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Bosch entwickelt digitalen Schutzschild

Neue Technologie soll Motorradunfälle verhindern
Bosch entwickelt digitalen Schutzschild

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Motorradfahrer gehören zu den am meisten gefährdeten Verkehrsteilnehmern, denn sie werden im Straßenverkehr häufig übersehen, sei es in Kreuzungssituationen oder bei Überholmanövern. Das will Bosch nun ändern: Gemeinsam mit den Partnern Autotalks, Cohda Wireless und Ducati hat das Unternehmen prototypisch eine smarte Lösung entwickelt, die Motorrad und Auto miteinander sprechen lassen. Gefährliche Situationen sollen so gar nicht erst entstehen können.

Einer Schätzung der Bosch-Unfallforschung zufolge könnte mit der Motorrad-zu-Auto-Kommunikation nahezu jeder dritte Motorradunfall vermieden werden. „Mit Sicherheitssystemen wie ABS und der Motorrad-Stabilitätskontrolle haben wir das Fahren auf zwei Rädern bereits deutlich sicherer gemacht. Indem wir das Motorrad vernetzen, zünden wir die nächste Stufe für mehr Sicherheit“, sagt Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel.

Vernetzung könnte fast jeden dritten Motorradunfall verhindern
Und so funktioniert’s: Fahrzeuge im Umkreis von mehreren hundert Metern tauschen bis zu zehn Mal pro Sekunde Informationen zu Fahrzeugtyp, Geschwindigkeit, Position und Fahrtrichtung aus. Das heißt, lange bevor ein Motorrad für Autofahrer und fahrzeugeigene Sensoren in Sicht kommt, wissen sie dank der Technologie: Achtung, ein Motorrad nähert sich. Das ermöglicht ein verbessertes, vorausschauendes Fahren.
Eine typische Gefahrensituation entsteht beispielsweise, wenn sich ein Motorrad einem Auto auf einer mehrspurigen Straße von hinten nähert, in den toten Winkel gerät oder zum Überholen die Fahrspur wechselt. Erkennt das System eine drohende Gefahrensituation, warnt es den Motorrad- und den Pkw-Fahrer etwa mittels Warnton und Warnhinweis im Cockpit. Damit erhält jeder Fahrer wichtige Informationen, die aktiv helfen, Unfälle zu vermeiden.
Fahrzeuge tauschen Information in wenigen Millisekunden aus
Der Datenaustausch zwischen Motorrad und Auto erfolgt auf Basis des am WLAN angelehnten Standards pWLAN (ITS G5). Das ermöglicht kurze Übertragungszeiten von nur wenigen Millisekunden zwischen Sender und Empfänger. Jeder beteiligte Verkehrsteilnehmer ist so in der Lage, für das Verkehrsgeschehen wichtige Informationen zu generieren und zu senden.
Auch stehende Fahrzeuge senden Daten an die Umgebung aus. Damit weiter entfernte Motorräder und Autos zuverlässig die nötigen Informationen erhalten, setzt die Technologie auf das sogenannte Multi-hopping. Dabei werden die Informationen automatisch von Fahrzeug zu Fahrzeug weitergereicht. So sind in kritischen Situationen alle Beteiligten informiert und können entsprechend frühzeitig reagieren.
Video zur Motorrad-zu-Fahrzeug-Kommunikation: http://hier.pro/2MVcz
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