Karlsruhe baut erste Ampelanlagen um Testfeld Autonomes Fahren im Bau - AutomobilKONSTRUKTION

Karlsruhe baut erste Ampelanlagen um

Testfeld Autonomes Fahren im Bau

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Der Aufbau der Infrastruktur für das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF-BW) beginnt an der Kreuzung von Ostring und Durlacher Allee in Karlsruhe. An der Ampelanlage installiert das Testfeld-Konsortium zusätzliche Kameras für die erste stationäre Messstation.

Mit den Kameras nimmt das Konsortium während des Testbetriebs des Testfelds zeitweise Bilder der Verkehrssituation auf, um die Computer-Algorithmen für die Objekterkennung an die Kreuzung anzupassen. Computer können insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen – etwa in der Dämmerung oder bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen wie Regen oder Schnee – nur mit komplexen, selbstlernenden Algorithmen die Umgebung erkennen. Die Algorithmen, die das Konsortium für die Umgebungserkennung entwickelt hat, werden nun gründlich getestet, bevor das Testfeld nächstes Jahr in den Betrieb geht. Entwickler autonomer Systeme können die Daten des Testfelds später nutzen, um eigene Systeme zu testen und weiterzuentwickeln.

Aus Verkehrsteilnehmern werden Rechtecke

Anhand der Bildaufnahme ordnet ein Hochleistungsrechner die Verkehrsteilnehmer als Kraftfahrzeuge, Fahrräder oder Fußgänger ein und setzt sie als Objekte, visualisiert als kleine farbige Rechtecke, auf eine Karte der Kreuzung. Gleichzeitig bestimmt der Rechner die Fahrtrichtung und Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer und hinterlegt die Informationen zusammen mit den Positionen in der Karte. Diese anonymisierte Darstellung speichert er ab.

Um das System zu testen und später in der Analyse feststellen zu können, ob alle Verkehrsteilnehmer richtig als Kraftfahrzeug, Fahrradfahrer oder Fußgänger identifiziert wurden, verringert der Computer die Auflösung einer Stichprobe von Originalbildern und speichert die kleine Version des Bilds ab. Das Originalbild wird umgehend nach der Verarbeitung gelöscht.

Datenschutz bleibt gewahrt

In dem niedrig aufgelösten Bild erkennt man weder Gesichter noch Kennzeichen. Es wahrt deshalb den Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte aller Verkehrsteilnehmer. Das kleine Bild reicht den Wissenschaftlern des Konsortiums aber vollkommen aus, um die Verkehrssituation mit der Auswertung des Computers vergleichen zu können.

Die Installation der Kameras an der Kreuzung von Ostring und Durlacher Allee wird die erste Baumaßnahme auf dem Streckenabschnitt in der Karlsruher Oststadt sein. Auch an der Kreuzung von Ostring und Mannheimer Straße werden später Kameras installiert und die Ampelanlage mit Sensorik ergänzt. Obwohl die zu installierenden Kameras und die Sensorik gut sichtbar ist, ergeben sich für Verkehrsteilnehmer und Anwohner keine Änderungen oder Einschränkungen bei der Nutzung der Straßen.

Über das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg

Auf dem Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF-BW) können künftig Firmen und Forschungseinrichtungen zukunftsorientierte Technologien und Dienstleistungen rund um das vernetzte und automatisierte Fahren im alltäglichen Straßenverkehr erproben, etwa automatisiertes Fahren von Autos, Bussen oder Nutzfahrzeugen wie Straßenreinigung oder Zustelldienste. Zudem lassen sich die regulatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen fortschreiben. Dafür werden aktuell in der Aufbauphase unter anderem Verkehrsflächen unterschiedlicher Art vorbereitet, hochgenaue 3-D-Karten erzeugt sowie Sensoren zur Echtzeiterfassung des Verkehrs und dessen Einflussfaktoren installiert.

www.taf-bw.de

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