Bundesverband Bioenergie

Internationaler Fachkongress für erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft“

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Biodiesel und Bioethanol sind nur einige der Themen, die auf dem Internationalen Fachkongress für erneuerbare Mobilität in Berlin diskutiert werden Bild: Bundesverband Bioenergie
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Am 20. und 21. Januar 2020 findet in Berlin der 17. Internationale Fachkongress für erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft“ statt, veranstaltet vom Bundesverband Bioenenergie e.V., Bonn. Zahlreiche Parallelforen widmen sich den technischen und wirtschaftlichen Anforderungen der künftigen Antriebe im Autoverkehr sowie in der Luft- und Schifffahrt. Ein weiterer Schwerpunkt ist der weltweite Biokraftstoff- und Agrarrohstoffhandel, der am zweiten Tag des Fachkongresses im Mittelpunkt eines Parallelforums mit Experten aus Brasilien, Deutschland und Großbritannien steht.

Die Themen sind:

  • Klimaschutz durch nachhaltige erneuerbare Mobilität;
  • Klimaschutz aus dem Auspuff: Perspektiven im Fahrzeugbestand und die CO2-Zielvorgaben für Neufahrzeuge (Podiumsdiskussion);
  • Internationale Klimaschutzstrategien und -pläne für den Verkehr im Hinblick auf das Pariser Klimaschutzziel;
  • Kraftstoffforschung für heute und übermorgen.

Biokraftstoffforschung

Bei diesem Punkt geht es vor allem darum, dass Biodiesel und Bioethanol in Deutschland und in der Europäischen Union nach wie vor die mit Abstand wichtigsten alternativen nachhaltigen Kraftstoffe sind. Sie sind damit die unverzichtbare Ausgangsbasis, Treibhausgasemissionen in bestehenden Fahrzeugflotten zu reduzieren. Mit jeder Tankfüllung wird ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Das waren 2018 etwa 7,7 Mio. t Treihausgasreduzierung. Global gesehen bleiben diese Biokraftstoffe in den nächsten Jahren die mit Abstand wichtigste Alternative, ablesbar an den stetig steigenden Mandaten für die Beimischung in Nord- und Südamerika und Asien. Das bedeutet, dass nicht nur in der Europäischen Union, sondern insbesondere in diesen Ländern die motortechnischen und emissionsrechtlichen Anforderungen mit unterschiedlichen Beimischungsanteilen erfüllt werden müssen. Die langjährige Biokraftstoffforschung in Deutschland liefert hierzu nicht nur wichtige Ergebnisse, sondern auch Ansätze perspektivisch Biodiesel als notwendige Komponente synthetischen Kraftstoffen beimischen zu müssen.

Vor diesem Hintergrund müssen treibhausgasoptimierte und nachhaltige Biokraftstoffe als Ergebnis einer systematischen Begleitforschung auch als global wichtige Beimischungskomponente weiterentwickelt und Synergieeffekte untersucht werden. Die zeitlich sehr ambitionierten Klimaschutzvorgaben und die global stetig steigende Verkehrsleistung machen nachhaltige Biokraftstoffe unverzichtbar für den zeitnahen Einstieg in eine spürbare Energiewende im Transportsektor. Mit dieser Aussage als Vortragsthema eröffnet Dr. Wolfgang Podesta, Lanxess Deutschland GmbH, die Vorträge dieser Sektion.

Nachteile von Biodiesel

Nachteilig bei Biodiesel ist dessen Siedeverhalten, bedingt durch die Kettenlänge der Fettsäuren. Biodiesel reichert sich im Gegensatz zu fossilem Diesel im Motoröl an. Bei Reinkraftstoffbetrieb führt dies zu verkürzten Wechselintervallen des Motoröls. Dies ist zwar bei Dieselkraftstoff mit max. 7 Vol. % nicht erforderlich, dennoch stellt sich die Frage nach dem Einfluss von Biodiesel auf die Motorölqualität und Verschleiß. Diese Frage beantwortet Stefan Zickmann, Volkswagen AG, bei Pkw-Dieselmotoren.

Oxymethylenedimethylether

Philipp Demel von der Technischen Universität Darmstadt berichtet über Oxymethylene-dimethylether, kurz OME, einem der möglichen synthetischen Kraftstoffe aus erneuerbarem Strom, der sich noch am Anfang der Entwicklung befindet. Allerdings zeigen erste Ergebnisse an Prüfständen, dass sich dieser Kraftstoff durch extrem niedrige Schadstoffemissionen auszeichnet.

Dr. Svetlana Crusius, ERC Additiv GmbH, stellt in ihrem Vortrag die Eigenschaften sowie die erforderliche Additivierung als Voraussetzung für die Kompatibilität mit fossilen und erneuerbaren Kraftstoffen in den Mittelpunkt. mc

Kontakt:

Bundesverband Bioenenergie e.V. (BBE)
Godesberger Allee 142 – 148
53175 Bonn
Tel. 0228/81002-22
www.bioenergie.de

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