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Die Safe-by-Design-Technologie von Mobileye Drive erklärt

Safe-by-Design
Mobileye bietet ein Self-Drive-System für Serienfahrzeuge

Gezielt für die fahrerlose Zukunft der Mobilität entworfen, steht mit dem Self-Driving-System Mobileye Drive eine Gesamtlösung zur Verfügung, die Automobilhersteller und andere Mobilitäts-Unternehmen in eine Reihe von Fahrzeugmodellen einbauen können. Die Sicherheit der Safe-by-Design Selbstfahr-Technologie basiert auf den drei Säulen Road Experience Management, Responsibility-Sensitive Safety und True Redundancy. Eine Begriffserklärung.

Mit ihrem Self-Driving-System bietet die Intel-Tochter Mobileye seit neuestem eine marktreife Komplettlösung, die ihre Partner in Serienfahrzeuge wie selbstfahrende Taxis und Shuttles, selbstfahrende Nutzfahrzeuge und autonom fahrende private Pkws integrieren können. Das Self-Driving-System ist im Realbetrieb erprobt und bereit für den kommerziellen Einsatz.

Mobileye Drive basiert auf Mobileye EyeQ System-on-Chip (SoC)-Prozessoren und moderner, vertikal tief integrierter Hardware- und Software-Lösung, maßgeschneidert zur Unterstützung vollständig autonomer Fahrzeuge. Kern des Self-Driving-Systems ist eine sogenannte Trinitätslösung bestehend aus:

  • Road Experience Management (REM)- basierte AV Maps als Karten für das autonome Fahren,
  • verantwortungsbewusste Sicherheit namens Responsibility-Sensitive Safety (RSS) mit der darauf basierenden Entscheidungslogik
  • und echter Redundanz namens True Redundancy, die zwei unabhängige, wirklich redundante Sensorik-Subsysteme beinhaltet, basierend auf der jüngst entwickelten Kamera-, Radar- und Lidar-Technologie.

Road Experience Management (REM)

Mobileye nennt seinen Prozess zur Generierung der relevanten Karten (Mapping) Road Experience Management (REM). Die relevanten Daten werden über Crowdsourcing und mit Hilfe von Verbraucherfahrzeugen generiert, die mit Mobileyes Fahrerassistenzsystemen ausgestattet sind und sich im Straßenverkehr bewegen. Damit nutzt das Unternehmen quasi Schwarmintelligenz zur Erstellung von umfassenden Karten-Layern zu Verkehrsregeln und Fahrkultur. Spezialisierte Kamera-Sensoren identifizieren Informationen über den Straßenverlauf und -zustand. Die Daten werden direkt analysiert. Anschließend werden diese anonymisiert und verschlüsselt in die Cloud übertragen, wobei auf die Einhaltung der DSGVO besonders geachtet wird. Die Erstellung der Karten und deren Aktualisierung und Validierung erfolgt automatisiert. Somit ermöglichen es die Karten, dass autonomes Fahren besonders exakt skaliert werden kann.

Responsibility-Sensitive Safety (RSS)

RSS ist ein offenes technologieneutrales Rahmenwerk, um einen Standard für die Bewertung und Verifizierung sicheren Fahrens von autonomen Fahrzeugen festzulegen. Im Kern definiert RSS, was es für eine Maschine bedeutet, sicher zu fahren – und zwar mit einer Reihe von logisch nachweisbaren Regeln und vorgeschriebenen Reaktionen in gefährlichen Situationen. Das Modell formalisiert menschliches Verhalten in mathematischen Formeln, die transparent und überprüfbar sind. RSS ist unabhängig vom Planungs- und Entscheidungssystem des autonomen Fahrzeugs und bietet für die Urteilsfähigkeit des autonomen Autos einen Sicherheitsbereich. Es lehnt Aktionen, die zu einer gefährlichen Situation führen könnten, ab und reagiert angemessen auf unsichere Verhaltensweisen anderer Verkehrsteilnehmer. RSS arbeitet unabhängig von KI-basierten Entscheidungsprozessen.

RSS wurde von Intel initiiert und gewinnt weltweit an Akzeptanz bei den Branchenexperten. Das Arizona Institute of Automated Mobility, das chinesische Unternehmen Baidu, die China ITS Alliance, die Rand Corporation und der Automobilzulieferer Valeo unterstützen das Engagement für RSS.

Mobileye testet Autonomes Fahren in New York City

True Redundancy

Das Self-Drive-System nutzt fortschrittliche Sensor-Technologie und kombiniert zwei unabhängige Umgebungs-Wahrnehmungs-Subsysteme: eines basierend auf Kameras, das alleine die komplette Fahraufgabe bewältigt und eines basierend auf Radar-Lidar-Sensoren, das die gleichen Fähigkeiten besitzt. Wohingegen bei manchen Fahrzeugen komplementäre, nicht redundante Sensoren zum Einsatz kommen, bei denen Kameras und Radar oder Lidar jeweils bestimmte Elemente der Umgebung erfassen, die dann zu einem einzigen Weltmodell kombiniert werden, haben hier beide Kanäle die Aufgabe, alle Elemente der Umgebung zu erfassen und jeweils ein vollständiges Modell zu erstellen.

Fazit

Der Ansatz von Mobileye bildet die Grundlage für die Skalierbarkeit autonomen Fahrens auf technologischer und wirtschaftlicher Ebene. Die Kosten für die Technologie am Markt für autonome Fahrzeuge auszurichten, ist entscheidend für globales Wachstum und das Ermöglichen einer fahrerlosen Zukunft weltweit. (eve)

Wie sich Mobileyes autonomes Fahrzeug durch das turbulente New York bewegt, sehen Sie hier: hier.pro/PikTv

Kontakt:
Intel Deutschland GmbH
Am Campeon 10–12
85579 Neubiberg
www.intel.de

Mobileye Germany GmbH
Emanuel-Leutze-Str. 21
40547 Düsseldorf
Tel.: +49 211 1576 054 – 4
E-Mail: germany@mobileye.com
Website: www.mobileye.com


Der EyeQ5 ist der System-on-Chip der fünften Generation für Fahrerassistenzsysteme und Lösungen für das automatisierte Fahren.
Bild: Mobileye

Über die EyeQ-Chips

Mobileyes firmeneigene Chips wurden für eine Vielzahl von Computer-Vision-, Signalverarbeitungs- und Machine-Learning-Aufgaben, einschließlich tiefer neuronaler Netzwerke, optimiert und speziell für die Anforderungen des autonomen Fahrens entwickelt. Jeder EyeQ-Chip verfügt über heterogene, voll programmierbare Kerne, wobei jeder Kern für eine eigene Familie von Algorithmen optimiert wurde. Diese Vielfalt an Architekturen ermöglicht es, sowohl Rechenzeit als auch Chipleistung zu sparen.

Die dedizierten IOs von EyeQ5 unterstützen eine Datenbandbreite von mindestens 40 Gbps. Weitere Sensoren können über PCIe- und Gigabit-Ethernet-Ports mit einer zusätzlichen Datenbandbreite von 18 Gbit/s unterstützt werden. EyeQ5 implementiert zwei PCIe Gen4-Ports für die Interprozessor-Kommunikation, die eine Systemerweiterung mit mehreren gleichen Chips oder die Anbindung an einen Anwendungsprozessor ermöglichen.

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