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Mitdenken ist angesagt

Intelligente Insassenschutzsysteme verbinden aktive und passive zur kognitiven Sicherheit
Mitdenken ist angesagt

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Dass sich bei den Technologien Airbag und Sicherheitsgurte „nicht mehr viel tut“ widerlegen Systeme, welche die passive Sicherheit noch intelligenter, umweltfreundlicher und erschwinglicher machen. Mit Hilfe fortschrittlicher Elektronik und patentierten Algorithmen enstehen heute kognitive Sicherheitssysteme, die wahrnehmen, analysieren, antizipieren und reagieren.

Die Anzahl der Getöteten im Straßenverkehr sind Dank der sich immer weiter entwickelnden Sicherheitstechnik schon seit vielen Jahren rückgängig: vom Hoch mit knapp 19 000 im Jahr 1970 auf knapp 5000 im Jahr 2008 (Quelle: Stat. Bundesamt). Einer der Technologieführer auf dem Gebiet der Sicherheitstechnik ist TRW. Das Unternehmen kombiniert sein breites Spektrum aktiver und passiver Sicherheitssysteme mit fortschrittlicher Elektronik und bringt damit die Fahrzeugsicherheit auf ein neues Niveau. Folgende Innovationen wurden kürzlich vorgestellt:

Airbag-Steuereinheit
Die neue Generation der Airbag-Steuereinheit (ACU) ist noch flexibler als ihr Vorgänger. Das System kann sowohl verschiedene Pre-Crash-Funktionen als auch die Trägheitssensoren für die Stabilitätskontrolle integrieren. Die Technologie geht ab 2012 bei zwei Fahrzeugherstellern in Serie. Üblicherweise nutzt die elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) eine Inertialsensor-Kombination (Inertial Measurement Units, IMU). Um für Kunden einen Mehrwert zu schaffen, ist es mit der ACU möglich, die Anzahl der Module im Fahrzeug zu reduzieren, ohne die Leistungsfähigkeit des Systems zu beeinträchtigen. Darüber hinaus wird die Sensorfunktionalität für den Seitenaufprall und das Überrollen durch die Nutzung von Daten aus den Trägheitssensoren verbessert.
TRW bietet für die Branche das breiteste Portfolio für aktive und passive Sicherheit und ist damit in der Lage, die Möglichkeiten von Integration optimal zu nutzen.
Die Integration von Trägheitssensoren in die Airbag-Steuereinheit bietet viele Vorteile. Erstens werden die Sensoren in der Nähe des Gravitationszentrums des Fahrzeugs platziert – eine besonders geeignete Lage, um die Bewegung des Fahrzeugs zu erkennen. Zweitens erlaubt die Kombination von Trägheits- und Crashsensoren in einem Modul alternative Methoden der Diagnoseabdeckung. So können die Trägheitssensoren genutzt werden, um sowohl einen Seitenaufprall als auch einen Überschlag zu erkennen. Darüber hinaus lassen sich einzelne Sensoren mit integrierten Multisensoren-Schaltungen kombinieren. Schließlich kann auf viele Komponenten, die für ein separates Trägheitssensormodul benötigt werden, verzichtet werden, ohne das Design oder die Leistung des ESC-Steuergeräts zu verändern.
Die ACU kann auch die Steuerfunktionen des Aktiven Gurtstraffers des Herstellers integrieren und gleichzeitig mehrere „Pre-crash“-Funktionen beinhalten. Damit bietet sie eine höhere Flexibilität und weitere Integrationsmöglichkeiten für zentrale Sicherheitsfunktionen. Zusatzfeatures wie die Sensorik für Fußgängerschutz und Überroll-Erkennung, die Auslösung von Stabilisatoren und die Insassenerkennung werden von der Airbag-Steuereinheit unterstützt.
Fahrerairbag-Modul nur halb so groß
Das kompakte Fahrerairbag-Modul ist 50 % kleiner als bisherige konventionelle Modelle. Das System beansprucht ein Volumen von weniger als 1200 cm³ und bietet Fahrzeugherstellern mehr Designfreiheiten bei gleichzeitig signifikanten Gewichtseinsparungen. Es wird alle Airbag-Systemfeatures von TRW beinhalten, beispielsweise die Modulverrastung („Snap-In“ Guidance), die Hupen-Funktion, den ein- oder zweistufigen Gasgenerator, die Sternfaltung, den Gasgenerator mit Schwingungstilgerfunktion sowie passive oder aktive Bagventing-Systeme. Mit dem kompakten Modul konnte dank der Verwendung des DI-10 Gasgenerator der Bauraum entscheidend verringert werden. Der DI-10 nutzt eine neue und wesentlich effizientere Treibstoffzusammensetzung. Zur Reduzierung des benötigten Bauraums kommen hochwertige Materialien für das Gehäuse und eine spezielle Schweißtechnologie zum Einsatz. Modernste Prozesstechnologien ermöglichen kompakte Faltungen und konnten durch das neue Gehäusekonzept die Modulgröße signifikant reduzieren.
TRW präsentierte als erster Zulieferer das kompakte Low Mounted-Knieairbagmodul und ein Kopfairbagsystem für Cabriolets, das Anfang des Jahres in Serie gegangen ist.
Aktiver Gurtstraffer
Bei der Sicherheitsgurttechnologie „ACR2 Basic“ (Active Control Retractor) handelt es sich um eine Variante des ACR2. Im Jahr 2002 kam TRW als erster Zulieferer mit einem aktiven Sicherheitsgurt auf den Markt. Bei der Weiterentwicklung des ACR-Portfolios stehen neben der Verbesserung von Fahrerkomfort und -sicherheit vor allem die Erschwinglichkeit im Vordergrund. Mit der Basic-Variante konnte TRW gegenüber dem ACR2-Standard Kostenvorteile erzielen. Dass dieses System erschwinglich wurde verdankt es der vereinfachten Elektronik. Es kommt eine kleinere ECU (Electronic Control Unit) zum Einsatz, während der Algorithmus – je nach Wunsch des Fahrzeugherstellers – in einer anderen ECU integriert wird. Das kann zum Beispiel die Airbag-Steuereinheit sein. Die veränderte Architektur ermöglicht einen verkleinerten Bauraum, einen verringerten Integrationsaufwand und Kostenersparnis.
Die ACR-Technologie wurde bereits in vielen Fahrzeugmodellen in Serie gebracht, unter anderem im aktuellen Hyundai Equus und der Mercedes S-Klasse. Die Basic-Variante ist ein wichtiger Schritt in die Richtung, solche fortschrittlichen Sicherheitstechnologien einem breiteren Fahrzeugsegment und damit mehr Menschen zugänglich zu machen. TRW versteht die beiden Varianten des ACR2-Systems auch als sichtbaren Beweis dafür, dass das Unternehmen intensiv daran arbeitet, aktive und passive Sicherheit zusammen zu führen. Die Technologie wurde so entwickelt, dass Sensorinformationen aus Brems- und Stabilitätskontrolle dazu genutzt werden können, kritische Situationen wie eine Panik-Bremsung oder ein Schlittern zu erkennen. Das ACR reagiert dann, indem es die Gurtlose beseitigt, um die Sitzposition des Insassen vor einem möglichen Aufprall zu verbessern. Falls sich die kritische Situation ohne Unfall löst, wird das System über einen reversiblen Aktuator automatisch zurück gesetzt.
TRW; Telefon: 02215341 08831;
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