Elektromobilität, urbane Mobilität, Autonomes Fahren

IAA 2019 will mit großem Konferenzprogramm attraktiver werden

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Zukunftsthemen wie autonomes Fahren, urbane Mobilität, neue Mobilitätsdienste und Elektromobilität stehen auf der IAA 2019 im Fokus. Mehr Debatten und Diskussionen auf nun vier Bühnen sollen die Veranstaltung, trotz Ausstellerverlust, für Besucher attraktiv machen. Und auf der B2B-Plattform New Mobility World treffen Digitalunternehmen auf Automobilakteure und Zulieferer.

Driving tomorrow lautet das Motto der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt, die vom 12. bis 22. September 2019 in Frankfurt mit visionären Konzeptfahrzeugen, Elektromobilität, alternativen Antriebe, Smart Cities und Disruptoren aufwartet. Allerdings haben diesmal viele Automarken abgesagt oder treten mit deutlich verkleinertem Stand auf. Ein Trend, der nicht zuletzt schon beim Genfer Autosalon zu sehen war. Um die Veranstaltung trotzdem für Besucher attraktiv zu machen, richtet der Verband der Automobilindustrie (VDA), Berlin, sie neu aus. „Die IAA transformiert sich, so wie die Branche auch“, sagt VDA-Präsident Bernhard Mattes. „Die IAA wird interaktiver, vernetzter, digitaler. Trends und Themen werden branchenübergreifend vorgestellt und diskutiert.“

Das neue Programm setzt auf vier Formate: Conference, Experience, Exhibition und Career. Die IAA Conference ist eine Veranstaltungsreihe mit hochrangigen Events auf diesmal vier Bühnen, die vom 11. bis 13. September in Halle 5 stattfindet. Diskutiert wird hier über Themen wie Künstliche Intelligenz, Infotainment, alternative Antriebe, Lösungen für den Klimawandel, Smart Cities oder die Sharing-Economy. Mehr als 200 CEOs, Visionäre, Querdenker und Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Wissenschaft, Politik sowie der internationalen Automobilbranche und Techszene teilen vor Ort ihre Visionen und Ideen.

IAA Exhibition heißt die klassische Ausstellung, die die gesamte Wertschöpfungskette abbildet und die Facetten der Megatrends vernetztes und automatisiertes Fahren, Elektromobilität und alternative Antriebe erlebbar macht.

Die IAA Experience bringt Erlebnisse aufs Gelände, zum Beispiel mit einem Outdoor-Parcours für SUVs sowie intensivierten Probefahrten auf einer exklusiven Teststrecke durch die Innenstadt Frankfurts oder über die nahegelegene Autobahn (IAA Test Drive). Wer autonome Fahrzeuge selbst erleben will, kann sich in einem der beiden „People Mover“ von ZF um die Halle 10 chauffieren lassen. Zudem können die Besucher auf der Freifläche auf einem 1500 m2 großen Openair-Parcours E-Bikes und E-Scooter testen – Light Vehicles, die nach Ansicht des VDA eine wesentliche Innovationsrolle spielen. Die IAA Career schließlich richtet sich an Studierende, Berufseinsteiger und Professionals.

B2B-Plattform New World Mobility

Auch wenn diverse Automobilhersteller dieses Jahr nicht an der IAA teilnehmen, zeigen einige Neuheiten: etwa VW seinen ersten rein elektrisch angetriebenen Serienwagen, den ID.3; Porsche den 600 PS starken Taycan-Sportwagen mit 500 km Reichweite; Honda den bereits in Genf präsentierten Honda E mit seinem hohen Maß an Konnektivität, weswegen das Armaturenbrett gleich mit fünf Bildschirmen gespickt ist. Und Schaeffler führt seinen elektrisch betriebenen Schaeffler Mover vor, der sich durch eine hohe Manövrierbarkeit dank 90 Grad-Radeinschlag auszeichnet. Einen neuen Hybriden gibt es mit dem Kona Hybrid bei Hyundai zu sehen. Auch die PSA-Tochter Opel, als einziges Unternehmen aus dem Konzern auf der IAA, ist mit dem Plug-In-Hybriden Grandland X Hybrid4 vertreten. Mercedes bietet seinen neuen GLE als Mildhybrid an, aber auch traditionell mit Verbrennungsmotoren. Die finden sich auch in der BMW 1er-Serie, bei Land Rover in der Neuauflage des Defenders sowie in neuen Modellen bei Audi, Ford und Kia.

Interessant sind zudem viele Detaillösungen von Komponentenherstellern. So startet etwa ZF (Halle 8, Stand C21) in Frankfurt eine Produktoffensive für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, aktive Fahrwerke, integrierte Sicherheit und das automatisierte Fahren. Mit einer 8-Gang-Automatgetriebe-Variante für Plug-in-Hybride legt das Unternehmen die Grundlage für eine neue Gattung batterieelektrischer Fahrzeuge. Das Hybridsystem ermöglicht hohe, rein elektrische Fahrleistungen und stellt eine gleichberechtigte Alternative zu rein batterieelektrischen Fahrzeugen in bestimmten Anwendungsfällen dar. Parallel zum Hybridantrieb arbeitet ZF daran, rein elektrische Antriebsstränge weiter zu verbessern. Ein wichtiger Schritt ist die Weltpremiere eines elektrischen 2-Gang-Antriebs für Pkw. Die Konzeptentwicklung vereint einen elektrischen Motor mit 140 KW (190 PS) maximaler Leistung, ein zweistufiges Schaltelement und eine Leistungselektronik. Gegenüber einem einstufigen Antrieb kann er die Reichweite pro Batterieladung um bis zu 5 % steigern.

Der Messeauftritt von Pierburg (Halle 8, Stand 20) steht unter dem Motto E3: Emissions, Efficiency und Electrification. Aus dem Bereich E-Mobilität präsentiert der Zulieferer etwa Komponenten für das batterieelektrische Fahren sowie elektrische Hochvolt-Fahrantriebe und einen 48-V-Antrieb für kleine Nutzfahrzeuge und Kleinfahrzeuge. Die Unternehmensdivision Hardparts mit der Marke Kolbenschmidt präsentiert besonders reibungsarme Konzepte für moderne Leichtbaukolben, etwa das erst kürzlich zur Serienreife entwickelte Kolben-Leichtbaukonzept Liteks-5, das speziell auf Ottomotoren ausgelegt ist.

Kirchhoff Automotive (Halle 9, Stand B16) demonstriert Innovationen in den Bereichen Leichtbau, Crashsicherheit und Wirtschaftlichkeit, etwa eine Weiterentwicklung seines ersten Batteriegehäuses für E-Mobilität und ein Crashmanagement-System.

Aufgrund des vorausgegangenen Erfolges ist die internationale B2B-Plattform für Fachbesucher – New Mobility World (NMW) weiter dabei. Sie findet vom 11. bis 15. September in Halle 5 statt. Im Mittelpunkt stehen die fünf Kernthemen Automation, Connectivity, Clean and Sustainable Mobility, Urban Mobility sowie Mobility-as-a-Services. Auf den Konferenzbühnen und im Ausstellerbereich drehen sich die Debatten und Gespräche um Themen wie Künstliche Intelligenz, User Interfaces und Infotainment Systeme, alternative Antriebe, Lösungen für den Klimawandel und Luftqualität, Smart Cities oder die Sharing-Economy. „Vieles, was wir 2015 zum Auftakt der New Mobility World als Mobilität der Zukunft präsentiert haben, ist heute reale Gegenwart. Ride-Pooling und Ride-Sharing sind selbstverständlich in den Metropolen unserer Welt, die ersten autonomen Sammeltaxen sind bereits unterwegs und die Infrastruktur moderner Städte ist vielerorts längst vernetzt und intelligent”, so VDA-Geschäftsführer Dr. Martin Koers.

Der Auftritt des Technologieunternehmens Continental (Halle 5, Stand C05) steht hier unter dem Motto „Null Unfälle, null Emissionen und null Stress dank intelligenter Vernetzung und Komfort.“ Sein Radarsystem kommt beispielsweise erstmals im autonomen Shuttlebus EZ10 des französischen Unternehmens EasyMile zum Einsatz, das speziell für fahrerlose Fahrzeuge bis zur Serienreife entwickelt wurde: Insgesamt sieben Radarsensoren mit einer Reichweite von jeweils bis zu 200 m überwachen durchgehend das Fahrzeugumfeld. mc

Internationale Automobilausstellung IAA

12. bis 22. September 2019

Frankfurt

www.iaa.de

Direkt zur Programmübersicht der IAA-Konferenz

http://hier.pro/osEVd

Kontakt:

Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA)

Postfach 80462

10004 Berlin

Tel 030/897842-0

info@vda.de

www.iaa.de

Vor allem im Freibereich der IAA 2019 sollen viele Angebote die Neuheiten besser erlebbar machen. Darunter ein Off-Road-Parcour und eine E-Bike- und E-Scooter-Teststrecke. Um die Halle 10 herum fahren People Mover von ZF als autonome Shuttlebusse. Parallel zur IAA findet in Halle 5 erneut die B2B-Plattform für Fachbesucher – New Mobility World statt. Sie beginnt schon einen Tag früher
Plan: VDA/IAA
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