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Reibungsärmere Übertragung

Unabhängige Studie bestätigt Vorteile von Riemen gegenüber Ketten im Motorbetrieb
Reibungsärmere Übertragung

Motoren mit Zahn- riemen sparen Kraftstoff und schonen die Umwelt: Kraftstoff- und CO2-Sparpoten- zial durch einen riemengetriebenen Steuertrieb bei einem 1,6 l 85 kW Reihenvierzylinder Ottomotor in verschiedenen Fahrzeug- Gewichtsklassen
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Vor dem Hintergrund der Klimadiskussion werden von der Automobilindustrie immer neue ökologiefreundliche Lösungen erwartet. Spezielle Keilrippen- und Zahnriemen helfen hier, den Ausstoß von Kohlendioxid zu mindern. Eine unabhängige Studie betätigt, dass Zahnriemen gegenüber Ketten deutliche Vorteile hinsichtlich Co2-Reduzierung und Fahrkomfort aufweisen.

Eine unabhängige Studie der FEV GmbH hat Ergebnisse von Contitech bestätigt, dass Zahnriemen im Steuertrieb im Hinblick auf CO2-Reduzierung und Fahrkomfort gegenüber Ketten deutliche Vorteile aufweisen. In einem 1,6 l-Ottomotor verringert der Riementrieb den Kraftstoffverbrauch um mehr als 1 % und spart bis zu 1,5 g CO2 je km ein. Die Untersuchung wurde im Auftrag von Dayco, Gates und Contitech durchgeführt, um die potenziellen Reibungsvorteile von riemengetriebenen Steuertrieben objektiv zu bestimmen. Anhand von Prüfstanduntersuchungen mit einem 1,6 l-Reihenvierzylinder Ottomotor hat der Motorendienstleister FEV nachgewiesen, dass der Riementrieb die Motorreibung gegenüber dem Kettentrieb um 0,04 bar reduziert. Dies entspricht einem Reibungsvorteil von 30 %. „Aus den Reibungsmessungen haben wir dann die Kraftstoffverbrauchsunterschiede für verschiedene Lastpunkte und für den Neuen Europäischen Fahrzyklus hochgerechnet“, so Christof Tiemann, Abteilungsleiter Konstruktion der FEV Aachen, bei seinem Vortrag auf dem 17. Aachener Kolloquium Fahrzeug- und Motorentechnik im Oktober. Im stationären Motorbetrieb wird bei maximale Belastung durch die Reibungsminderung bei riemengetriebenen Steuertrieben 1 % Treibstoff gespart. Für Fahrten mit 30 beziehungsweise 50 km/h liegt der Verbrauchsvorteil bei u003E1%. Generell erhöht sich die Treibstoffersparnis mit sinkendem Fahrzeuggewicht. Der verminderte Kraftstoffverbrauch reduziert den CO2-Ausstoß eines Fahrzeugs mittlerer Gewichtsklasse von 1150 kg um bis zu 1,5 g/km. Bei einem Gewicht von 1650 kg sinkt die CO2-Emission um 1,3 g/km.

Zahnriemen mit Motorlebensdauer
Die Ergebnisse bestätigen frühere Resultate von Contitech. Der Zahnriemen „Conti Green Runner“, ersetzt Steuerketten im Motor. Dabei vermindert er den Kraftstoffverbrauch um bis zu 0,2 l/100 km und reduziert somit den CO2-Ausstoß je nach Motorgröße um bis zu 3 g/km. Der „Green Runner“ erzielt Laufleistungen von 240 000 km und mehr und hat damit seine Tauglichkeit für Motorlebensdauer bewiesen. Gleichzeitig lässt sich die notwendige Riemenbreite reduzieren, so dass der prinzipbedingte Bauraumnachteil des Riemens im Vergleich zum Kettentrieb ausgeglichen wird. „Im Zuge der verstärkten Anstrengungen und gesetzlichen Vorhaben zur Reduzierung von CO2-Emissionen von Verbrennungsmotoren werden europäische Automobilhersteller diese Vorteile verstärkt nutzen und die nächste Motorengeneration wieder häufiger mit Riemen anstatt mit Ketten ausstatten“, erklärt Hermann Schulte, Leiter Entwicklung Riementriebsysteme bei Contitech.
Hochleistungs-Keilrippenriemen
Zu ökologischer Effizienz trägt auch der riemengetriebene Starter-Generator (RSG) bei. Mit dem RSG lässt sich im Start-Stopp-Betrieb der Treibstoffverbrauch um 5 bis 10 % reduzieren. Beim Stopp-and-Go-Verkehr in der Stadt kann somit der CO2-Ausstoß wirkungsvoll vermindert werden. „Conti Tough Grip“, ein spezieller Hochleistungs-Keilrippenriemen mit Aramidzugstrang und neuer Oberflächentechnologie überträgt beim RSG das Drehmoment zwischen dem Verbrennungsmotor und einem speziellen Elektromotor, der einen komfor- tablen und schnellen Motorstart ermöglicht. Damit kann unter Nutzung von bekannten Komponenten ein Start-Stopp-Konzept in den konventionellen Riementrieb integriert werden, das sich durch gute Funktionalität bei gleichzeitig niedrigem Systemgewicht auszeichnet.
Hybridring für CVT
Ein weiterer neuer Antriebsriemen ermöglicht stufenlos verstellbare Getriebe (CVT) auch für die Kleinwagenklasse. Der so genannte Hybridring läuft ohne Schmierung und macht die Hydraulikpumpe überflüssig. Dadurch reduzieren sich Gewicht und benötigter Bauraum, was in der Kleinwagenklasse eine große Rolle spielt. Durch den Wegfall der Hydraulik wird weniger Energie verbraucht, die vom Motor sonst aufgebracht werden müsste. So trägt der Hybridring in der CVT-Technik zu einer weiteren Reduzierung der CO2-Emissionen bei. Contitech; Telefon: 0511/9385122; E-Mail: hermann.schulte@ptg.contitech.de
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