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Individueller Königsweg

Antriebsmix für Langstrecken-/Überland- und urbanen Verkehr
Individueller Königsweg

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Das Automobil von heute kann Vieles: Sicherheit, Komfort, Fahrspaß und große Reichweite werden vom Kunden schlicht vorausgesetzt. Für das Auto von morgen rückt neben Qualität und Dynamik die Umweltverträglichkeit immer mehr in den Vordergrund. Dem weltweit stetig wachsenden Mobilitätsbedarf stehen andererseits schrumpfende Ölreserven, steigende Energiepreise sowie strenger werdende und dabei uneinheitliche Gesetze gegenüber. Es scheint fast so, als würde den Ingenieuren die „Quadratur des Kreises“ abverlangt.

Aktuell wird das Elektroauto als heißer Kandidat zur Minimierung der CO2-Emissionen im Straßenverkehr gehandelt. Ob Brennstoffzellen-, batterieelektrisch oder mittels Range Extender betriebene Fahrzeuge – Elektroautos bieten ein großes Potenzial in Sachen Umweltfreundlichkeit. Lokal emissionsfreies, leises und hocheffizientes Fahren bietet sich dabei insbesondere in urbanen Ballungsräumen an, wo Einfahrtbeschränkungen und Umweltzonen mittlerweile keine Ausnahme mehr sind.

Sind wir alle dann in zwei Jahren nur noch „elektrisch“ unterwegs? Wohl nicht. Das Elektroauto kann Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor nicht komplett ersetzen. Moderne Diesel und Benziner werden auch auf längere Sicht das Rückgrat der Mobilität bleiben – bei Pkw insbesondere auf Langstrecken, und vor allem beim Güterverkehr mit Lastwagen.
Mercedes-Benz setzt daher auf einen vielseitigen „Antriebsmix“: Je nach Fahrzeugklasse, Einsatzprofil, Kundenwunsch und gesetzlichen Regularien wird es künftig unterschiedliche Fahrzeugkonzepte mit maßgeschneiderten Antriebslösungen geben. Im Langstreckenverkehr werden vor allem moderne Verbrennungsmotoren mit und ohne Hybridmodul weiterhin dominieren. Im Überlandverkehr kann dieses Straßenbild verstärkt durch Plug-In-Hybride und Brennstoffzellenautos ergänzt werden. Im urbanen Verkehr – vor allem in den immer zahlreicheren Mega-Cities rund um den Globus – kommen nach Einschätzung von Daimler überwiegend lokal emissionsfreie Fahrzeugkonzepte mit Batterie- und Brennstoffzellenantrieb zum Einsatz.
E-Klasse: 139 Gramm CO2 pro Kilometer
Der Verbrennungsmotor ist also noch lange nicht „out“, denn er birgt noch viel Potenzial: Ein Beispiel dafür ist der neue Mercedes-Benz 4-Zylinder Dieselmotor OM 651. Mit diesem Motor verbraucht die neue E-Klasse bis zu 23 % weniger als ihr Vorgänger: Der Kraftstoffverbrauch beginnt bei 5,3 l/100 km. Das entspricht 139 g CO2 pro Kilometer und ist ein Spitzenwert bei oberen Mittelklassefahr- zeugen.
Parallel zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors treibt Daimler den Elektro-Antrieb weiter voran. In Projekten wie mit dem Smart Fortwo Electric drive – beginnend 2007 in London – sammelt das Unternehmen wertvolles Kundenfeedback, um die Technologie weiter zu verbessern und festzustellen, wie die Autos beim Kunden ankommen. Bisher ist die Resonanz bei den Kunden sehr gut. Noch in diesem Jahr beginnt die Kleinserienproduktion des neuen Smart Fortwo Electric Drive. Die ersten Fahrzeuge werden in den Projekten „E-Mobility Berlin“ und „E-Mobility Italy“ zum Einsatz kommen.
B-Klasse mit Brennstoffzelle
Ebenfalls als Kleinserie startet 2009 die B-Klasse mit Brennstoffzelle, genannt „F-Cell“. Das Brennstoffzellen-System wandelt an Bord Wasserstoff in Strom um und produziert dabei als einziges Abgas Wasserdampf. Der Strom treibt in der B-Klasse F-Cell einen Elektromotor mit 100 kW Spitzenleistung und 320 Nm Drehmoment an. Dessen Fahrleistungen liegen auf dem Niveau eines zwei Liter großen Benziners. 2010 sollen die ersten Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert werden. Ebenfalls 2010 kommt schließlich das erste reine Batteriefahrzeug von Mercedes.
Die Studie Blue Zero
Als Blick in die Zukunft haben die Ingenieure von Mercedes-Benz mit dem seriennahen Konzept „Blue Zero“ eine Studie entwickelt, die aufzeigt, wohin die Reise in Sachen Elektromobilität gehen könnte. Blue Zero ermöglicht auf Basis einer Fahrzeugarchitektur drei Modelle mit unterschiedlichen Antriebsvarianten:
  • der Blue Zero E-Cell mit batterieelektrischem Antrieb hat eine rein elektrische Reichweite bis 200 km
  • der Blue Zero F-Cell mit Brennstoffzelle erzielt eine elektrische Reichweite von deutlich über 400 km
  • der Blue Zero E-Cell Plus mit Elektroantrieb und zusätzlichem Verbrennungsmotor als Stromgenerator (Range-Extender) erzielt eine Gesamtreichweite bis 600 km und fährt rein elektrisch bis zu 100 km weit.
Bei allen drei Varianten sind die wesentlichen Antriebskomponenten schwerpunktgünstig und Platz sparend im Sandwichboden des Fahrzeugs untergebracht. Ergebnis sind drei voll alltagstaugliche, fünfsitzige Modelle mit über 500 l Kofferraumvolumen.
Leistungsstarke Lithium-Ionen Batterien
Entscheidende Voraussetzung für alle Elektroantriebssysteme ist ein leistungsfähiger, sicherer und zuverlässiger Energiespeicher. Die Leistungsfähigkeit des gesamten elektrischen Systems hängt von der Batterie ab, angefangen bei ihrer Speicherkapazität. Aus diesem Grund legt Mercedes-Benz das Augenmerk auf die Entwicklung von leistungsstarken Lithium-Ionen Batterien. Klar ist: Die Batterie muss eine lange Lebensdauer sowie ein hohes Sicherheitsniveau aufweisen und dazu recyclingfähig sein. Lithium-Ionen Batterien besitzen diese Eigenschaften, sind kompakter und leisten mehr als die bisherigen Nickel-Metallhydrid Batterien. Ein Vorteil, von dem Fahrer der Mercedes-Benz S-Klasse schon heute profitieren können: Mit dem S400 Hybrid haben die Stuttgarter das erste Großserienhybridfahrzeug auf den Markt gebracht. Kein anderes Fahrzeug dieser Fahrzeugklasse verbraucht 7,9 l/100 km bei einem CO2-Ausstoß von 186 g/km. Das zeigt, dass umweltverträgliches Fahren auch in der Oberklasse machbar ist.
Zusammenfassend lässt sich also sagen: es gibt zwar nicht den einen Königsweg für eine nachhaltige Mobilität. Aber die Vielfalt technologischer Innovationen wird es uns auch in Zukunft ermöglichen, möglichst umweltschonend von A nach B zu kommen.
Halle 2;
Daimler; Telefon: 0711 17-0; E-Mail: matthias.brock@daimler.com
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