeug

Damit ein Fahrzeug sich eigenständig fortbewegen kann, muss es seine Umgebung vollständig und zuverlässig erkennen und in Daten abbilden. Dies gelingt durch die Fusion verschiedener Sensordaten. Um die Sensorinformationen zu einem eindeutigen Bild zusammenzufügen, ist ausreichend Rechenpower in Echtzeit nötig. Neben dem Supercomputer ZF ProAI hat ZF auch ein Steuergerät im Portfolio, das sich insbesondere für die Fusion von Kameradaten eignet: das Image Processing Modul 6 (IPM 6). Die kompakte Steuereinheit nutzt ebenfalls einen EyeQ6-Prozessor und ist die Antwort auf die steigende Nachfrage fortschrittlicher Fahr- und Komfortfunktionen, die künftig in zunehmend zentralisierten E/E-Architekturen mit weniger, aber dafür leistungsstärkeren Steuergeräten realisiert werden. Als skalierbares Modul bietet das IPM 6 bis zu zwölf Eingänge für Kameras sowie mehrere Eingänge für Radar-, Ultraschall- oder Lidar-Sensoren. Es reduziert damit die Anzahl an Steuergeräten für ADAS- und AD-Funktionen – und in der Folge auch die Komplexität im Fahrzeug.

Smart Camera 6 und Image Processing Modul 6: Produktionsstart in 2025

Das Image Processing Module unterstützt dank der Fusion von Kamera- und Radardaten eine Vielzahl von Assistenzfunktionen von Level 2, Level 2+ und Level 3 – darunter adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, Spurhalteassistent, automatischer Notbremsassistent oder das automatisierte Einparken. Der offene, modulare und skalierbare Systemansatz erleichtert auch die Softwarekonfiguration und Validierung auf Fahrzeugebene. Das IPM 6 ist AUTOSAR 4.x-konform (AUTomotive Open System ARchitecture), geschützt vor Cyberangriffen und nutzt Ethernet-/CAN-Schnittstellen. Die Produktion der Smart Camera 6 und des IPM 6 startet 2025. (kf)


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