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Automotive-Zukunft mit Touchpad und Echtglas

Mittelkonsolenkonzept zeigt neue Wege multimodaler Bedienbarkeit
Automotive-Zukunft mit Touchpad und Echtglas

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Das Mittelkonsolenkonzept von Preh zeigt, wie sich aktuelle Bediengewohnheiten bei Smartphones oder Smartpads ins Automobil integrieren lassen, ohne die Verkehrssicherheit zu gefährden. Bei dem Bedienkonzept werden berührungssensitive Echtglasoberflächen verwendet, die mit Eigenschaften herkömmlicher Tasten ausgestattet wurden. Die Funktionsauswahl wird über multisensorisches Feedback erleichtert, d. h. es werden sowohl Tastsinn als auch Gehör und visuelle Wahrnehmung parallel angesprochen. So können Bedienvorgänge im Cockpit einfacher und intuitiver erfolgen.

Der Autor: Dr. Matthias Lust, Leiter der Vorentwicklung, Preh GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale

Ein Touchpad, das bei Berührung ein haptisches Feedback gibt, integrierte Preh bereits 2007 erstmalig in ein Mittelkonsolenkonzept. Bis Touchpads – auch ohne haptisches Feedback – in die automobile Großserienfertigung gingen, sollten aber noch einmal rund drei Jahre vergehen. Damals feierte ein neuartiges Multi-Media-Interface mit Schrifterkennung per integriertem Touchpad im Audi A8 Weltpremiere. Heute sind Touchpads im Automobilinterieur auf dem Vormarsch.
Touchpads liegen im Trend
Beispielsweise hatte BMW 2012 – mit dem Marktstart der neuen 7er-Reihe in China – ein Touchpad in den zentralen iDrive Controller integriert. Diese Ausstattungsoption ist mittlerweile in zahlreichen weiteren BMW-Modellen verfügbar. Neben der Schrifterkennung sind es vor allem die smartphonetypischen Gesten, die Touchpads praktikabel machen. Ob „swipe-to-scroll“ oder „pinch-to-zoom“ – seit 2007 das iPhone in den Markt eingeführt wurde, sind derartig praktische Bediengesten zum weltweiten Standard geworden. Während bei der Nutzung von Smart-Phone oder Smart-Pad der konzentrierte Blick auf die Bedienoberfläche unvermeidlich ist, muss die Aufmerksamkeit beim Autofahren vollständig dem Straßenverkehr gehören. Die neuen Bediengewohnheiten müssen also ins Cockpit gebracht werden, ohne die Verkehrssicherheit zu mindern. Je kürzer die Blickabwendung beim Bedienvorgang ausfällt, desto weniger abgelenkt ist der Autofahrer.
Haptisches Feedback ist ein Schlüssel
Hierfür sind drei Konstruktionsmerkmale von Vorteil: Erstens sollte das zentrale Display im Cockpit möglichst höher als das Kombi-Instrument sitzen. Zweitens sollte das Display nur der Anzeige dienen, also ohne Touchscreen-Funktion auskommen. Drittens sollten die Bedienelemente intuitiv bedienbar sein. Kurz: Die strikte Trennung von Funktionsanzeige und Funktionsauswahl kann eine Ablenkung reduzieren. Deswegen hat Preh sein Touchpad im Mittelkonsolenkonzept 2013 so konstruiert, dass es über das von herkömmlichen Tasten bekannte intuitive haptische Feedback verfügt. Drückt man mit dem Finger auf die Oberfläche, wird spürbar bestätigt, dass eine Funktionsauswahl stattgefunden hat.
Erklären lässt sich dieses Feature am Beispiel der für das Touchpad neu konzipierten Cursor-Steuerung: Berührt man die Touchpad-Oberfläche im Navigationsmodus mit der Fingerspitze, dann wird dieser Berührungspunkt im Anzeigedisplay als Cursor sichtbar. Im Navigationsmodus ist das hilfreich, um etwa Points-of- Interest auszuwählen. Denn jetzt braucht man den Finger nur bis zu einem gewünschten Suchpunkt in der Kartendarstellung ziehen und kann diesen per „Tastendruck“ auswählen. In diesem Fall fungiert das gesamte Touchpad als „Taste“. Es gibt dem Autofahrer sowohl ein haptisches als auch ein akustisches Feedback per „Klick-Geräusch“. Zudem wird als visuelles Feedback der ausgewählte Point-of-Interest im Display dargestellt.
Strukturierte Echtglasoberflächen
Die Touchpad-Oberfläche wurde als sphärisch gewölbtes Echtglas ausgeführt. Dabei wirkt die Oberfläche durch eine feine Ätzstruktur mattiert. Durch den Einsatz von Glas ist nicht nur eine besonders hohe Beständigkeit gegen Kratzer gegeben, sondern auch gegen Chemikalien. Der in der Automobilbranche für Bedienoberflächen übliche „Sonnencreme-Test“ wird so problemlos bestanden. Auch an anderer Stelle wurden Glasoberflächen in die Mittelkonsole integriert.
Als Novum verfügt das Konzept erstmalig über eine formcodierte Echtglas-Bedienoberfläche zur Auswahl von Klimafunktionen. Das Bedienfeld wurde hier zwischen zwei Drehstellern angeordnet. Es verfügt über eine deutlich konturierte geschlossene Oberfläche. Die Oberflächenkonturen sind mit dem Finger leicht erfühlbar und separaten Tasten nicht unähnlich. Die Funktionsauswahl geschieht anscheinend herkömmlich per „Tastendruck“: Die Konturen um das jeweilige Funktionsicon lassen sich nicht nur erfühlen, sondern der Fingerdruck wird mit einem haptischen, akustischen und visuellen Feedback bestätigt. Technisch realisiert wurde diese Funktion mittels kapazitiver Sensorik und einem mechanischen Feedback, plus dem Farbumschlag der Funktionsicons.
Preh, Tel.: 09771 92-4328, ronald.schaare@preh.de
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