Continental erweitert Telematik-Portfolio Auf dem Weg zur ganzheitlichen Vernetzung - AutomobilKONSTRUKTION

Continental erweitert Telematik-Portfolio

Auf dem Weg zur ganzheitlichen Vernetzung

Continental kann weltweit Updates für die gesamte Fahrzeugsoftware über Luftschnittstelle zur Verfügung stellen Bild: Continental
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In Zusammenarbeit mit Carnegie Technologies will Continental dafür sorgen, dass Fahrzeughersteller und Fahrer stets die schnellste und zuverlässigste Netzwerkverbindung nutzen können, die für Automobile zur Verfügung steht. Das ist für datenintensive Anwendungen wie das automatisierte Fahren und Over-the-Air-Updates unverzichtbar.

Bis zu 100 Recheneinheiten und Millionen von Programmzeilen bestimmen das Fahrerlebnis heute. Um dieses digitale Netzwerk auf aktuellem Stand zu halten oder neue Softwarefunktionen zu installieren, war bislang meist der Weg in die Werkstatt notwendig. „Angesichts der immer stärkeren Digitalisierung der Fahrzeugtechnik und des digitalen Lebensstils von Fahrerinnen und Fahrern, ist es von entscheidender Bedeutung, die Fahrzeugsoftware jederzeit aktuell zu halten und eine bequeme Lösung zur Installation von Updates und neuen Funktionen anzubieten“, erklärt Johann Hiebl, Leiter des Geschäftsbereichs Infotainment & Connectivity bei Continental. Das Technologieunternehmen unterstützt Fahrzeughersteller weltweit bei dieser Herausforderung und entwickelt Lösungen für Over-the-Air-Updates zur Aktualisierung der Software für das gesamte Fahrzeug, vom Antriebsstrang bis zum Infotainment-System.

Dazu erweitert Continental sein Portfolio in Richtung ganzheitlicher Fahrzeugvernetzung. In Zusammenarbeit mit Carnegie Technologies, einem Lösungsanbieter für drahtlose Konnektivität, will das Unternehmen dafür sorgen, dass Fahrzeughersteller und Fahrer stets die schnellste und zuverlässigste Netzwerkverbindung nutzen können, die für Automobile zur Verfügung steht.
Cloud-basierte Komponente für Analyse- und Diagnosefunktionen
Im Rahmen der Zusammenarbeit vertreibt Continental die Network Convergence Platform von Carnegie Technologies und integriert diese in seine intelligenten Telematik-Anwendungen für Fahrzeughersteller. Die Lösung läuft auf der nächsten Generation des Telematikmoduls von Continental mit einer unterstützenden cloud-basierten Komponente für Analyse- und Diagnosefunktionen.
Während der Fahrt sorgt diese Technologie für Bandbreitenaggregation und lückenlose Übergabe von Anrufen und Daten, für schnellere Geschwindigkeiten und nahtloses Umschalten zwischen verschiedenen Netzwerktypen wie WLAN, LTE, 3G und Satellit. Diese Fähigkeiten sind für neue datenintensive Anwendungen wie automatisiertes Fahren und Over-the-Air-Updates unverzichtbar.
Neben den terrestrischen Netzwerken entwickelt Continental derzeit gemeinsam mit Inmarsat, Spezialist für globale mobile Satellitenkommunikation, drahtlose Updates über Satellit. Mithilfe des globalen Satellitennetzwerks von Inmarsat ermöglicht Continental seinen Kunden weltweite Remote-Updates für ihre Fahrzeuge. So können sie Fahrzeuge weltweit bequem und unkompliziert ohne die Einbindung vieler verschiedener Mobilnetzbetreiber aktualisieren. „Um drahtlose Updates für künftige Fahrzeuge zum Standard zu machen, müssen die Updates nahtlos, schnell und überall verfügbar sein“, betont Johann Hiebl.
Intelligente Software für nahtlose Vernetzung
Die intelligente Softwarelösung von Carnegie erfasst und misst kontinuierlich die verfügbaren Netzwerke und die erforderlichen Bandbreiten für das Fahrzeug und stellt dann automatisch die schnellste, zuverlässigste und kosteneffizienteste Verbindung her. Zudem ist VehicleLink inbegriffen, eine Funktion, die – sofern verfügbar – fahrzeuginterne Bandbreiten von Geräten wie Smartphones, Tablets und Laptops oder sogar externes WLAN nutzt, um die Datenkosten zu kontrollieren und die bestmögliche Verbindung zur Verfügung zu stellen.
Mit Gapless Handover von Carnegie kann die intelligente Telematik-Lösung von Continental einen kontinuierlichen Datenstrom gewährleisten. Wenn eine Mobiltelefonverbindung schwächer wird, aber ein WLAN-Hotspot oder ein Smartphone mit einem anderen Anbieter verfügbar ist, wird der Datenstrom automatisch auf den effizientesten Datenprovider umgeschaltet. Falls die Verbindung vorübergehend abbricht, etwa beim Fahren durch einen Tunnel, kann ein Anruf im Hintergrund aktiviert bleiben, bis die Verbindung wiederhergestellt ist.
Fahrzeughersteller haben dabei die volle Kontrolle darüber, wann und wie die Bandbreitenaggregation und die lückenlose Übergabe konfiguriert werden. Sie können wählen, welche Anwendung die eingebettete mobile Netzwerklösung nutzen kann. Darüber hinaus können sie verhindern, dass Anwendungen unsichere Netzwerke nutzen, sowie weitere Parameter und Regeln festlegen. Beispielsweise können Videokonferenzen so eingestellt werden, dass ein nahtloser Übergang zwischen eingebettetem LTE, WLAN oder sogar Satellit erfolgt, um Unterbrechungen zu vermeiden.
Antennen, Telematik-Einheiten und Gateways: Architektur für ganzheitliche Konnektivität
Die Verbindung des Fahrzeugs zur Außenwelt ermöglichen die von Continental entwickelten Netzwerkmodule. Diese Geräte können entweder in das intelligente Antennenmodul integriert oder als eigenständige Telematik-Einheit verwendet werden. Gateways sind Vermittler zwischen den verschiedenen Netzwerkdomänen in einem Fahrzeug und fungieren als Kommunikations-Router.
Diese sind zentral mit allen Kommunikations-Bussen im Fahrzeug verbunden und haben Zugriff auf alle relevanten Informationen. So stellen sie die Infrastruktur zur Verfügung, die für Over-the-Air-Updates benötigt wird, und verteilen sie an die relevanten elektronischen Steuergeräte. Das Gateway kann auch von einem reinen Informations-Router in eine zentrale Netzwerkschnittstelle umgewandelt werden, wenn die Netzwerkeinheit direkt in das Gateway integriert wird.
Continental wird sein Telematik- und Konnektivitäts-Portfolio der nächsten Generation im September auch auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt/Main präsentieren.
IAA 2017: Halle 5.1, Stand A07/A08
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