Warum sich PSA Peugeot Citroën für die CAM-Software Hypermill entschieden hat

Perfekt geformt – Zeitersparnis im Formenbau

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Allez, allez – für den Werkzeug- und Formenbau des französischen Automobilherstellers PSA Peugeot Citroën läuft es rund. Für die Programmierung nutzt der Konzern seit Jahren das CAM/CAD-System Hypermill der Open Mind Technologies AG.

Der Autor: Michel Pech (Journalist, Machines Production, Boulogne Billancourt) für Open Mind, Weßling

Im elsässischen Werk in Mulhouse produziert PSA Aluminiumgießformen sowie Schmiede- und Tiefziehwerkzeuge. Den 270 Mitarbeitern steht dazu ein umfangreicher Werkzeugmaschinenpark zur Verfügung. Die stetig wachsenden und sich ändernden Anforderungen lassen sich nur über die kontinuierliche Verbesserung von Methoden und Werkzeugen erfüllen. Die Programmierung der Maschinen bildet da keine Ausnahme: Über Verbesserungen in der CAD-/CAM-Software lassen sich erhebliche Produktivitätsfortschritte realisieren.
Test und Einführung einer CAM-Software
PSA führte schon früh eine zentralisierte Programmierung der Werkzeugmaschinen ein. Eine wesentliche Aufgabenstellung war dabei von Anfang an, die Programmierung von sich wiederholenden Geometrien zu vereinfachen. „Zu diesem Zweck entwickelten wir eigene Makroanweisungen, die jedoch unabhängig von der damals genutzten CAD-/CAM-Software erstellt wurden“, erklärt Serge Locher, Programmierer bei PSA. „Mit der Weiterentwicklung der Software wurde die Integration der Makros aber immer schwieriger.“ Der eigentliche Nutzen einer makrobasierten Programmierung, die automatisierte Erstellung von NC-Programmen für wiederkehrende Aufgaben, ging schnell verloren. Das kostete viel Zeit und sehr viel Geld. Am Ende reichte das bis dahin verwendete CAM-System nicht mehr aus, um auch zukünftig eine einfache, flexible und zuverlässige Programmierung zu gewährleisten.
Bei der Suche nach einer neuen Software kam Hypermill schnell in die engere Auswahl. Bereits die erste Testprogrammierung einer Gießform, die auf dem Bearbeitungszentrum DMG DMU80 gefräst wurde, beeindruckte die CAM-Anwender. Letztendlich gaben laut PSA die leistungsstarken Strategien sowie die vielen Möglichkeiten für eine automatisierte Programmierung den Ausschlag zugunsten des CAM/CAD-Systems von Open Mind. „Die intuitive Bedienerführung, die einfache und transparente Verwaltung selbst komplexer Vorgänge sowie die unkomplizierte Einbindung benutzerdefinierter Makroanweisungen – und deren Beibehaltung in späteren Versionen – überzeugten uns“, so Laurent Sifferlen, in der PSA-Werkgruppe verantwortlich für Werkzeuge und CAD-/CAM-Qualität. Serge Locher fügt hinzu: „Uns beeindruckte die hohe Qualität, mit der die Werkstücke von der Maschine kamen.“ In der nächsten Zeit fand man gemeinsam mit Open Mind den Ansatz, die kompletten NC-Programme mit Hypermill zu erstellen. „Wir konnten die Übernahme von CAD-Modellen aus CATIA automatisieren und stellten dabei fest, dass wir so alle Fehlerquellen bei der Automatisierung zum Beispiel von Bohrungen beseitigen konnten“, erklärt Serge Locher im Rückblick. Darüber hinaus fielen alle bisher notwendigen manuellen Eingaben weg. Mit diesen Erfahrungen fiel die Entscheidung für die ersten beiden Lizenzen leicht.
Schulung und Betrieb
Eine dreitägige Schulung der Programmierer bei PSA durch Open Mind zeigte, dass die Funktionalitäten der Software den erwarteten Nutzen brachten. „Wir konnten unsere Makroanweisungen für Bohr- oder Fräsarbeiten wieder verwenden und daraus direkt neue erstellen“, erklärt Serge Locher. Für Programmierer sei dies eine wesentliche Arbeitserleichterung und Zeitersparnis. Mehr als 150 solcher Makros wurden bisher mit Hypermill erstellt.
Nach den Verbesserungen bei 2D-Fräsaufgaben wurde getestet, welche Vorteile Hypermill in der 3D-Bearbeitung kompletter Formen bieten könnte. Auch bei diesen Bearbeitungen übertrafen die Ergebnisse die Erwartungen. Die Programmierung sollte daher auf weitere Maschinen ausgeweitet werden. Insbesondere bei NC-Programmen für Werkstücke auf Multifunktions- und Fräsdreh-Maschinen punktete Hypermill laut PSA unter anderem mit seinen leistungsstarken Simulationsfunktionen. Die Simulation wird aktuell schrittweise auf alle fünfachsigen Maschinen ausgeweitet. Gleichzeitig wird die Erstellung von Makros für eine automatisierte Programmierung fortgeführt. Derzeit tragen 547 Makroanweisungen zu einer reibungslosen Programmierung bei.
Taschenfräsen mit Hypermaxx
„Durch die Verwendung von Makros können wir schneller zu den grundlegenden Aufgaben übergehen und uns darauf konzentrieren, die Bearbeitung jedes Werkzeugs zu optimieren“, erklärt Serge Locher. Tatsächlich müssen die unterschiedlichen Optionen für die Bearbeitung beim Taschenfräsen getestet und nach den besten Parametern ausgewählt werden. Hier kommt mit Hypermaxx das High Performance Cutting Modul zum Einsatz. Das komplett in Hypermill integrierte Schruppmodul vereint optimale Fräswege, maximalen Materialabtrag und kürzestmögliche Fertigungszeiten. Ideal verteilte Fräsbahnen und eine dynamische Vorschubanpassung an die vorhandenen Schnittbedingungen sorgen dafür, dass immer mit der höchstmöglichen Vorschubgeschwindigkeit gefräst wird. „Mit Hypermaxx erzielen wir hervorragende Ergebnisse: Etwa 30 Prozent Zeitersparnis bei einer gleichzeitig stark verringerten Abnutzung des Werkzeugs“, fasst Serge Locher zusammen.
Beeindruckt zeigen sich die Programmierer bei PSA von der einfachen Umsetzung der Postprozessoren für jede Maschine. Da Postprozessoren programmierte Anweisungen in die richtige Sprache für jede Maschine entsprechend ihrer Kinematik übersetzen, stellen sie eine unerlässliche Schnittstelle zwischen Software und CNC-Maschine dar. „Seitdem wir mit Hypermill arbeiten sind wir sicher, dass die Werkstücke so von der Maschine kommen, wie wir sie programmiert haben“, betont Serge Locher. „Mittlerweile nutzen wir in unserem Werk in Mulhouse sechs Hypermill-Lizenzen.“
IAA Peugeot: Halle 8, Stand D26
Open Mind Technologies AG
Tel.: +49 8153 933-500
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