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Zweitgrößte Volkswirtschaft

Dr. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG: „Für den weltweiten Maschinenbau wird das zukünftige Wachstum vorrangig aus China kommen“
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Die Zahlen zeigen den unaufhaltsamen Aufstieg: Spätestens in diesem Jahr wird China Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde ablösen. Nach einer Studie von Alix Partners erreichte der chinesische Maschinenbau schon 2010 ein Umsatzvolumen von mehr als 300 Milliarden Dollar. Damit ist China die mit Abstand größte Maschinenbaunation.

Parallel steigt der Export kontinuierlich an: 2010 führten chinesische Hersteller Maschinen und Maschinenbaukomponenten für mehr als 72 Milliarden Euro aus. Im gleichen Zeitraum betrug die Einfuhr noch mehr als 83 Milliarden Euro. 2011 hat China aller Voraussicht nach erstmals einen Exportüberschuss im Maschinenbau erwirtschaftet. Chinesische Hersteller entwickeln zunehmend komplexere Maschinen und Anlagen und streben in die mittleren und hochwertigen Marktsegmente. Das entspricht der Zielvorgabe des aktuellen 5-Jahres-Plans: Er hat den Maschinenbau zu einer Strategic Emerging Industry, einem Schlüsselsektor mit besonderer volkswirtschaftlicher Bedeutung, definiert. Die Branche soll in den nächsten Jahren eine weltweite Führungsposition beim „High-end Production Equipment“ erreichen. „Für den weltweiten Maschinenbau wird das zukünftige Wachstum vorrangig aus China kommen“, bekräftigt Dr. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG. „Nur Unternehmen, die sich mit eigener Produktion, eigener Entwicklung und lokalem Management in China engagieren, werden an diesem Wachstum teilhaben.“ Bosch Rexroth ist bereits seit Mitte der 1970er Jahre in China aktiv und hat dort mittlerweile die Schwelle zu einer Milliarde Euro Umsatz erreicht.

Der Zulieferer für den Maschinenbau produziert an vier chinesischen Standorten Komponenten und Systemlösungen für mobile und industrielle Anwendungen sowie erneuerbare Energien. „Bosch Rexroth hat in China eigenes F&E-Know-how aufgebaut, mit dem wir genau auf die regionalen Anforderungen optimierte Produkte und Lösungen entwickeln. Dabei arbeiten unsere Entwickler eng mit ihren deutschen Kollegen zusammen“, beschreibt Fo-Wai Lau, Managing Director von Bosch Rexroth in China. einen wichtigen Erfolgsfaktor. Die in Asien für Asien entwickelten Systemlösungen machen einen immer höheren Umsatzanteil aus. Mit marktgerecht entwickelten Produkten wie der CNC-Lösung IndraMotion MTX micro für kompakte Werkzeugmaschinen oder einer energieeffizienten Systemlösung für mobile Arbeitsmaschinen mit dem in Asien gewohnten Bediengefühl erschließt sich Rexroth für europäische Unternehmen bislang verschlossene Marktsegmente.
„Für chinesische Maschinenhersteller hat das Thema höhere Energieeffizienz absolute Priorität“, weiß Lau. Im Rahmen der „Greentech Initiative“ hat die chinesische Regierung das Ziel vorgegeben, die Energieintensität je Einheit des Bruttosozialprodukts bis 2015 um 16 Prozent zu senken. Dazu müssen Industrieunternehmen in energieeffizientere Maschinen und Anlagen investieren. „Mit der Systematik Rexroth for Energy Efficiency können Maschinenhersteller die Energieeffizienz-Potenziale aller Antriebs- und Steuerungstechnologien ausschöpfen“, hebt Dr. Tragl hervor. „Gerade weil zahlreiche Hersteller in China aktuell an ganz neuen Konzepten arbeiten, haben sie die einmalige Chance, direkt den aktuellen Stand der Technik komplett umzusetzen.“ Die Klimaschutzziele eröffnen aber auch europäischen Maschinenherstellern große Marktpotenziale, da sie bereits ein umfangreiches Energieeffizienz- Know-how aufgebaut haben. „Wir unterstützen gerade mittelständische Anbieter bei ihren Aktivitäten auf dem chinesischen Markt mit unserem dichten Service-Netzwerk und unserer lokalen Erfahrung“, so Lau. Chinesische Maschinenhersteller unterstützt Rexroth mit in China nach deutschen Qualitätsstandards gefertigten Komponenten dabei, auf internationalen Märkten Fuß zu fassen.
Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com
Bosch Rexroth; Telefon: 09352 18–1573; E-Mail: susanne.herzlieb@boschrexroth.de
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