Elektromobilität: Covestro und Sonnenwagen Aachen kooperieren Brüder, zur Sonne! - AutomobilKONSTRUKTION

Elektromobilität: Covestro und Sonnenwagen Aachen kooperieren

Brüder, zur Sonne!

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Studenten der RWTH Aachen und der FH Aachen widmen sich einem ehrgeizigen Projekt: der Entwicklung eines solarbetriebenen Elektroautos für die World Solar Challenge in Australien. Für die Umsetzung gründeten die rund 45 Jungforscher mit Unterstützung von Professoren den Verein Sonnenwagen Aachen e.V. Das Leverkusener Unternehmen Covestro, Spezialist für Hightech-Polymere, fördert das Sonnenwagen-Projekt mit Materialien und technischem Service sowie als Gold-Sponsor. Darüber unterzeichneten beide Partner jetzt eine Kooperationsvereinbarung.
„Da Nachhaltigkeit Teil unserer Unternehmensstrategie ist, unterstützen wir dieses ehrgeizige Projekt, mit dem junge Forscher zeigen wollen, dass innovative und nachhaltige Mobilitätskonzepte bereits heute möglich und umsetzbar sind“, betont Dr. Markus Steilemann, Innovationsvorstand und Chief Commercial Officer von Covestro. Solare Mobilität könne einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Einsparung fossiler Ressourcen leisten. „Mit unseren Entwicklungen und dieser Projektpartnerschaft bekennen wir uns zu Innovation und Nachhaltigkeit, aber auch zur Förderung junger Talente.“
Hendrik Löbberding, erster Vorsitzender im Team Sonnenwagen, begrüßt den neuen Partner: „Wir freuen uns über die Unterstützung durch Covestro und werden vor allem von seiner hohen Materialkompetenz profitieren.“ Das Leverkusener Unternehmen baut auf einige Erfahrung in der solaren Mobilität: Als offizieller Partner des Solar-Impulse-Projekts leistete es einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der ersten bemannten Weltumrundung mit einem nur von Sonnenenergie angetriebenen Flugzeug.
Im Praxistest: Autolack mit biobasiertem Härter
Die World Solar Challenge 2017 vom 8. bis 15. Oktober in Australien ist das wohl härteste Solarautorennen der Welt. Covestro nutzt das Sonnenwagen-Projekt, um unterschiedliche Materialien unter den harschen Klimabedingungen der Strecke zu testen: Temperaturen von bis zu 45 °C sowie eine hohe UV-Strahlung, außerdem ein hoher Staubanteil der Luft sind dort im Oktober typisch. Die wichtigste Produktanwendung ist ein dreischichtiger Polyurethanlack von PPG. Der Lack eignet sich besonders gut zur Anwendung auf Karosserieteilen aus Carbonfaser-Composites.
Einen besonderen Einfluss haben die Klimabedingungen auf den äußeren Klarlack. Er enthält den biobasierten Härter Desmodur eco N 7300 von Covestro, dessen Kohlenstoffgehalt zu 70 % aus Biomasse besteht.
Darüber hinaus finden sich im Sonnenwagen Polyurethan- und Polycarbonat-Werkstoffe von Covestro, die einen Beitrag zur leichtgewichtigen und aerodynamischen Konstruktion des Solarautos leisten.
Härtestes Rennen für Solarautos
Die World Solar Challenge feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag. Alle zwei Jahre treten Teams aus aller Welt an, um mit selbstgebauten Fahrzeugen als Schnellste die gut 3000 km lange Strecke von Darwin nach Adelaide zu überwinden – ohne einen Tropfen Treibstoff.
Der Sonnenwagen aus Aachen geht in diesem Jahr als einziges deutsches Auto in der Challenger-Klasse an den Start. Das Team sieht dem Rennen mit großer Zuversicht entgegen: „Wir haben schon Erfahrung auf dem Gebiet der emissionsfreien Mobilität und fühlen uns im Wettbewerb mit den rund 40 anderen Teams aus fünf Kontinenten gut gerüstet“, erläutert Hendrik Löbberding.
So siegten zwei Mitglieder des Vereins im Oktober 2016 mit einem Elektroauto bei der e-Cross Germany, einer viertägigen, klimaneutralen Rallye durch Nordrhein-Westfalen. Einen Monat zuvor begleiteten Sonnenwagen-Mitglieder ein Team aus Bochum bei der European Solar Challenge 2016, einem 24-stündigen Rennen mit Solarautos.
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